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Econocom Austria GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der Econocom Austria GmbH, FN61066d, ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet wurde.

Unternehmensdaten

Bei der Antragstellerin handelt es sich um die 1998 gegründete österreichische Tochtergesellschaft der international tätigen Econocom-Gruppe. Die Konzerngruppe ist laut Antragsunterlagen in 18 Ländern weltweit tätig und beschäftigt sich mit der Bereitstellung von IT-Infrastrukturen für Kundenunternehmen. Im Bereich der IT Finanzierung-Projekte soll der Konzern in Europa Marktführer sein.

Die antragsstellende Econocom Austria GmbH hat neben dem Hauptsitz in Wien 5 Filialen in ganz Österreich (Salzburg, Innsbruck, Enns, Graz und Dornbirn). Es werden 38 Dienstnehmer beschäftigt.

100%ige Hauptgesellschafterin der Antragstellerin ist die französische ECONOCOM SAS, welche wiederrum 100%ige Tochter der börsennotierten Econocom Group SE ist.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz ist auf den Rückgang der Einnahmen und Auftragszahlen im Hauptgeschäftsbereich, der IT-Wartung, der Antragstellerin zurückzuführen. Bereits in den Jahren 2016-2018 erwirtschaftete das Unternehmen Verluste, welche jedoch zunächst durch eine „Cash-Pooling-Vereinbarung“ konzernintern mitfinanziert wurden. Im Jahr 2019 soll noch eine positive Fortbestehensprognose möglich gewesen sein, da die Umsetzung von Restrukturierungsnahmen vorgenommen werden sollte. Alternativ war hierzu Anfang 2021 der Verkauf des Unternehmens an einen Finanzinvestor geplant. Dieser Verkauf scheiterte jedoch endgültig, so dass die Antragstellerin nunmehr ihre Insolvenzreife bekanntgab.

Vom gegenständlichen Insolvenzverfahren sollen laut Antragsunterlagen 86 Gläubiger mit Gesamtforderungen in Höhe von EUR 2.205.209,- betroffen sein.

Diesen Passiven sollen unternehmenseigene Aktiva in Höhe von EUR 1.257.750,- gegenüberstehen.

Die Antragstellerin hält Gesellschaftsanteile an ausländischen Tochtergesellschaften. Die Werthaltigkeit dieser Gesellschaftsanteile müssen noch festgestellt werden.

Weitere Vorgangsweise

An Stelle der Cash-Pooling Vereinbarung soll eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft vorliegen. Die Muttergesellschaft lehnt jedoch die Haftungsübernahme ab. Die rechtliche Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit muss nunmehr im Zuge des Insolvenzverfahrens geprüft werden.

Da keine weitere finanzielle Unterstützung von Seiten der Gesellschafter erwartet wird, ist nach eigenen Angaben der Antragstellerin eine Weiterführung und Sanierung des Unternehmens nicht möglich. Das Unternehmen wird daher zu liquidieren sein.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                              18.05.2021

Anmeldefrist:                                         21.06.2021

Insolvenzverwalter:                              Mag. Dr. Ulla Reisch, Rechtsanwältin in 1030 Wien

Berichts- und Prüfungstagsatzung:   05.07.2021

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380