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Adolf Schmidt, geb. 27.09.1971, Elektro-Meister

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass heute über das Vermögen des Adolf Schmidt, geb. 27.09.1971, Elektro-Meister, Am Breinberg 12A, 5204 Straßwalchen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Herr Schmidt ist Elektrotechnik-Meister und betreibt seit 2012 das Einzelunternehmen „Elektrotechnik Schmidt“ am oben angeführten Standort.

Die Verbindlichkeiten des Schuldners entstanden im Wesentlichen ab dem Jahr 2020, als er mehrere Großaufträge angenommen hatte. Durch den Lockdown im Frühjahr 2020 kam es zum Stillstand der Baustellen und mussten nach Ende des Lockdown sämtliche Baustellen zeitgleich bedient werden, wofür jedoch das Personal fehlte. Zusätzlich gab es Probleme mit dem (Leasing-)Personal, was zu Verzögerungen und Mängeln führte, woraufhin die Auftraggeber die Zahlungen verweigerten. Dadurch sah sich der Antragsteller zum einen mit einem Forderungsausfall in Höhe von rund EUR 210.000,00 und zum anderen mit Strafzahlungen in Höhe von rund EUR 200.000,00 konfrontiert. Der Schuldner ist jedoch der Ansicht, dass die Pönalzahlungen mangels qualifizierten Verzugs nicht gerechtfertigt seien. Dieser Sachverhalt wird im Zuge des Insolvenzverfahrens noch zu untersuchen sein.

Die hohen Verbindlichkeiten, welche mit Euro 1.665.000,00 angegeben werden, ergeben sich aus der selbstständigen Tätigkeit des Schuldners, wobei den Hauptteil der Verbindlichkeiten ein Kredit bei einem Kreditinstitut ausmacht (ca. EUR 1.160.000,00). Diverse Exekutionsverfahren sind bereits anhängig.

Der Schuldner ist sorgepflichtig für seinen 2005 geborenen Sohn, der im Unternehmen des Schuldners eine Lehre absolviert. Gesamt sind 5 Dienstnehmer im Unternehmen beschäftigt.

Nach Angaben des Schuldners im Eröffnungsantrag seien Forderungen in Höhe von rund EUR 150.000,00 offen. Ob diese auch in entsprechender Höhe einbringlich gemacht werden können, wird im Insolvenzverfahren zu untersuchen sein.

Der Antragsteller ist zudem Bestbieter einer Ausschreibung betreffend den Umbau einer Volksschule. Wann jedoch dieses Bauprojekt tatsächlich durchgeführt werden wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Er ist weiters Eigentümer eine Liegenschaft samt darauf befindlichem Zweifamilienhaus, welches auch als Betriebsstandort dient. Die Liegenschaft ist jedoch pfandrechtlich (über)belastet. Eine Schätzung des Wertes ist bislang unterblieben.

Weitere Vorgangsweise 

Den Gläubigern wird ein Sanierungsplanvorschlag mit folgendem wesentlichen Inhalt angeboten:

Die Gläubiger erhalten eine Quote von 20 %, zahlbar innerhalb von 3 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Der Antragsteller beabsichtigt, die Sanierungsplanquote zumindest teilweise aus den Erlösen aus der Unternehmensfortführung zu begleichen. Die Angemessenheit sowie Erfüllbarkeit wird im Zuge des Insolvenzverfahrens zu prüfen sein.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                                      03.08.2021

Anmeldefrist:                                                 27.09.2021

Prüfungstagsatzung:                                    11.10.2021

Sanierungsplantagsatzung:                        11.10.2021

Sanierungsverwalter:                                    Dr. Gernot Franz Herzog

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.  

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Salzburg
Tel: 05 04 100 – 5000