woman_slider

AKV-Mitgliedschaft

Ihre Vorteile durch die Mitgliedschaft:

  • AKV-Schutzpaket
  • AKV-ONLINE Service rund um die Uhr
  • einfache Beauftragung
  • günstige Tarife

Weitere Infos

HSM Stahlbau GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen HSM Stahlbau GmbH, FN322137g, ein Konkursverfahren beim Landesgericht Linz eröffnet wurde.

Unternehmensdaten / Insolvenzursache

Die Insolvenz wurde über Eigenantrag der Schuldnerin eröffnet. Die Antragstellerin stellt Stahlkonstruktionen aller Arten, wie z.B. Hallen, Brücken, Vordächer, Stadien oder auch Sonderkonstruktionen her. Darüber hinaus werden auch Schlosserleistungen erbracht. Die Kundschaften sind vorwiegend im öffentlichen Bereich zu finden, außerdem befinden sich Wohnbau-Genossenschaften sowie vereinzelt auch Industriebetriebe unter den Auftraggebern.

Nach Angaben im Eröffnungsantrag seien multiple Gründe für die Insolvenz ursächlich:

  1. Bauprojekt 1: Die Schuldnerin war an einem großen Bauprojekt beteiligt. Aus diesem Projekt, welches seitens der Schuldnerin mangelfrei fertiggestellt worden sei, schulde die Auftraggeberin der Schuldnerin rund EUR 2,4 Mio. Diesbezüglich ist ein Verfahren beim Landesgericht Wien anhängig.
  2. Bauprojekt 2: Die Auftraggeberin aus dem zweiten großen Projekt schulde der HSM Stahlbau GmbH für die fertiggestellten Projekte rund EUR 200.000,-. Trotz außergerichtlicher Einigung im Sommer d.J. liege der Schuldnerin nach wie vor kein Zahlungseingang vor.
  3. Finanzverwaltung: Die Finanzverwaltung erkenne trotz erbrachter Nachweise die geltend gemachten Verlustabschreibungen nicht an und erhebe in diesem Zusammenhang selbst Forderungen über rund EUR 1,6 Mio. Auch diesbezüglich ist ein Verfahren anhängig. Erschwerend komme hinzu, dass die Antragstellerin durch diesen Umstand keine Unbedenk-lichkeitsbescheinigung durch das BMF mehr erhalte, weshalb sie bei öffentlichen Aus-schreibungen im Zusammenhang mit Vergabeverfahren nicht mehr zum Zuge komme.
  4. Corona-Pandemie: Durch die bekannten COVID-19 Maßnahmen sei es zu einer wesentlichen Leistungsminderung im Jahr 2020 und einem damit einhergehenden Umsatzeinbruch von ca. 35 % gekommen. Dieser Umsatzeinbruch sei vom Staat in keiner Weise aufgefangen worden, woraus ein stark negatives Ergebnis im Jahr 2020 resultiere.
  5. Materialpreissteigerungen: Durch die Pandemie kam es zu Materialpreissteigerungen i.H.v. von ca. 50 %. Auch hier sei es zu keinerlei Vergütung gekommen und im Speziellen die Auftraggeber öffentlicher Hand würden die Geltendmachung der Preissteigerungen verweigern, obwohl diese im Index der WKO eindeutig belegt und nachgewiesen sind.

Gegen die Antragstellerin sind weiters 9 Passivverfahren mit Streitwerten von insgesamt rund EUR 850.000,- anhängig.

Vermögenslage

Die offenen Verbindlichkeiten betragen rund EUR 6.210.000,-.
Gemäß dem Eröffnungsantrag seien Aktiva im Wert von rund EUR 4,2 Mio. vorhanden. Durch die Insolvenz sind nach ersten Schätzungen 42 Gläubiger sowie 21 Dienstnehmer betroffen.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                  17.12.2022
Anmeldefrist:             08.02.2022
Insolvenzverwalter:  Mag. Christopher Schuster, Rechtsanwalt in 4020 Linz, Südtirolerstraße 4-6
Prüfungstagsatzung: 22.02.2022
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000