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Christof Industries Austria GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt:

Wie mit Aussendung vom 30.09.2022 bekannt gegeben, wurde über das Vermögen der Christof Industries Austria GmbH vor dem LG für ZRS Graz aufgrund eines Eigenantrags ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Das Unternehmen, welches im Anlagenbau für Industrie und Energiewirtschaft tätig ist, hat seinen Sitz in 8051 Graz, Plabutscherstraße 115 und unterhält in 4600 Wels, Linzer Straße 275, 8402 Werndorf, Am Gewerbepark 7, und 1030 Wien, Hüttenbrennergasse 5 drei Zweigniederlassungen.

Zu Beginn des Verfahrens wurden 355 Dienstnehmer beschäftigt.

Beim Unternehmen handelt es sich um eine der zentralen operativen Gesellschaften der „Christof-Unternehmensgruppe“.

Bisher ist es im Zuge des Verfahrens gelungen, das Unternehmen zu stabilisieren sowie die für die weitere Fortführung notwendige Liquidität sicherzustellen. Die in Abwicklung befindlichen rund 300 Projekte können im Wesentlichen fortgeführt werden, auch hinsichtlich der übernommenen Großprojekte konnten im Hinblick auf einzelne Aufträge bereits Lösungen erzielt werden, hinsichtlich weiterer sind Einigungen wahrscheinlich.

Heute, am 15.11.2022, fand die allgemeine Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Bisher kamen 769 Forderungen in der Gesamthöhe von rund EUR 76,735 Mio. zur Anmeldung, wovon derzeit rund EUR 54,899 Mio. anerkannt und rund EUR 21,835 Mio. bestritten sind, wobei hier größtenteils die Prüfungen noch nicht abgeschlossen werden konnten.

Die Schuldnerin hatte bereits im Insolvenzantrag selbst darauf hingewiesen, dass zur Fortführung jedenfalls auch Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich sind. Im Zuge des Verfahrens hat sich dies als zutreffend erwiesen. So wurden folgende nicht kostendeckende Unternehmensteilbereiche bereits geschlossen:

  • Werkstätte Werndorf
  • Werkstätte Wels
  • Büro Service Wien
  • Forschung und Entwicklung

Von diesen Teilbereichsschließungen waren insgesamt 55 Dienstnehmer betroffen.

Weitere Kapazitätsanpassungen stehen derzeit in Prüfung.

Dadurch konnte im Hinblick auf die angestrebte Sanierung eine Verschlankung der Fixkostenstruktur erreicht werden.

Gemeinsam mit der Schuldnerin wurde im Rahmen des erarbeiteten Reorganisationskonzeptes mittlerweile auch ein Investorenprozess im Hinblick auf den Unternehmensteilbereich „Anlagenbau“, in dem 30 Dienstnehmer beschäftigt sind und zu dem rund 30 Projekte mit mittleren Auftragsvolumen zählen, eingeleitet.

Angestrebt wird ein Sanierungsplan, wobei vorerst das Mindestanbot einer Quote von 20 % binnen 2 Jahren angeboten wird. Über diesen soll am 13.12.2022 abgestimmt werden.

Die entscheidenden Parameter werden einerseits die Finanzierung der Quote sowie die Erlangung einer Betriebsmittelfinanzierung (insbesondere eines ausreichenden Avalrahmens) nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens und andererseits noch zu prüfende Abhängigkeiten und finanzielle Verflechtungen innerhalb der Unternehmensgruppe sein.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband 

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf
Tel: 05 04 100-8160
Mobil: 0664/84 59 203