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STMK: AUSGLEICH „DA ROCCO“ FISCHHANDELS GMBH NFG GMBH & CO KG
Geschrieben am Dienstag, 02.März. @ 14:50:31 CET

 KB5 Business: Wirtschaft & Firmen. Die Firma „Da Rocco“ Fischhandels GmbH Nfg & Co KG, Köplerweg 5, 8020 Graz-St. Peter ist an die Gläubigerschaft bereits mit dem Ersuchen um einen Forderungsnachlass heran getreten, wobei sich einzelne Gläubiger zu dem diesbezüglichen außergerichtlichen Vorschlag nicht geäußert hätten. Aufgrund der vorliegenden Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit hat die Gesellschaft daher beim Landesgericht für ZRS Graz die Eröffnung eines Ausgleichsverfahrens über ihr Vermögen beantragt.

Verfahrensdaten:

  • Gericht: Landesgericht Graz
  • Geschäftszahl: : 26 SA 1/10 g
  • Ausgleichseröffnung: 02.03.2010
  • Anmeldungsfrist: 20.04.2010
  • Ausgleichstagsatzung: .28.04.2010, 10.00 Uhr

Die Ausgleichsgläubiger erhalten eine 40%ige Quote, zahlbar innerhalb von einem Monat ab Annahme des Ausgleichsvorschlages, nicht jedoch vor rechtskräftiger Aufhebung des Ausgleichsverfahrens.

Firmenbuch

Das Unternehmen der Gesellschaft wird seit 30.11.2006 in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft geführt, welche im Firmenbuch zu FN 283615 g protokolliert ist. Die Gesellschaft ist durch Umwandlung aus der „Da Rocco“ Fischhandels GmbH hervorgegangen.

Unbeschränkt haftende Gesellschafterin ist die Firma „Da Rocco“ Vermögensverwaltungs GmbH, deren Geschäftsführer Rocco Paterna, bei der Ausgleichsschuldnerin gleichzeitig als Kommanditist mit einer Vermögenseinlage von EUR 36.336,42 fungiert. Unternehmensgegenstand ist der Handel und der Vertrieb von exklusiven in- und ausländischen Fischen und Fischprodukten. Es werden Partner im süd- und ostösterreichischen Raum beliefert.

Im Unternehmen der Ausgleichsschuldnerin sind derzeit 10 Dienstnehmer beschäftigt, nämlich 6 Arbeiter und 4 Angestellte.

Insolvenzursachen/Vermögensverhältnisse

Hinsichtlich der Insolvenzursachen führt man im Ausgleichsantrag an, dass zum einen einzelne Außenstände nicht berichtigt worden seien und aufgrund der andauernden Wirtschaftskrise auch im Gastgewerbe Umsatzeinbrüche spürbar sind, sodass auch die Ausgleichsschuldnerin mit entsprechenden Umsatzeinbrüchen konfrontiert war, dies bei erheblichen gleich bleibenden Kosten. Diesbezüglich lässt sich den vorliegenden Bilanzen entnehmen, dass das Unternehmen im Jahr 2008 noch einen Umsatz in der Höhe von ca. EUR 3.127.000,-- erzielte, während im Wirtschaftsjahr 2009 nur mehr Umsatzerlöse in der Höhe von ca. EUR 2,7 Mio. ausgewiesen sind. Im Jahr 2008 wurde ein weitgehend ausgeglichenes Ergebnis erzielt, während im Jahr 2009 ein Verlust von ca. EUR 135.000,-- erwirtschaftet wurde. Das Unternehmen hat jedoch bereits in den letzten Jahren ein erhebliches negatives Eigenkapital ausgewiesen gehabt.

Dem vorgelgeten Status zum 15. Februar 2010, können nachstehende Kennzahlen entnommen werden.

Passiva:

  • Bankverbindlichkeiten EUR 745.231,86
  • Lieferantenverbindlichkeiten EUR 607.202,78
  • sonstige Verbindlichkeiten EUR 243.941,94
  • insgesamt EUR 1.596.376,58

Diesen Verbindlichkeiten sollen nachstehende Vermögenswerte gegenüber stehen:

Aktiva:

  • Immaterielle Vermögensgegenstände EUR 13.056,77
  • Sachanlagen EUR 560.922,63
  • Wertpapiere EUR 27.024,11
  • Vorräte EUR 110.656,87
  • Außenstände EUR 288.325,31
  • insgesamt EUR 999.985,69

Vorrangig wird zu klären sein, ob und welche Vermögensgegenstände mit Absonderungsrechten aufgrund bestehender Pfandrechte belastet sind. Zudem wird die Vermögenslage der Komplementärgesellschaft zu eruieren sein. Sollten die wesentlichen Aktiva überbelastet sein, wäre das vorliegende Anbot als wirtschaftlich angemessen zu betrachten. Die notwendigen Mittel zur Finanzierung der Barquote sollen aus dem Familienverband des Geschäftsführers bzw. Kommanditisten bereit gestellt werden sollen.

Sind Sie Gläubiger in diesem Verfahren?
Wenn Sie von dieser Insolvenz betroffen sind, ist es bis zur oben angegebenen Anmeldungsfrist notwendig, beim zuständigen Gericht Ihre Forderung bekannt zu geben. Zur optimalen Durchsetzung und Sicherung Ihrer Ansprüche vertreten wir gerne Ihre Interessen in diesem Verfahren.

Um für Sie tätig werden zu können, benötigen wir folgende Unterlagen:

  • eine firmenmäßig gefertigte Vollmacht
  • Rechnungen, OP-Listen, etc. in 3-facher Ausfertigung
  • Zur Überweisung künftiger Quotenbeträge Ihre Bankverbindung (IBAN, Internationale Bank Account Number, sowie BIC)
  • Haben Sie Eigentumsvorbehalt vereinbart, ersuchen wir um Übersendung jener Bescheinigungsmittel, aus welchen sich die rechtsgültige Vereinbarung desselben und die Art der auszusondernden Ware ergibt sowie einen schriftlichen Auftrag, dass wir den Eigentumsvorbehalt für Sie geltend machen sollen

Nach Erhalt dieser Unterlagen wird der AKV EUROPA Ihre Forderung ordnungsgemäß zur Anmeldung bringen, alle Maßnahmen zur Sicherung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche ergreifen, sämtliche Gerichtstermine für Sie wahrnehmen und Sie über den Fortgang des Verfahrens informieren.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Verfahren haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
AKV EUROPA
Geschäftsstelle Graz
Mag. Franz Blantz
Tel.: 0316/82 15 11
Mobil: 0664/845 92 07
E-Mail: graz@akveuropa.at


 
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