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BGLD: INSOLVENZ ERDBAU RITTER GESMBH
Geschrieben am Montag, 26.Juli. @ 11:47:04 CEST

 KB5 Business: Wirtschaft & Firmen. Die Erdbau Ritter GesmbH, Loipersdorf 36, 7411 Loipersdorf, kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen LG Eisenstadt wurde am 26.07.2010 ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Verfahrensdaten:

  • Gericht: Landesgericht Eisenstadt
  • Geschäftszahl: 26 S 51/10t
  • Verwalter: Dr. Klaus Dörnhöfer, Rechtsanwalt, Franz Liszt-Gasse 1, 7000 Eisenstadt
  • Verfahrenseröffnung: 26.07.2010
  • Anmeldungsfrist: 13.09.2010
  • Prüfungstagsatzung: 27.09.2010, 10.50 Uhr
  • Sanierungsplantagsatzung: 27.09.2010, 10.50 Uhr

Firmenbuch

Das Unternehmen der Schuldnerin ist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Firmenbuch des Landesgerichtes Eisenstadt eingetragen. Der Sitz des Unternehmens ist 7411 Loipersdorf im Burgenland, wobei die konkrete Geschäftsanschrift auf 7411 Loipersdorf, Loipersdorf 36 lautet.

Die Betriebsadresse lautet auf Loipersdorf 333, 7411 Markt Allhau. Die Gesellschaft wurde mit Erklärung über die Errichtung der Gesellschaft vom 25.02.2002 gegründet. Geschäftsführer sind Herr Heinz Ritter (vertritt seit 01.03.2002 selbstständig) sowie Herr Klaus Ritter, (vertritt seit 01.03.2002 selbstständig). Gesellschafter ist Herr Heinz Ritter, mit einer übernommenen Stammeinlage von EUR 35.000,--, welche zur Hälfte einbezahlt wurde. Die Schuldnerin betreibt ein Unternehmen welches sich insbesondere mit der Durchführung von Erd- und Abbrucharbeiten sowie dem öffentlichen Flussbau beschäftigt.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 54 Dienstnehmer, davon 10 Angestellte und 44 Arbeiter.

Insolvenzursachen:

Das Unternehmen der Schuldnerin wurde im Februar 2002 als Familienunternehmen gegründet und beschäftigte zu Beginn ca. 8 Mitarbeiter. Sowohl Umsatz als auch Mitarbeiterzahl konnte von Beginn an gesteigert werden. Im Jahr 2006 kam es jedoch nach eigenen Angaben erstmals zu konkursbedingten Zahlungsausfällen in der Höhe von ca. EUR 250.000.--, welche aber noch zu verkraften waren. Im Folgejahr (2007) mussten jedoch aufgrund weiterer Forderungsausfälle weitere rund EUR 200.000,-- wertberichtigt werden. Im Jahr 2008 war die Antragstellerin Hauptgläubigerin in einem regional eröffneten Konkursverfahren über eine Baufirma, was einen weiteren Forderungsausfall von rund EUR 320.000,-- mit sich brachte. Dies hatte gravierende Auswirkungen auf die Bonitätseinstufung der Schuldnerin. Das Wirtschaftsjahr 2010 begann grundsätzlich positiv, jedoch kam es schließlich aufgrund des anhaltend schlechten Wetters zu Verspätungen bei Aufträgen wodurch auch Zahlungen der Auftraggeber zurückgehalten wurden. Dies führte dazu, dass die Löhne der Dienstnehmer nicht mehr bezahlt werden konnten und ist der Rahmen der Hausbank zur Gänze ausgenutzt, sodass nunmehr über Eigenantrag das Sanierungsverfahren zu eröffnen war. Ziel dieses Sanierungsverfahrens ist die Erlangung der Restschuldbefreiung mit der Ausschüttung einer 20%igen Quote an die Gläubiger. Zur Angemessenheit bzw. Erfüllbarkeit des Sanierungsplanes (früher Zwangsausgleich) können wir aktuell leider noch keine Stellungnahme abgeben und werden selbstverständlich nach detaillierter Überprüfung wieder unaufgefordert und gerne darüber berichten.

Insgesamt sind von dem beantragten Sanierungsverfahren 60 Dienstnehmer sowie weitere 168 Gläubiger betroffen welche selbstverständlich gerne über den AKV Ihre Forderung im Insolvenzverfahren anmelden können.

Vermögen

  • Aktiva: 183.433,32
  • Passiva: 2.237.307,59
  • Überschuldung: 2.053.874,27
  • Liegenschaften: 1

Das schuldnerische Unternehmen ist Eigentümer einer Liegenschaft in Bad Tatzmannsdorf, welche im Jahr 2008 erworben wurde. Weiters ist die Schuldnerin Eigentümerin einer 87%igen Beteiligung an der Raba-Soder Kft in Ungarn Die finanzielle Situation dieser Gesellschaft ist aber kritisch, weshalb die Beteiligung entsprechend abzuwerten war und auch Forderungen gegen diese Gesellschaft wertzuberichtigen sein werden.

Das Unternehmen beabsichtigt im Rahmen des beantragten Sanierungsplanes die Fortführung. Die Schuldnerin erhofft sich, dass die Fortführung mit einer Erzielung von Überschüssen möglich ist und hat diesbezüglich Planungen angestellt, welche auch dem Insolvenzverwalter bereitgestellt werden.

Die Antragstellerin wird bereits begonnene Restrukturierungsmaßnahmen fortsetzen. Insbesondere sollen unproduktive Unternehmensbereiche eingeschränkt bzw. aufgelöst werden und die Baustellenabwicklung effizienter gestaltet werden, um frustrierte Kosten hintanzuhalten.

Wenn Sie von dieser Insolvenz betroffen sind, ist es bis zur oben angegebenen Anmeldungsfrist notwendig, beim zuständigen Gericht Ihre Forderung bekannt zu geben. Zur optimalen Durchsetzung und Sicherung Ihrer Ansprüche vertreten wir gerne Ihre Interessen in diesem Verfahren.

Um für Sie tätig werden zu können, benötigen wir folgende Unterlagen:

  • eine firmenmäßig gefertigte Vollmacht
  • Rechnungen, OP-Listen, etc. in 3-facher Ausfertigung
  • Zur Überweisung künftiger Quotenbeträge Ihre Bankverbindung (IBAN, Internationale Bank Account Number, sowie BIC)
  • Haben Sie Eigentumsvorbehalt vereinbart, ersuchen wir um Übersendung jener Bescheinigungsmittel, aus welchen sich die rechtsgültige Vereinbarung desselben und die Art der auszusondernden Ware ergibt sowie einen schriftlichen Auftrag, dass wir den Eigentumsvorbehalt für Sie geltend machen sollen

Nach Erhalt dieser Unterlagen wird der AKV EUROPA Ihre Forderung ordnungsgemäß zur Anmeldung bringen, alle Maßnahmen zur Sicherung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche ergreifen, sämtliche Gerichtstermine für Sie wahrnehmen und Sie über den Fortgang des Verfahrens informieren.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Verfahren haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
AKV EUROPA
Mag. Peter Stromberger
Tel.: 01/586-17-71 DW 300
E-Mail: inso@akveuropa.at


 
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