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Delta 9 Medical GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass die Delta 9 Medical GmbH, FN 509763b die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens beim Landesgericht Steyr beantragt hat und dieses auch eröffnet wurde.

Insolvenzursachen

Das Sanierungsverfahren wurde über Eigenantrag der Schuldnerin eröffnet.

Die Geschäftstätigkeit der Schuldnerin lag bislang im Anbau und Vertrieb von CBD-Blüten und der Biomasse, nunmehr wurde die Produktion umgestellt und werden laut Eröffnungsantrag Hanf-Jungpflanzen in einem speziellen Verfahren gezüchtet, sodass für medizinische Zwecke geeignete Laborpflanzen wachsen können, welche in weiterer Folge verkauft werden.

Nach eigenen Angaben liegen die Insolvenzursachen im Preisverfall bei CBD-Blüten, bedingt durch die Covid-19-Pandemie. Habe der Verkaufspreis pro Kilogramm CBD-Blüten im Jahr 2019 noch EUR 2.000,00 betragen, sei dieser im Jahr 2022 auf lediglich EUR 700,00 pro Kilo gefallen. Der Verkaufspreis der Biomasse habe 2019 noch EUR 54,00 pro Kilo betragen und sei auf zuletzt EUR 3,00 gefallen. Durch diesen Preisverfall sei es nicht mehr möglich gewesen, die avisierten Umsatzerlöse zu generieren und kam es somit zur Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Vermögen

PASSIVA // rund EUR 2 Mio.

Nach ersten Informationen verfügt die Schuldnerin über Vermögen zu Zerschlagungswerten von rund EUR 300.000,00, demgegenüber stehen Verbindlichkeiten von rund EUR 2.000.000,00 bei 30 Gläubigern, darunter 9 Dienstnehmer.

Liegenschaftsvermögen ist nicht vorhanden, die Betriebsstätte ist von einem der Gesellschafter.

Fortführung

Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Laut Eröffnungsantrag habe man durch interne Umstrukturierungen die laufenden Kosten massiv verringern und durch die Produktumstellung die Erträge erheblich steigern können. Es bestünden auch bereits zwei Verträge mit polnischen Abnehmern der gezüchteten Pflanzen, diese würden monatlich Blüten um rund EUR 20.000,00 – EUR 30.000,00 und Stecklinge um etwa EUR 8.000,00 bis EUR 11.000,00 abnehmen.

Die monatlichen Fixkosten inkl. Lohnkosten belaufen sich laut Eröffnungsantrag auf monatlich rund 20.000,00. Demgegenüber stehen zu erwartende Einnahmen von monatlich etwa EUR 30.000,00 bis EUR 35.000,00 in den nächsten drei Monaten. Eine positive Fortführung erscheint somit möglich.

Sanierungsplanvorschlag

Die Schuldnerin hat bereits im Eröffnungsantrag einen Sanierungsplanantrag mit folgendem Inhalt eingebracht: Die Insolvenzgläubiger erhalten eine 20 %ige Quote, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans, nicht aber vor rechtskräftiger Bestätigung.

Die Sanierungsplanquote soll durch die Betriebsfortführung in den nächsten zwei Jahren erwirtschaftet werden.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                               08.09.2022
Anmeldefrist:                          25.10.2022
Insolvenzverwalter:               RA Mag. Harald Gursch, Steyr
Prüfungstagsatzung:             08.11.2022
Sanierungsplantagsatzung:  22.11.2022

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000