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Florian Hink

Bäckerei- und Konditoreibetrieb mit Vertriebsfilialen

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen des Herrn Florian Hink, geb. 24.01.1984, beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Unternehmensdaten

Der Antragsteller betreibt im Rahmen seines nicht protokollierten Einzelunternehmens einen Bäckerei- und Konditoreibetrieb mit Eisproduktion und -vertrieb, wobei sich das Stammhaus in Wilhelmsburg an der Traisen befindet.

Beim Unternehmen des Antragstellers handelt es sich um einen bereits im Jahr 1986 ursprünglich von seinem Vater, Alois Hink, gegründeten Bäckereibetrieb in Wilhelmsburg, welcher im Jahr 2004 vom Antragsteller übernommen und modernisiert wurde.

Es bestehen folgende Filialstandorte für den Vertrieb:
• 3100 St. Pölten, Porschestraße 29 (shop-in-shop im Baumarkt Nadlinger)
• 3102 St. Pölten-Harland, Salcherstraße 102
• 3100 St. Pölten, Eichendorfstraße 71 (mit Eisverkauf)
• 3150 Wilhelmsburg an der Traisen, Hauptplatz 1 (nur Eisverkauf)
• 3160 Traisen, Mariazeller Straße 75a (Jausenstation bei „Georg Fischer“)
• 3180 Lilienfeld, Lise Prokop Straße 1 (nur Eisverkauf)

Angemerkt wird, dass der Antragsteller als alleiniger Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der Florian Hink GmbH, FN477899v, fungiert, deren Verkaufsfiliale sich im Landesklinikum St. Pölten befindet.

Im Unternehmen des Antragstellers werden aktuell 43 Dienstnehmer beschäftigt; die Löhne bzw. Gehälter wurden bis einschließlich Mai 2021 vollständig bezahlt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird vor allem im Zusammenhang mit der Coronakrise und den daraus resultierenden Problemen gesehen.

Insbesondere wird im Antrag auf das Auslaufen der Corona-Maßnahmen bedingten Stundungen seitens der Abgabenbehörden als auch Sozialversicherungsträger mit Ende Juni 2021 verwiesen, wodurch das Unternehmen trotz gewährter Hilfen nicht mehr in der Lage war, die angelaufenen Rückstände gegenüber den Abgabengläubigern sowie der Hausbank abzudecken.

Laut vorgelegter Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren rd. 70 Gläubiger betroffen.

Gemäß Angaben des Antragstellers kann vorerst von Gesamtverbindlichkeiten von rd. EUR 2,2 Mio. ausgegangen werden, wovon rd. EUR 500.000,– mit Pfandrechten besichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank werden mit rd. EUR 1,3 Mio. beziffert.

Der Antragsteller ist Eigentümer von diversen Liegenschaftsvermögen, welches teilweise dinglich besichert ist.

Weitere Vorgangsweise

Das Unternehmen soll fortgeführt und über nachstehenden Sanierungsplan entschuldet werden:

Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20%, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplanantrages.

Es wurden bereits mit Unterstützung von externen Beratern diverse Reorganisationsmaßnahmen eingeleitet, welche eine nachhaltige Sanierung gewährleisten sollen.

Im Zuge des Verfahrens wird der Antragsteller sein Erfüllungskonzept noch eingehend darzulegen haben, welches in weiterer Folge zu überprüfen sein wird.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                               11.08.2021

Anmeldefrist:                           28.09.2021

Insolvenzverwalter:                Dr. Kurt Weinreich, Rechtsanwalt in St. Pölten

Prüfungstagsatzung:              12.10.2021

Sanierungsplantagsatzung:   09.11.2021

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380