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AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH über Antrag des schuldnerischen Unternehmens ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien eröffnet wurde.
Unternehmensdaten
Bei der Schuldnerin handelt es sich um eine Gesellschaft, die im Bereich der Entwicklung von Immobilienprojekten tätig ist. Die Schuldnerin ist Teil der „AVORIS-Unternehmensgruppe“.
Die Schuldnerin verfügt über Immobilien und hält Beteiligungen an Tochtergesellschaften, deren Werthaltigkeit noch von der Insolvenzverwalterin überprüft werden muss.
Die Schuldnerin beschäftigt keine Dienstnehmer.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird laut Eigenantrag auf die strukturellen Herausforderungen im Real Estate Sektor zurückgeführt. Steigende Zinsen, restriktive Finanzierungsbedingungen der Kreditinstitute sowie ein deutlicher Rückgang der Transaktionsvolumnia hätten zu erheblichen Liquiditätsengpässen in der Unternehmensgruppe geführt. Hinzu seien verzögerte Projektrealisierungen und Bewertungsabschläge im Bestandsportfolio gekommen, die die wirtschaftliche Lage der Schuldnerin und der gesamten Unternehmensgruppe belastet habe.
Betroffene Gläubiger: 54
Passiva: rund EUR 11,38 Mio. laut eigenen Angaben
Aktiva: Liegenschaftseigentum und Beteiligungen an Gesellschaften
Weitere Vorgangsweise
Die Schuldnerin beabsichtigt ihr Unternehmen unter Aufsicht des Insolvenzverwalters fortzuführen bietet ihren Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 %, zahlbar binnen 2 Jahren an.
Die Quote soll nach eigenen Angaben durch den Fortbetrieb finanziert werden. Eine allfällige Unterdeckung soll von Gesellschafterseite zur Verfügung gestellt werden.
Die gesamte Unternehmensgruppe befindet sich derzeit schon in einem umfassenden Restrukturierungsprozess, der auf eine nachhaltige Neuausrichtung und Stabilisierung der Geschäftstätigkeit abzielt. Es werden Portfoliobereinigungen vorgenommen, Kostenstrukturen optimiert und die Finanzierungsarchitektur grundlegend überarbeitet.
Durch die bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen soll innerhalb der Unternehmensgruppe die erforderliche Liquidität generiert werden, insbesondere durch den Verkauf von Immobilien und Beteiligungen an Tochtergesellschaften.
Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr eingehend geprüft. Auch ist der Frage nachzugehen, ob bzw. in welcher Form dieser Sanierungsplan, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 07.04.2026
Anmeldefrist: 25.05.2026
Insolvenzverwalter: Hon.Prof. Dr. Romana Weber-Wilfert
Prüfungstagsatzung: 08.06.2026
Sanierungsplantagsatzung: 13.07.2026
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380

