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BURGERISTA Operations gmbh

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass die Firma BURGERISTA Operations gmbh beim Landesgericht Linz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens eingebracht hat.

Ursachen

Aufgrund des Scheiterns der außergerichtlichen Bemühungen, die Verbindlichkeiten zu regulieren, sei die Antragstellerin nunmehr zahlungsunfähig und insolvenzrechtlich überschuldet.

Alleingesellschafterin der Antragstellerin ist die BURGERISTA Invest Holding GmbH, über deren Vermögen laut Angaben im Eröffnungsantrag zeitnah die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt werden wird.

Die Antragstellerin betreibt 8 eigene Restaurants, in denen vorwiegend Burger angeboten werden. Darüber hinaus wird ein weiteres BURGERISTA Restaurant von einem Franchisepartner geführt.

Durch die im Rahmen der COVID-19 Maßnahmen verordneten Gastronomieschließungen sei es bei der Antragstellerin in den vergangenen Jahren zu Umsatzeinbußen von bis zu 75 % gekommen. Hinzu komme, dass es aufgrund der Lieferkettenengpässe Steigerungen bei den Einkaufspreisen gegeben habe. Auch die Erhöhung der Energiepreise sei ein weiterer Grund für die wirtschaftlichen Probleme.
Der Antragstellerin sei es nicht möglich gewesen, diese Preiserhöhungen zur Gänze an die KundInnen weiterzugeben, um keinen weiteren Rückgang bei den Gästetransaktionen zu riskieren.
Auch die Zurückhaltung der KundInnen aufgrund des Kaufkraftverlustes infolge der Inflation habe ihren Teil dazu beigetragen, teilweise seien die Restauranttransaktionen um bis zu 30 % zurückgegangen. Die Antragstellerin habe weitere Expansionen durch FranchisepartnerInnen geplant gehabt, eine Umsetzung unterblieb jedoch, da keine FranchisepartnerInnen gefunden werden konnten, die bereit waren, das Risiko einer Investition im Gastronomiebereich in der aktuellen Situation zu übernehmen.
Auch die Lage der Filialen, die sich im Wesentlichen auf Standorte in Einkaufszentren und Innenstädten konzentriert, sei mitursächlich, da sich Einkaufszentren derzeit angesichts der aktuellen Einkommensschwäche und Kaufkraftverluste schlecht entwickeln würden.

Die Suche nach einem Investor blieb bislang erfolglos und auch die Gesellschafter seien nicht mehr bereit gewesen, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Dadurch sei ein Insolvenzeröffnungsantrag unausweichlich geworden.

Vermögenslage und Ausblick

Die Passiva betragen im Liquidationsfall EUR 2,8 Mio., im Sanierungsfall EUR 1,2 Mio.
Der Unterschied ergibt sich daraus, dass die angeführten zusätzlichen Kosten aufgrund der Beendigung von sämtlichen Dienstverhältnissen in Höhe von rund EUR 600.000,00 sowie die Schadenersatzansprüche aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Mietverträge in Höhe von rund EUR 1 Mio. nur dann schlagend würden, wenn es zu einer konkursmäßigen Verwertung des Unternehmens käme. Von der bevorstehenden Insolvenz sind nach ersten Einschätzungen rund 45 GläubigerInnen sowie 130 DienstnehmerInnen betroffen.

Die Antragstellerin strebt den Abschluss eines Sanierungsplans mit einer Quote von 20 % an, wobei die Finanzierung durch Einstieg eines Investors erfolgen soll. Ein Finanzplan zur Fortführung des Unternehmens wurde bereits erstellt. Für den Fall der sofortigen Schließung des Unternehmens würden die Gläubiger nach Angaben im Eröffnungsantrag lediglich mit einer Quote von ca. 14,26 % rechnen können.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000