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Econhydro GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen von Econhydro GmbH, St. Andrä 14, 9433 St. Andrä ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet wurde.

Die Verbindlichkeiten betragen rund EUR 3.492.000,-.

Es sind rund 36 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Mitarbeiter sind seit Mai 2021 nicht mehr beschäftigt.

Als reine Projektgesellschaft werden  derzeit keine Umsätze erwirtschaftet, sodass es zur Fortführung und zum Abschluss eines Sanierungsplanes an Liquidität fehlt.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens erhofft sich die Schuldnerin die Gesamtveräußerung des Projekts.

Die insolvente Gesellschaft wurde im Jahr 2016 gegründet und ist im Bereich der Energieversorgung, insbesondere mit der Herstellung und Errichtung von Wasserkraft-Speicherkraftwerken, tätig.

Bekannt wurde die Gesellschaft, da sie auf der Kärntner Seite der Koralm (Gemeinde St. Georgen im Lavanttal) ein Pumpspeicherkraftwerk plant. Derzeit befindet sich das Projekt in der finalen technischen Planung und der Erstellung der Unterlagen für die UVP sowie für deren Genehmigung.

Seit der Gründung im Jahr 2016 war DI Max Brunold alleiniger handelsrechtlicher Geschäftsführer. Seit 27.05.2021 ist nun DI Dominik Habsburg-Lothringen alleiniger handelsrechtlicher Geschäftsführer.

Habsburg-Lothringen ist auch Mehrheitsgesellschafter mit einem Anteil von 87,52 %. Weitere Gesellschafter sind Brunold Beteiligungs GmbH (Anteil 8,13 %), WSM Beteiligungs GmbH (Anteil 3,09 %) und Mag. Axel Schein mit einem Anteil von 1,27 %.

Insolvenzursachen

Als Ursachen der Insolvenz gibt die Schuldnerin an, dass  sie sich derzeit rein in der Planungs- und Projektphase befindet und daher keine Umsätze erwirtschaftet. Sie finanziert sich derzeit ausschließlich fremd, insbesondere durch gesellschafterseitige Besicherungen.

Im Jahr 2019 und 2020 kam es zusätzlich zu Verzögerungen des Projektzeitplanes, insbesondere Verfahrensverzögerung bei den UVP-Verfahren. Die ursprüngliche Kalkulation beinhaltete nicht alle notwendigen technischen und gutachterlichen Leistungen und zusätzlichen Personal- und Finanzierungskosten.

Es ergab sich daraus ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von rund EUR 2,1 Mio. Trotz aller Bemühungen von Seiten der Geschäftsführung waren jedoch die Gesellschafter nicht mehr gewillt, weitere Finanzierungen und Sicherheiten aufzustellen.

Das Projekt kann daher nicht mehr finalisiert werden.

Vermögen

PASSIVA // EUR 3.492.000,-

Von der Insolvenz sind 36 Gläubiger betroffen. Bankverbindlichkeiten von EUR 2,7 Mio sind involviert. Des weiteren bestehen EUR 342.000,- Lieferantenverbindlichkeiten, EUR 342.000,- Gesellschafterdarlehen und der Rest entfällt auf sonstige Verbindlichkeiten.

Das „Projekt in der Entwicklung“  wird mit einem Wert von EUR 650.000,- angegeben. Vorsteuerguthaben im Ausmaß von EUR 7.000,- ist auch als Aktivum angeführt.

Prognose

FORTFÜHRUNG // Nein

Die Schuldnerin plant weder den Fortbetrieb noch den Abschluss eines Sanierungsplanes. Um die Fortsetzung des Pumpspeicherprojekts zu ermöglichen, erhofft sich die Schuldnerin das Gesamtprojekt zu veräußern.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.  

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
MMag. Dr. Beatrix Jernej
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Klagenfurt
Tel: 05 04 100 – 9000