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GIPRO GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt:

Die Firma GIPRO GmbH meldet Insolvenz an.

Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Die Passiva betragen ca. EUR 7,2 Mio

84 Gläubiger und 110 Dienstnehmer.

Gläubiger sollen 20 % binnen 2 Jahren erhalten

Redimensionierung ist erforderlich.

Die GRIPO GmbH mit Sitz in 8120 Peggau, Wilhelm-Jentsch-Straße 2 hat ihre insolvenzrechtliche Überschuldung sowie Zahlungsunfähigkeit eingestanden und einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim LG für ZRS Graz gestellt. Diesem Antrag Folge gebend wurde das Verfahren eröffnet und Herr Mag. Hans Georg Popp, Bahnhofstraße 9, 8112 Gratwein zum Sanierungsverwalter bestellt.

Unternehmensdaten

 Die GIPRO GmbH wurde 1987 (damals noch unter anderem Namen) gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 218.020,00 und ist zur Gänze eingezahlt. Selbständig vertretungsbefugter Geschäftsführer ist Herr Mag. Martin Allitsch.

Das Unternehmen ist auf Herstellung von Isolatoren aus Gieß- und Epoxidharz spezialisiert.

Der Unternehmensstandort befindet sich 8120 Peggau mit einem rund 4000 m2 großen Firmengelände. Das Betriebsgelände ist angemietet.

Derzeit werden 110 Dienstnehmer beschäftigt, davon 91 Arbeiter und 19 Angestellt. Hinzukommen 3 Lehrlinge.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre zeigt noch für die Geschäftsjahre 2019, 2020 und 2021 Gewinne.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden bereits erhebliche  Verluste in der Höhe erzielt.

Die wesentlichen Gründe für diese Verlustentwicklung werden in Steigerungen der Materialkosten, die aufgrund langfristiger Verträge mit den Abnehmern im Jahr 2022 nicht den Kunden weitergegeben werden konnten, gesehen. Zudem erfolgten Kundenbestellungen aufgrund von Unsicherheiten in Lieferketten 2022 nur unregelmäßig.

Letztlich hat die bisherige Hausbank den eingeräumten Überziehungsrahmen nicht mehr verlängert. Die Gesellschaft hat somit ihre Zahlung eingestellt und ist zahlungsunfähig.

Die Aktiva sind (zu Liquidationswerten) mit EUR 2.160.000,00 zu bewerten, wobei im Falle einer going-concert Betrachtung womöglich von höheren Werten auszugehen ist.

Die Passiva sind mit rund EUR 7,2 Mio. anzusetzen.

Weitere Vorgangsweise

Angestrebt wird die Fortführung, sowie der Abschluss eines Sanierungsplans.

Seitens des Unternehmens werden Restrukturierungsmaßnahmen für notwendig erachtet, wobei insbesondere an eine Redimensionierung gedacht, wobei im Wesentlichen die Umstellung des bisherigen Dreischichtbetriebes auf einen Zweischichtbetrieb erfolgen soll.

Der Sanierungsplan bietet eine 20%ige Quote binnen 2 Jahren.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                             25.01.2023

Anmeldefrist:                                        28.02.2023

Berichts- und Prüfungstagsatzung:  14.03.2023, 11.35 Uhr

Sanierungsplantagsatzung:                04.04.2023, 10.45 Uhr

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Wolfgang Schukle
Tel: 05 04 100-8130