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RTi Austria GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt:

Die RTi Austria GmbH meldet Insolvenz an.
Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
123 Dienstnehmer und ca. 350 Gläubiger betroffen.
Passiva betragen rund EUR 9,58 Mio.
Fortführung und Sanierungsplan mit einer Quote von 25 % beabsichtigt.

Die Firma RTi Austria GmbH mit Sitz in 4055 Pucking, Obere Landstraße 19 hat wie bereits medial angekündigt beim LG Linz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.

Mit der zeitnahen Eröffnung des Verfahrens ist zu rechnen.

Unternehmensdaten

Das im Jahr 2002 gegründete Unternehmen ist insbesondere im Bereich des Neubaus, der Prüfung und vor allem der Sanierung von Rohrleitungsnetzen tätig, wobei man vorwiegend den österreichischen Markt bedient, aber auch international tätig ist. Auftraggeber sind vor allem die öffentliche Hand sowie Industrie- und Gewerbebetriebe.

Im Unternehmen sind aktuell 123 Dienstnehmer beschäftigt, davon 35 Angestellte, 86 Arbeiter und 2 Lehrlinge.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Hinsichtlich der Insolvenzursachen verweist man zum einen auf massive Eigenkapitalverluste im Jahr 2019 insbesondere infolge von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber der RTi international GmbH. Das Auslandsprojektgeschäft war zum anderen in den Jahren 2020 und 2021 pandemiebedingt rückläufig, sodass operative Verluste die Folge waren. Staatliche Unterstützungsleisten mussten in Anspruch genommen werden.

Zwar könne das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich positiv abgeschlossen werden, jedoch zeige die Liquiditätsplanung , dass das schuldnerische Unternehmen über keine ausreichenden liquiden Mittel verfügt, somit Zahlungsunfähigkeit vorliegt.

Die Zuführung frischer liquider Mittel über Gesellschafterseite konnte nicht erlangt werden, auch konnte man am Kreditmarkt mangels anbietbarer Sicherheiten keine entsprechenden Kreditlinien erhalten.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Insolvenzantrag EUR 9.582.329,06, davon entfallen rund EUR 1,7 Mio. auf Bankverbindlichkeiten rund EUR 3,58 Mio. auf Abgaben- und Steuerrückstände, Lieferanten
schuldet man rund EUR 3,4 Mio., sonstige Verbindlichkeiten werden mit rund EUR 985.000,00 angegeben.

An Aktiva verweist man auf Kontoguthaben von rund EUR 3 Mio. – weitere Bargelddepots für Besicherungen verpfändet sein –, die Betriebs- und Geschäftsausstattung, den Fuhrpark sowie Vorräte. Hierzu ist auszuführen, dass der Fuhrpark in Fremdeigentum (Leasing bzw. Mietkauf) stehen dürfte, auch hinsichtlich der Warenvorräte dürften teilweise Eigentumsvorbehalte gegeben sein.

Weiters sind anzuführen ein gerichtlich anhängiger Schadenersatzanspruch von rund EUR 159.000,00, sowie Beteiligungen an Gesellschaften in Tschechien, der Slowakei, in Italien sowie Rumänien.

Eine belastbare Bewertung der Aktiva wird daher erst zu erfolgen haben.

Weitere Vorgangsweise

Angestrebt wird die Fortführung des Unternehmens, wobei man auf bereits erliegende gezeichnete Aufträge mit einem Volumen von rund EUR 15 Mio. verweist. Nach dem vorgelegten Finanzplan geht man davon aus, dass die Unternehmensfortführung selbstfinanzierend verlaufen sollte, sodass ein Betrag zur Quotenfinanzierung kurzfristig möglich sein sollte. Entsprechende Überprüfungen werden kurzfristig zu erfolgen haben.

Mit der Gläubigerschaft soll letztlich ein Sanierungsplan abgeschlossen werden, welcher derzeit eine 25%ige Quote zahlbar binnen 2 Jahren vorsieht.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Mag. Daniel Nobis
Tel: 05 04 100 – 4000
Tel: 05 04 100 – 4170