AKV-Mitgliedschaft

Ihre Vorteile durch die Mitgliedschaft:

  • AKV-Schutzpaket
  • AKV-ONLINE Service rund um die Uhr
  • einfache Beauftragung
  • günstige Tarife

Weitere Infos

coman handling gmbh

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der coman handling gmbh ehem. Seidel Consult GmbH eine Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Passiva betragen rund EUR 2,06 Mio.

Rund 50 Gläubiger betroffen.

Fortführung derzeit offen.

Unternehmensdaten

Gegenständliches Unternehmen wurde im Jahr 2006 unter der Firma Seidel Consult GmbH gegründet. Ursprüngliches Geschäftsfeld waren Beratungsleistungen für die Seidel Holding GmbH. Nachdem diese jedoch sämtliche Beteiligungen im Jahr 2016 verkauft hat, verblieb lediglich der leere “GmbH – Mantel”.

Im Jahr 2018 hat man im Rahmen eines Asset Deals alle Patente, Nutzungsrechte und Schlüsselleute der insolventen WHN Technologies GmbH, Deutschland übernommen und erfolgte die Umfirmierung auf coman handling gmbH.

Der Sitz des Unternehmens befindet sich am Standort Hallerschloßstraße 3, 8010 Graz, in D-83278 Traunstein, Gmelchstraße 33a wird eine Zweigniederlassung unterhalten.

Unternehmensgegenstand sind die Entwicklung und der Vertrieb von sogenannten “Handhabungsgeräten”, im Konkreten dürften insbesondere für die Automobilindustrie Spezialmaschinen gefertigt werden.

Im Unternehmen sind derzeit 7 Dienstnehmer beschäftigt, wobei seitens 4 Dienstnehmern bereits die Kündigung erfolgt sein dürfte.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Zu den Ursachen der Insolvenz wird kurz zusammengefasst ausgeführt, dass sich infolge des Asset Deals bezüglich der WHN Technologies GmbH erhebliche organisatorische wie auch betriebswirtschaftliche Probleme ergeben hätten, welche zu massiven ressourcenbindenden Umstrukturierungen geführt hätten. So wurde insbesondere auch die Produktion an einen namhaften österreichischen Anlagenbauer ausgelagert. Weiters dürfte ein wesentlicher Auftraggeber weggebrochen sein, wobei die sich aus der Vertragsauflösung ergebenden Ansprüche offenbar nicht durchsetzen ließen, vielmehr dürfte letztlich ein Vergleich zu Bedingungen abgeschlossen worden sein, welche zur nunmehrigen Insolvenzsituation geführt haben sollen.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Insolvenzantrag EUR 2.061.248,30, wovon rund EUR 948.000,00 auf Bankverbindlichkeiten, rund EUR 615.000,00 auf Lieferantenverbindlichkeiten, rund EUR 447.000,00 auf verbundene Unternehmen, der Rest auf sonstige Gläubiger entfallen. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundener Unternehmen wird  der allfällige eigenkapitalersetzende Charakter zu prüfen sein.

Die Aktiva werden mit lediglich EUR 153.429,35 in Ansatz gebracht, zumal die Spezialanfertigungen lediglich für den Besteller einen Wert darstellten. Wesentliche Aktivposten sind vorhandene Guthaben sowie offene Forderungen. Zu prüfen werden insbesondere auch mögliche Anfechtungs- und Erstattungsansprüche auch im Zusammenhang mit dem erwähnten Vergleich sein.

Weitere Vorgangsweise

Inwiefern ein Fortbetrieb des Unternehmens möglich sein wird, wird im Insolvenzantrag offen gelassen. Man verweist lediglich auf fast abgearbeitete Aufträge mit nur geringem Fertigstellungsaufwand.

Angeboten wird der Gläubigerschaft derzeit dennoch ein Sanierungsplan, welcher eine Gesamtquote von 20 % binnen 2 Jahren vorsieht.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                             30.10.2019

Anmeldefrist:                                        02.12.2019

Insolvenzverwalter:                             Mag. Stefan Weileder, Rechtsanwalt in Graz

Berichts- und Prüfungstagsatzung:  16.12.2019, 11.30 Uhr

Sanierungsplantagsatzung:               13.01.2020, 10.30 Uhr

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf
Tel: 05 04 100 – 8160
Mobil: 0664/84 59 203