Graz, 11.07.2019/DI

25 S 50/19v

Insolvenz KAPO Möbelwerkstätten GmbH

FN254530i


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die KAPO Möbelwerkstätten GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht für ZRS Graz Abt. 25 wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Da Sie auf der Gläubigerliste aufscheinen, übermittelt Ihnen der AKV EUROPA als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband einen Informationsbericht.

Mit dem Auftrag zur Anmeldung Ihrer Forderung bei Gericht übernehmen unsere Juristen für Sie die gesamte Abwicklung des weiteren Insolvenzverfahrens, insbesondere: 

// Wahrnehmung sämtlicher notwendiger Gerichtstermine
// Wahrnehmung außergerichtlicher Termine wie zB Gläubigerausschusssitzungen etc.
// Außergerichtliche Abklärung allfälliger Forderungsbestreitungen
// Laufende Berichterstattung über das Verfahren
// Überprüfung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit der vorgeschlagenen Sanierungsplanquote
// Einziehung und Weiterleitung der auf Ihre Forderung entfallenden Quote 
 

In diesem Verfahren melden wir für Sie Ihre Forderungen bis EUR 5.000,-- GRATIS an!
Sie bezahlen lediglich die Gerichtsgebühr in Höhe von EUR 23,--.


Unsere Konditionen finden Sie auf www.akv.at und in der Beilage. Für Fragen betreffend einer Forderungsanmeldung kontaktieren Sie uns bitte unter 05 04 1000.


Mit freundlichen Grüßen
 
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband


Mag. Markus Graf
Geschäftsstelle Graz
 
// AKV INSOLVENZINFORMATION  

VERFAHRENSDATEN
 
GESCHÄFTSZAHL // 25 S 50/19v
GERICHT // Landesgericht für ZRS Graz Abt. 25
VERFAHRENSERÖFFNUNG // 11.07.2019
ANTRAG // Eigenantrag
EIGENVERWALTUNG // Nein
VERWALTER // Cortolezis Partner Rechtsanwälte GmbH & Co KG, Hauptplatz 14, 8010 GRAZ
ANMELDEFRIST // 20.08.2019
BERICHTSTAGSATZUNG // 03.09.2019, 11:20 Uhr
PRÜFUNGSTAGSATZUNG // 03.09.2019, 11:20 Uhr
GLÄUBIGERVERSAMMLUNG // 03.09.2019, 11:20 Uhr

UNTERNEHMENSDATEN
 
NAME // KAPO Möbelwerkstätten GmbH
SITZ // Hambuchen 478, 8225 Pöllau
RECHTSFORM // GmbH
FIRMENBUCHNUMMER // FN254530i
 
 
Nachdem über die KAPO Holding GmbH am 26.06.2019 das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, hat nunmehr auch die KAPO Möbelwerkstätten GmbH neuerlich einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingebracht.
 
Die KAPO Unternehmensgruppe geht auf eine bereits im Jahr 1927 gegründete Tischlerei in Pöllau zurück, wobei man sich auf die Herstellung von Fenstern und Türen aus Holz und Holz-Alu, Portale, Wintergärten und Fassaden spezialisiert hat.
 
Die Unternehmensgruppe umfasst mehrere Unternehmen, wobei über die Harald Jodlbauer & Co GmbH, die NWW Neue Wiener Werkstätten GmbH sowie die KAPO Möbelwerkstätten GmbH im Jahr 2018 bereits Insolvenzverfahren eröffnet wurden.
 
Das vormalige Verfahren der KAPO Möbelwerkstätten GmbH endete nach Annahme eines Sanierungsplanes. Bei Verbindlichkeiten von rund EUR 6,43 Mio. war den Gläubigern eine Quote von 20 % angeboten worden, wobei 6,85 % als Barquote durch den Insolvenzverwalter ausgeschüttet wurden. Eine weitere Quote von 7 % wäre am 14.06.2019 fällig gewesen, konnte jedoch nicht mehr bedient werden.
 
Hervorzuheben ist, dass die KAPO Fenster und Türen GmbH nicht von gegenständlicher Insolvenz betroffen ist. 

Die KAPO Möbelwerkstätten GmbH hatte zuletzt am Standort 8225 Pöllau, Hambuchen 478 hochwertige Möbel produziert. Nach der vorigen Insolvenz stellte man offenbar die Produktionskapazität aufgrund eines Vertrages mit einem deutschen Geschäftspartner weitgehend diesem zur Verfügung, wohingegen dieser ein Darlehen von über EUR 300.000,00 gewährt habe.
 
Alleigesellschafterin ist die KAPO Holding GmbH, die Geschäftsführung wird nunmehr vom am 02.07.2019 bestellten Notgeschäftsführer Mag. Klaus Rieger, geb. 21.12.1962, wahrgenommen, nachdem Karl Polzhofer, geb. 26.05.1949, im Mai 2019 zurückgetreten war.
 
Im Zuge der Vorinsolvenz kam es zu Teilschließungen, sodass zuletzt nur mehr das Polsterwerk mit 13 Dienstnehmern, von ursprünglich im Unternehmen beschäftigen 94 Dienstnehmern fortgeführt worden war. Seitens des Unternehmens war jedoch damals angekündigt worden, wiederum sowohl Produktion als auch Mitarbeiterstand wiederum auszuweiten.
  
Ein ausreichender Umsatz um die laufenden Kosten sowie die Sanierungsplanquote zu finanzieren dürfte offensichtlich nicht generiert worden sein. Ein aktuelles Rechnungswesen, für welches grundsätzlich die KAPO Holding GmbH zuständig war, ist zuletzt offenbar vernachlässigt worden.
 
Die Altforderungen aus der Vorinsolvenz leben zu 65,75 %, sohin ca. EUR 4,2 Mio., wieder auf, hinzu dürften neue Verbindlichkeiten bei der GKK sowie offene Dienstnehmeransprüche kommen. Weiters sind das oben erwähnte Darlehen sowie auch Verbindlichkeiten gegenüber der Holding zu berücksichtigen, sodass derzeit von Gesamtpassiva von rund EUR 5,98 Mio. ausgegangen werden muss, wenngleich die Verbindlichkeiten gegenüber der Holding von ca. EUR 600.000,00 als Eigenkapital ersetzend und somit nachrangig einzustufen sein dürften.
 
Mangels aktueller Buchhaltung ist derzeit auch unklar, welche Aktivwerte bestehen. Offene Forderungen, welche zudem allenfalls teilweise an die finanzierende Hausbank abgetreten sein dürften, sind erst zu prüfen. Das Anlagevermögen wie auch vorhandene Vorräte werden erst zu bewerten sein. Das Anlagevermögen wurde in der Vorinsolvenz mit rund EUR 388.000,00 in Ansatz gebracht.
 
Ein aussagekräftiger Vermögensstatus wird daher erst zu erstellen sein.
  
Eine Betriebsfortführung ist aufgrund der Größe des Unternehmens und der zu sichernden Arbeitsplätze geplant, wird jedoch nur mit finanzieller Unterstützung von dritter Seite bzw. Zuführung von frischem Kapital möglich sein. Diesbezügliche Verhandlungen dürften bereits laufen und wird eine Fortführung wie auch eine mögliche Sanierung davon abhängen.
 
Ausdrücklich zu betonen ist nochmals, dass durch gegenständliche Insolvenz das Fensterwerk KAPO Fenster und Türen GmbH nicht betroffen ist.
 

 
 
// WEITERES VORGEHEN  

Um für Sie einschreiten zu können, benötigen wir folgende Unterlagen:

VOLLMACHT
firmenmäßig gefertigt (das Formular finden Sie beiliegend)

FORDERUNGSNACHWEIS
Genaue Angabe der anzumeldenden Forderungshöhe (in EURO)
Belege, die die Höhe Ihrer Forderung ausweisen wie zB RECHNUNGEN, OFFENE POSTEN-LISTEN

BANKVERBINDUNG
bitte IBAN, Internationale Bank Account Number, sowie BIC direkt auf der Vollmacht vermerken

UID-NUMMER
bitte direkt auf der Vollmacht vermerken

EIGENTUMSVORBEHALT?
Wir benötigen:
- Schriftlichen Auftrag zur Geltendmachung
- Rechtsgültige Vereinbarung des Eigentumsvorbehalts (Vermerk auf der Rechnung reicht nicht)
- Welche Waren wurden unter Eigentumsvorbehalt geliefert

KONTAKTINFO
Die gegenständliche Insolvenz wird von der Geschäftsstelle Graz betreut.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an:
AKV EUROPA
Pestalozzistraße 1/2
8011 Graz

oder einfach per Fax an:
05 04 100 8220

oder per Mail an:
graz@akveuropa.at

Sobald Ihre Unterlagen bei uns eingelangt sind, wird der AKV EUROPA für Sie tätig.

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