Privatinsolvenz/ Treuhandschaft

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Insolvenzantrag

Beim sogenannten „Privatkonkurs“ handelt es sich um eine spezielle Form des Insolvenzverfahrens für alle natürlichen Personen. Die Unterscheidung Unternehmer-Nichtunternehmer ist für die Zuständigkeit des Gerichtes von Bedeutung, da für Schuldner,die kein Unternehmen betreiben, nicht das Landesgericht, sondern das Bezirksgericht  für die Abwicklung des Insolvenzverfahrens  zuständig ist.

Der Antrag auf Eröffnung einer Insolvenz kann entweder von einem Gläubiger (Gläubigerantrag) oder vom Schuldner selbst (Eigenantrag) gestellt werden.

Eigenantrag

Eigenanträge werden in der Regel kurze Zeit nach Antragsstellung eröffnet, da das Gericht nur das Vorliegen aller zur Eröffnung erforderlichen Unterlagen, sowie das Vorhandensein ausreichender Vermögenswerte zur Abdeckung der Anlaufkosten überprüft.

Bereits hier wird der AKV EUROPA für seine Mitglieder/Mandanten tätig. In den wöchentlichen
"AKV-INFORMATIONEN" informieren wir über uns vorliegende Eigenanträge.

Gläubigerantrag

Liegt dem Gericht ein Gläubigerantrag vor, so wird vor Insolvenzeröffnung ein Insolvenzeröffnungsverfahren durchgeführt, in welchem dem Schuldner die Möglichkeit gegeben wird sich zu äußern, ob tatsächlich Zahlungsunfähigkeit vorliegt.

Insolvenzeröffnungsverfahren sind nicht öffentlich. Lediglich wenn das Gericht die Zahlungsunfähigkeit feststellt, aber keine Mittel zur Abdeckung der Verfahrenskosten aufgebracht werden, erfolgt eine Veröffentlichung der Nichteröffnung des Insolvenzverfahrens aufgrund des Nichtvorhandenseins kostendeckenden Vermögens.

Der bei weitem überwiegende Teil der Schuldenregulierungsverfahren basiert auf Eigenanträgen.


Insolven
zeröffnung

Liegt Zahlungsunfähigkeit vor und ist ausreichend Vermögen vorhanden um die Verfahrenskosten abzudecken, dann wird vom Insolvenzgericht ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die rechtlichen Wirkungen treten am Tag nach der Veröffentlichung des Verfahrens in Kraft.

Auch über Privatinsolvenzen werden die betroffenen Gläubiger durch den AKV EUROPA umgehend informiert.

Insolvenzforderung anmelden

Sobald das Verfahren eröffnet ist, können bis zur vom Gericht festgesetzten Anmeldefrist alle Gläubiger ihre Forderungen gegen den Schuldner bei Gericht anmelden. Die Forderungsanmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme am Verfahren und für die quotenmäßige Befriedigung.

Der AKV EUROPA übernimmt die Anmeldung für die Gläubiger und unterstützt sie bei Bedarf bei insolvenzrechtlichen Fragestellungen. Hier können Sie uns Ihre Vollmacht erteilen.

Vollmacht


Verhandlungen

Dem Konzentrationsprinzip folgend werden nach Möglichkeit alle notwendigen Verhandlungen im Schuldenregulierungsverfahren an einem Termin durchgeführt.

Prüfungstagsatzung

Anlässlich der Prüfungstagsatzung gibt der Schuldner Erklärungen ab, ob die angemeldeten Forderungen anerkannt oder nicht anerkannt (bestritten) werden.

Im Falle von Bestreitungen erledigt der AKV EUROPA für die von ihm direkt vertretenen Gläubiger sämtliche Arbeiten, die zur Sicherung der Rechte als Gläubiger erforderlich sind und vermittelt zwischen Gläubiger und Schuldner zur Abklärung der tatsächlichen Rechtslage.

Sanierungsplantagsatzung/Zahlungsplantagsatzung

Anlässlich der Sanierungs-/Zahlungsplantagsatzung wird über den vom Schuldner vorgelegten Sanierungsplan/Zahlungsplan verhandelt. Nach Erörterung der Angemessenheit und Prüfung der Erfüllbarkeit wird die Abstimmung durchgeführt.

Grundsätzlich stimmt der AKV EUROPA immer so ab, dass die bestmögliche Lösung für die unbesicherten Gläubiger erzielt wird. Selbstverständlich werden anderslautende Weisungen der von uns vertretenen Gläubiger bei Gericht entsprechend berücksichtigt.


Verfahre
nsarten

Sanierungsplan

Der Sanierungsplan ist ein für Schuldner und Gläubiger vorteilhaftes Mittel zur Beendigung der Insolvenz. Die Gläubiger erhalten eine höhere Quote als bei einer Vermögensverteilung. Die gesetzliche Mindestquote bei einem Sanierungsplan sind 20 % innerhalb von 2 Jahren. Die Frist kann auf maximal 5 Jahre verlängert werden, sofern der Schuldner kein Unternehmen betreibt. Beim Sanierungsplan ist die Vermögensverwertung nicht zwingend notwendig.

Der Schuldner erhält die Restschuldbefreiung, wenn er seinen Sanierungsplan wie angenommen erfüllen kann.

Natürlich überprüft der AKV EUROPA jeden vorgelegten Sanierungsplan auf seine Angemessenheit und Erfüllbarkeit. Wäre beispielsweise aus der Verwertung der Vermögensgegenstände eine höhere Quote zu erzielen als vom Schuldner angeboten, wird dieser Umstand in der Sanierungsplantagsatzung berücksichtigt.

Zahlungsplan

Kann ein Schuldner keine 20 % seiner Verbindlichkeiten innerhalb von 2 Jahren aufbringen, steht ihm noch die Möglichkeit einer Entschuldung im Rahmen eines Zahlungsplans zur Verfügung.
Beim Zahlungsplan handelt es sich im Wesentlichen um einen Sanierungsplan ohne zahlenmäßige Mindesquote. Der Zahlungsplan kann entweder gemeinsam mit dem Antrag auf Insolvenzeröffnung oder im Zuge des Insolvenzverfahrens eingebracht werden. Dabei wird zunächst das Vermögen des Schuldners verwertet und an die Gläubiger verteilt. Des Weiteren muss der Schuldner den Gläubigern mindestens eine Quote anbieten, die seinem voraussichtlichen Einkommen der nächsten 5 Jahre entspricht, um sich zu entschulden, wobei die Zahlungsfrist 7 Jahre nicht übersteigen darf.


Verwertung der
Insolvenzmasse

Abschöpfungsverfahren

Wird der vom Schuldner angebotene Zahlungsplan nicht angenommen und hat dieser ein Abschöpfungsverfahren beantragt, so kann dieses vom Gericht eingeleitet werden. Hierbei werden die pfändbaren Teile seines regelmäßigen Einkommens für den Zeitraum von 7 Jahren an einen vom Gericht zu bestellenden Treuhänder abgetreten. Dieser Treuhänder übernimmt die Überwachung und Weiterleitung der abgeschöpften Beträge an die Gläubiger.

Damit der Schuldner die Restschuldbefreiung erlangt, muss er in den 7 Jahren zumindest 10 % seiner Verbindlichkeiten begleichen.

Treuhänder im Abschöpfungsverfahren

Der AKV EUROPA wird seit Einführung der Privatinsolvenz vom Gericht als Treuhänder im Abschöpfungsverfahren bestellt.
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Weitere Services

AKV-Informationen mit "Vertraulicher Liste"

Suchen Sie nach bevorstehenden Insolvenzen oder eine Auflistung aller aktuellen Verfahren?

Die wöchentlich über E-Mail zugestellten "AKV-INFORMATIONEN" enthalten alle neuen Insolvenzverfahren wie Konkurs-, Sanierungsverfahren mit oder ohne Eigenverwaltung, und Schuldenregulierungsverfahren (Privatkonkurse) mit genauen Daten und Tagsatzungsterminen.

In der beigelegten „Vertraulichen Liste“ scheinen Schuldner auf, die nach Wissensstand des AKV EUROPA trotz verstärkter Interventionen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Aufgrund der umfangreichen vertraulichen Inhalte werden die AKV-INFORMATIONEN nur Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

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