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Fleissner + Partner Gesellschaft m.b.H.
Die Fleissner + Partner Gesellschaft m.b.H. hat beim Landesgericht für ZRS Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.
Laut Antrag sind rund 80 Gläubiger und 13 Dienstnehmer betroffen.
Die Passiva betragen rund EUR 7,25 Mio.
Die Fortführung und Sanierung des Unternehmens ist beabsichtigt.
Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 % zuzüglich Superqote aus einer Treuhandsanierung angeboten.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass die Fleissner + Partner Gesellschaft m.b.H. einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht für ZRS Graz gestellt hat. Mit der zeitnahen Eröffnung ist zu rechnen.
Unternehmensdaten
Das im Jahr 1990 gegründete Unternehmen mit Sitz in 8010 Graz, Körösistraße 64a/IV/12 erbringt Generalplanungs-, Projektentwicklungs- und Bauträgerleistungen.
Im Unternehmen sind aktuell 13 Dienstnehmer beschäftigt.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Das Unternehmen verweist im Antrag darauf, dass zwar keine insolvenzrechtliche Überschuldung, jedoch Zahlungsunfähigkeit vorliegt.
Hintergrund sind die Auswirkungen eines mittlerweile fertiggestellten Hotelprojektes in Wien. Laut Insolvenzantrag kam es im Zuge dieses Projektes zu erheblichen Mehrkosten, wobei jedoch mit dem Auftraggeber nach entsprechender Aufklärung eine Einigung erzielt worden sei, sodass entsprechende Zahlungen zunächst geleistet wurden. Darauf aufbauend hat auch die Alleingesellschafterin des Unternehmens erhebliche Mittel zur Ermöglichung der Projektfinalisierung beigebracht.
Nach Fertigstellung und Übergabe des Projekts sowie Aufnahme des Hotelbetriebs seien jedoch die weiteren Zahlungen eingestellt worden und habe hier bis zuletzt eine außergerichtliche Lösung nicht erreicht werden können. Die aus diesem Projekt offene Forderungen wird mit rund EUR 3,2 Mio. brutto beziffert.
Die Verbindlichkeiten betragen laut vorgelegtem Vermögensstatus EUR 7.252.000,00, wobei rund EUR 4,2 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber Professionisten entfallen, rund EUR 2,7 Mio. betreffen verbundene Unternehmen. Der Rest entfällt auf Dienstnehmeransprüche, Rückstellungen, etc..
Die Aktiva beziffert man mit EUR 5.124.000,00, wobei rund EUR 4,1 Mio. auf offene Forderungen bzw. vorhandene Guthaben entfallen, abrechenbare Leistungen beziffert man mit rund EUR 922.000,00.
Weitere Vorgangsweise
Angestrebt wird die Fortführung des Unternehmens, wobei das Unternehmen laut eigener Darstellung in mehrere erfolgversprechende Bau- bzw. Entwicklungsprojekte involviert sei. Aus einem Großprojekt (eine zu finalisierende Veräußerung einer Liegenschaftskaufoption), welches das Unternehmen in der nächsten Zeit auslasten wird, sollten kurzfristig rund EUR 586.000,00 lukrierbar sein.
Den Gläubigern wird ein Sanierungsplanvorschlag unterbreitet, welcher einerseits eine Barquote von 20 % vorsieht, weiters soll über eine Treuhandsanierung der Anspruch aus dem Hotelprojekt auch den Gläubigern zugutekommen, wobei bei gänzlicher Einbringlichmachung eine 100%ige Quote für die Gläubiger unter gleichzeitigem Rangrücktritt der Gläubiger aus der Gesellschaftersphäre möglich wäre.
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000

