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HUBER-Konzern

Huber Holding AG
HUBER-SHOP GmbH
Huber Tricot Gesellschaft mbH.
ARULA GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der

Huber Holding AG (FN 61259m)

am Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Ebenfalls wurde über das Vermögen der jeweils 100%igen Tochtergesellschaften:

HUBER-SHOP GmbH (FN 68246m)
Huber Tricot Gesellschaft mbH. (FN 73670p)

und deren 100%iger Tochtergesellschaft

ARULA GmbH (FN 361663h)

ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht Feldkirch eröffnet.

Unternehmensdaten

Es handelt sich bei allen betroffenen Unternehmen um Teile der international tätigen Huber Unternehmensgruppe, welche in der Textilbranche tätig ist. Der Huber-Konzern verfügt über Tochtergesellschaften in mehreren europäischen Ländern, sowie China und den USA.

Die Huber Holding AG ist die Holding-Gesellschaft des Huber-Konzerns und erbringt Management-Leistungen für die Unternehmensgruppe. Es sind hier 41 Dienstnehmer von der Insolvenz betroffen. In diesem Insolvenzverfahren sind circa 40 Gläubiger mit Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10,8 Mio. betroffen.

Die HUBER-SHOP GmbH ist eine Vertriebstochter des Textilkonzerns und hält Anteile an einem deutschen Tochterunternehmen, welche 3 Filialen in Deutschland betreibt. Es werden 63 Filialen betrieben und gehören zum Huber-Konzern die Eigenmarken „Skiny“, „Huber“ und „Hanro“, welche auch in Vorarlberg produziert werden. Es werden 272 Dienstnehmer beschäftigt. Diese befinden sich derzeit zum Teil bereits in Kurzarbeit. In diesem Insolvenzverfahren sind circa 230 Gläubiger mit Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7,2 Mio. betroffen.

Die Huber Tricot Gesellschaft mbH. erbringt Konzernleistungen wie insbesondere den zentralen Wareneinkauf für die gesamte HUBER-Gruppe. Das Unternehmen hält mehrere Tochtergesellschaften, die selbst nicht – mit Ausnahme der ARULA GmbH – in Insolvenz sind. Es werden 109 Dienstnehmer beschäftigt. Diese befinden sich derzeit zum Teil bereits in Kurzarbeit. In diesem Insolvenzverfahren sind circa 240 Gläubiger mit Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 9,2 Mio. betroffen.

Die ARULA GmbH ist die 100%ige Tochtergesellschaft der Huber Tricot Gesellschaft mbH. (welche ebenfalls ein Sanierungsverfahren beantragt hat) und stellt eines der wichtigsten Produktionsgesellschaften der Huber-Gruppe dar. Produziert werden hochwertige Maschenstoffe aus Naturfasern und zellulosischen Chemiefasern. Es werden 123 Dienstnehmer beschäftigt. Diese befinden sich derzeit alle bereits in Kurzarbeit. In diesem Insolvenzverfahren sind circa 240 Gläubiger mit Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3,9 Mio. betroffen.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die gesamte HUBER-Unternehmensgruppe befand sich bereits vor den nunmehrigen Insolvenzanträgen in einer Umstrukturierungsphase, um die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen zu Erhöhen. Während dieser Phase, die einen erhöhten Ressourceneinsatz forderte, kamen die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der COVID-19 Pandemie überraschend und zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Die „Corona-Krise“ mit den behördlichen Geschäftsschließungen und den wirtschaftlichen Folgen des geänderten Konsumverhaltens von Kunden führten zu Umsatzverlusten in der Huber-Gruppe von EUR 15-20 Mio.

Waren die bestellt wurden, wurden nicht mehr abgenommen oder wurden nicht mehr bezahlt. Eine zunächst erzielte Einigung mit den involvierten Banken scheiterte schließlich.

Darüberhinaus bestehen wechselseitige Forderungen und Haftungen innerhalb des Konzerns, welche nunmehr für die Insolvenzverfahren geprüft werden müssen.

Weitere Vorgangsweise

Es wurden bereits Reorganisationsmaßnahmen gesetzt. Insbesondere muss es voraussichtlich zur Schließung einiger Filialen und Teilbetrieben kommen. Ein damit einhergehender Personalabbau ist zu erwarten. Das Frühwarnsystem des AMS wurde bereits eingeleitet. Jedenfalls sollen die betrieblichen Strukturen verändert werden um betriebliche Abläufe zu vereinfachen.

Eine Unternehmensfortführung aller betroffenen Unternehmen wird angestrebt.

Die schuldnerischen Unternehmen sollen im Wege eines Sanierungsplans entschuldet werden.

SANIERUNGSPLANVORSCHLÄGE

Die Insolvenzgläubiger erhalten zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen eine 30%ige Quote, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans.

Dabei handelt es sich hinsichtlich der Quotenhöhe um das gesetzlich vorgesehene Mindestangebot.

Verfahrensdaten – Huber Holding AG

Eröffnung:                                29.05.2020
Anmeldefrist:                           23.07.2020
Insolvenzverwalter:                Dr. Eva Müller, Rechtsanwalt in 6820 Frastanz
Gläubigerversammlung:        18.06.2020
Prüfungstagsatzung:               06.08.2020
Sanierungsplantagsatzung:   27.08.2020

Verfahrensdaten – HUBER-SHOP GmbH

Eröffnung:                                29.05.2020
Anmeldefrist:                           23.07.2020
Insolvenzverwalter:                MMag. Dr. Tobias Gisinger, Rechtsanwalt in 6850 Dornbirn
Gläubigerversammlung:        18.06.2020
Prüfungstagsatzung:               06.08.2020
Sanierungsplantagsatzung:   27.08.2020

Verfahrensdaten – Huber Tricot Gesellschaft mbH

Eröffnung:                                29.05.2020
Anmeldefrist:                           23.07.2020
Insolvenzverwalter:                Mag. Andreas Droop, Rechtsanwalt in 6900 Bregenz
Gläubigerversammlung:        18.06.2020
Prüfungstagsatzung:               06.08.2020
Sanierungsplantagsatzung:   27.08.2020

Verfahrensdaten – ARULA GmbH

Eröffnung:                                29.05.2020
Anmeldefrist:                           23.07.2020
Insolvenzverwalter:                Mag. Lukas Pfefferkorn, Rechtsanwalt in 6850 Dornbin
Gläubigerversammlung:        18.06.2020
Prüfungstagsatzung:               06.08.2020
Sanierungsplantagsatzung:   27.08.2020

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Vorarlberg
Tel: 05 04 100 – 2000