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Via Nova – Verkehrsconsulting GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt:

 Die Via Nova – Verkehrsconsulting GmbH meldet Insolvenz an.

Mobilitätszentrale, welche im Auftrag der Verkehrsverbund Steiermark GmbH betrieben wird, soll übernommen/verkauft werden.

Passiva rund EUR 304.000,00.

13 Dienstnehmer und 6 Gläubiger betroffen.

Unternehmensdaten

Die Via Nova – Verkehrsconsulting GmbH hat am LG für ZRS Graz einen Insolvenzantrag eingebracht.

Das 1996 gegründete Unternehmen mit Sitz des Unternehmens in Jakominstraße 1, 8010 Graz betreibt die sogenannte Mobilitätszentrale (“Mobil Zentral”).

Im Unternehmen sind aktuell 13 Dienstnehmer beschäftigt.

Die Mobilitätszentrale wird im Auftrag der Verkehrsverbund Steiermark GmbH betrieben, wobei hier ein jährlicher Finanzierungsbeitrag zur Abdeckung der Fixkosten jeweils monatlich im Voraus geleistet wird. Einnahmen erzielt man darüberhinaus auf Provisionen aufgrund von Ticketverkäufen für verschiedene Verkehrsanbieter.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Ursachen der gegenständlichen Insolvenz liegen einerseits in den aufgrund der Corona-Krise massiv rückläufigen Zahlungen hinsichtlich der Ticketverkäufe, weiters verweist man auf eine Vereinbarung zwischen der Hausbank, dem Unternehmen sowie einem weiteren, ebenfalls in Insolvenz befindlichen Unternehmen, der Forschungsgesellschafgt Mobilität – Austrian Mobility Research FGM – Amor gemeinnützige GmbH. Hier haftet die Schuldnerin gemeinsam mit dem genannten Unternehmen als Solidarschuldner. Zumal die vom genannten Unternehmen getätigten Zahlungen weder als fremdüblich noch betrieblich gerechtfertigt angesehen wurden, wurde diese Vereinbarung im Parallelinsolvenzverfahren angefochten und führte dies letztlich zu einer Vergleichszahlung durch die Hausbank in Höhe von EUR 160.000,00, welche wiederum nunmehr das jetzt schuldnerische Unternehmen belastet.

Letztlich verweist man auch auf Malversationen des vormaligen Geschäftsführers, welcher massive unberechtigte Entnahmen getätigt hatte. Dies führte auch zu einer strafgerichtlichen Verurteilung, der Schadensbetrag von rund EUR 500.000,00 konnte jedoch zur teilweise wieder hereingebracht werden.

In Summe führten diese finanziellen Belastungen nunmehr zu einer derartigen wirtschaftlichen Schieflage, dass eine positive Fortbestehensprognose nicht mehr erstellt werden kann und man sich somit zur Stellung  eines Insolvenzantrages veranlasst sah.

Die Verbindlichkeiten betragen laut vorgelegtem Vermögensstatus rund EUR 304.000,00, welchen Aktiva von rund EUR 29.000,00 gegenübergestellt werden, resultierend insbesondere aus vorhandenen Kontenguthaben.

Weitere Vorgangsweise 

Eine Sanierung ist nicht beabsichtigt, eine Fortführung des Unternehmens scheint jedoch im Hinblick auf die angestrebte Verwertung bzw. zu einem allfälligen Betrieb der Mobilitätszentrale von Drittseite zweckmäßig.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                           01.06.2021

Anmeldefrist:                                      26.07.2021

Insolvenzverwalter:      Dr. Michael Axmann, RA, 8010 Graz, Kalchberggasse 10/I

Berichts- und Prüfungstagsatzung: 09.08.2021, 10.30 Uhr

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf
Tel: 05 04 100-8160
Mobil: 0664/84 59 203