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Hoco Bauelemente Gesellschaft m.b.H

Insolvenzsache

Die Hoco Bauelemente Gesellschaft m.b.H, meldet Insolvenz an. Das 1986 gegründete Unternehmen ist als reine Vertriebsgesellschaft für ihre deutsche Schwestergesellschaft Hoco Fenster- und Haustüren GmbH für den österreichischen Markt tätig.

Im Unternehmen sind aktuell 13 Dienstnehmer beschäftigt.

Unternehmensdaten

Alleingesellschafterin ist die in Deutschland ansässige Hoco Holding GmbH. Als handelsrechtlicher Geschäftsführer fungiert Philipp Stiehl, geb. 25.02.1966, Prokura wurde Günter Gustav Scherf, geb. 12.02.1978, erteilt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Hoco Unternehmensgruppe befindet sich seit längerem in einem Transformationsprozess, zudem wurden seit September 2018 intensive Investorengespräche geführt, welche jedoch letztlich zu keinem Ergebnis geführt haben. Darüberhinaus verweist man auch auf die missglückte Einführung einer neuen Produktionssoftware.

Das österreichische Unternehmen hat für Kredite der deutschen Schwesterunternehmen Hoco Fenster- und Haustüren GmbH bzw. HocoHolz Hofstetter & Co. Holzindustrie GmbH sämtliche Kundenforderungen aufgrund eines Global-Zessionsvertrages an die finanzierenden Banken abgetreten. Die Abtretung erfolgte zunächst in stiller Form, nachdem die Abtretung jedoch offen gelegt wurde und über die beiden genannten deutschen Schwestergesellschaften vor dem Amtsgericht Landshut Insolvenzverfahren eröffnet worden sind, wurde der Kredit fällig gestellt, sodass dem schuldnerischen Unternehmen jegliche Liquidität entzogen wurden.

Eine positive Fortführungsprognose kann daher laut Insolvenzantrag nicht mehr abgegeben werden.

Die Verbindlichkeiten betragen EUR 1.827.713,00, wobei rund EUR 1,6 Mio. auf Lieferantenverbindlichkeiten entfallen. Hier soll der Großteil die deutsche Schwestergesellschaft Hoco Fenster- und Haustüren GmbH betreffen, wobei hier eine Rangrücktrittsvereinbarung existieren soll.

Die Aktiva werden mit rund EUR 157.000,00 in Ansatz gebracht, wobei der Großteil auf die offenen Forderungen in der Höhe von rund EUR 130.000,00 entfällt.

Weitere Vorgangsweise

Das Unternehmen wird daher zu liquidieren sein. Inwiefern die offenen Forderungen allenfalls in die allgemeine Insolvenzmasse zu fließen hätten, wird sich erst im Rahmen der erforderlichen Prüfung möglicher Anfechtungstatbestände sowie von Kapitalerhaltungsbestimmungen im Zusammenhang mit der Global-Zessionsvereinbarung zeigen.

Auch hinsichtlich der Passiva wird die erwähnte allfällige Nachrangigkeit zu prüfen sein.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Franz Blantz
Tel: 05 04 100-8160
Mobil: 0664/84 59 203