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ROBUST Plastics GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der ROBUST Plastics GmbH, FN105687y, beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin ist im Bereich Verarbeitung von Kunststoffen aller Art, Verpackung, Hohlkörper und Werkzeugbau, tätig. Bei der Antragstellerin handelt es sich um ein alteingesessenes Unternehmen, welches im Jahre 1970 gegründet wurde.

Im Unternehmen sind aktuell 88 Dienstnehmer beschäftigt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird unter anderem im Zusammenhang mit der Corona-Krise und den daraus resultierenden Umsatzrückgängen durch Minderaufträge im Ausmaß von etwa 45% gesehen.

Zudem wurde bereits im Jahr 2018 eine außergerichtliche Sanierung durchgeführt, wobei, im Geschäftsjahr 2019 die Ertragsziele unerwartet nicht erreicht werden konnten. Weiters musste die Antragstellerin diverse Forderungsausfälle hinnehmen. Aufgrund dieser Gegebenheiten wurden gemäß Angaben der Antragstellerin neue Geschäftsführer installiert, welche bereits zahlreiche erforderliche Reorganisationsmaßnahmen eingeleitet haben.
Gemäß Angaben der Antragstellerin wird das Aktivvermögen zu Verkehrswerten mit rund EUR 2,9 Mio. beziffert, welches mit rund EUR 500.000,00 belastet ist.

Die Antragstellerin ist an der AKG Plastics GmbH (FN 108576x) beteiligt, wobei diese nicht insolvenzverfangen ist; es ist auch nicht beabsichtigt ein diesbezügliches Insolvenzverfahren über diese Gesellschaft zu beantragen.

Weiters ist sie an der Robust Plastik Vetriebs GmbH in Liquidation (Deutschland) beteiligt.

Hinsichtlich der Passiva ist anzumerken, dass unter Bedachtnahme der bereits erwähnten außergerichtlichen Sanierung im Jahr 2018 Forderungen von rund EUR 2,7 Mio. wiederaufleben werden, sodass die Gesamtverbindlichkeiten (inkl. Rückstellung und Wiederaufleben) mit rund EUR 16,8 Mio. angeführt werden. Davon sind rund EUR 16,3 Mio. unbesichert.

Gemäß vorgelegter Gläubigerliste sind von dieser Insolvenz rund 40 Gläubiger betroffen.

Weitere Vorgangsweise 

Das Unternehmen soll fortgeführt und über nachstehenden Sanierungsplan entschuldet werden:

Die Gläubiger erhalten eine Quote von 30%, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanvorschlages.

Der angebotene Sanierungsplan soll aus dem Unternehmensfortbetrieb finanziert werden. Es wurden bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, welche langsam zu greifen beginnen. Eine wesentliche Sanierungsmaßnahme war unter anderem, dass im Vorfeld der Antragstellung die Alteigentümer sämtliche Anteile an der Antragstellerin an die EWF Development GmbH abgetreten haben; dies erfolgte am 04.09.2020 und ist firmenbuchrechtlich noch nicht berichtigt.

Zudem wurde Thomas Höhrhan zum selbständig vertretungsbefugten Geschäftsführer bestellt.

Seitens der neuen Eigentümer soll eine Neustrukturierung sowie Finanzierung vorgenommen werden.

Im Zuge des zu eröffnenden Verfahrens wird die Antragstellerin ihr Erfüllungskonzept noch eingehend darzulegen haben, welches in weiterer Folge überprüft werden wird.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                                                              14.09.2020

Anmeldefrist:                                                                         02.11.2020

Insolvenzverwalter:                                                              Mag. Dr. Philipp Dobner, Rechtsanwalt

Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung:           05.10.2020

Prüfungstagsatzung und Sanierungsplantagsatzung:    16.11.2020

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380