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Campus Residence Grünangergasse GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Campus Residence Grünangergasse GmbH mit der Firmenbuchnummer FN 487075 m ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wiener Neustadt beantragt wurde. Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet.

Die Antragstellerin wurde im Jahr 2018 gegründet und ist Eigentümerin der Liegenschaft EZ 20496 in Wiener Neustadt. Der Unternehmensgegenstand besteht in der Vermietung von Bestandobjekten in der Liegenschaft Grünangergasse 5–7, 2700 Wiener Neustadt. In dem Objekt befinden sich insgesamt 62 vermietbare Einheiten. Ursprünglich erfolgte die Vermietung überwiegend an Studierende, zuletzt wurden freiwerdende Einheiten zunehmend auch im Rahmen von Kurzzeitvermietungen angeboten.

Nach den Antragsangaben sind im Unternehmen derzeit drei Dienstnehmer beschäftigt.

Anzumerken ist, dass über das Vermögen der Campus Residence Ungargasse GmbH mit der Firmenbuchnummer FN 487038 h, ebenfalls die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wiener Neustadt beantragt wurde. Eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Insolvenzgericht ist bislang noch nicht erfolgt. Der Unternehmensgegenstand der Campus Residence Ungargasse GmbH besteht ebenfalls in der Vermietung von Wohneinheiten auf der im Eigentum der Gesellschaft stehenden Liegenschaft EZ 20392 in der Wiener Neustädter Innenstadt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die deutlich gestiegenen Energie-, Betriebs- und Finanzierungskosten sowie auf die rückläufigen Erträge aus der Kurzzeitvermietung zurück. Nach den Angaben im Insolvenzantrag sei es nicht gelungen, die gestiegenen Kosten im erforderlichen Ausmaß an die Mieter weiterzugeben. Gleichzeitig habe sich infolge des hohen Leerstandes in der Region das Preisniveau bei Kurzzeitvermietungen negativ entwickelt.

Weiters wird ausgeführt, dass eine nachhaltige Rückführung der Finanzierungsverbindlichkeiten nicht mehr möglich erscheine. Ein eingeholtes Sachverständigengutachten habe einen deutlich unter den aushaftenden Finanzierungen liegenden Immobilienwert ergeben. Gespräche mit der finanzierenden Bank über eine Fortführungslösung und einen erforderlichen Forderungsnachlass seien letztlich erfolglos geblieben. Die Antragstellerin erachtet sich daher als überschuldet.

Als wesentliches Vermögen nennt die Antragstellerin die in ihrem Eigentum stehende Liegenschaft in Wiener Neustadt sowie das dazugehörige Inventar.

Gemäß der vorliegenden Unterlagen sind vom gegenwärtigen Insolvenzverfahren derzeit 10 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 4,4 Mio. betroffen.

Weitere Vorgangsweise

Die Antragstellerin beabsichtigt eine Fortführung des Unternehmens. Im Rahmen des beantragten Sanierungsverfahrens wurde ein Sanierungsplan vorgelegt, wonach den Insolvenzgläubigern eine Quote von 20 % binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes angeboten werden soll.

Nach den Angaben im Antrag soll das Unternehmen fortgeführt und durch entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen saniert werden. Die Vermietung an Studierende soll eingestellt und das Objekt künftig ausschließlich im Bereich der Kurzzeitvermietung betrieben werden.

Verfahrensdaten

Zum Zeitpunkt der vorliegenden Unterlagen liegt kein gerichtliches Eröffnungsedikt vor. Das Verfahren ist daher noch nicht eröffnet, und es sind keine Verfahrensdaten bekannt. Insbesondere liegen derzeit keine Geschäftszahl, kein Insolvenzverwalter, keine Anmeldefrist und keine Prüfungstagsatzung vor.

Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland

Tel: 05 04 100 – 1380