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GASOKOL GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass die GASOKOL GmbH, FN 138911g, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Landesgericht Linz eingebracht hat. Das Verfahren wurde am heutigen Mittwoch, den 15. April 2026 als Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Zur Insolvenzverwalterin wurde die Linzer Rechtsanwältin Fr. Mag. Elisabeth Huber, LL.B. P LL.M. bestellt..

Insolvenzursachen

Die Antragstellerin mit Sitz in 4351 Saxen wurde bereits im Jahr 1981 als Einzelunternehmen gegründet und ist seitdem im Bereich der Solarthermie tätig. Der operative Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Produktion solarthermischer Komponenten sowie auf der Planung, Umsetzung, Inbetriebnahme und Wartung von Solaranlagen. Neben der Herstellung umfasst das Leistungsspektrum vor allem projektbezogene Lösungen für Wohnbau, Landwirtschaft, kleinere und mittlere Wärmenetze sowie ausgewählte industrielle Anwendungen.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens war über viele Jahre hinweg stabil. Bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 wurden quasi durchwegs positive Ergebnisse erzielt. In den Folgejahren kam es jedoch zu einer spürbaren Verschlechterung der Ertragslage.

Diese Entwicklung ist laut öffentlichen im Wesentlichen auf ein schwieriges Marktumfeld zurückzuführen.

Besonders belastend wirkten sich eine volatile Nachfragesituation, der Rückgang relevanter Marktsegmente, eine kapitalintensive Projektabwicklung sowie der damit verbundene hohe Bedarf an laufender Finanzierung aus. Zusätzlich kam es immer wieder zu zeitlichen Verschiebungen von Aufträgen, da Investitionsentscheidungen von Kundenseite zurückgestellt wurden.

Zur Stabilisierung wurden bereits Maßnahmen zur Kostenreduktion gesetzt, unter anderem im Personalbereich. Parallel dazu führte die Geschäftsführung Gespräche mit potenziellen Investoren. Obwohl diese laut Auskünften im Eröffnungsantrag zeitweise aussichtsreich erschienen, kam es letztlich zu keiner Einigung, was die bereits angespannte Liquiditätslage weiter verschärfte.

Insgesamt war es dem Unternehmen schlussendlich nicht mehr möglich, den laufenden Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen, was in letzter Konsequenz zum Insolvenzeröffnungsantrag und der nunmehrigen Eröffnung eines Sanierungsverfahrens führte.

Vermögenslage

Im Eröffnungsantrag werden Verbindlichkeiten von rund EUR 2,6 Mio. angeführt.

Auf der Aktivseite verfügt die Gesellschaft über betrieblich genutzte Liegenschaften am Standort Saxen, die jedoch pfandrechtlich belastet ist. Darüber hinaus sind eine betriebliche Infrastruktur, Produktionsanlagen, Lagerbestände. sowie technisches Know-how vorhanden. Beteiligungen an anderen Unternehmen bestehen nicht.

Prognose

Laut Auskünften im Eröffnungsantrag soll das Unternehmen fortgeführt werden und liege ein umfangreicher Auftragsbestand vor. Insbesondere stehe die mögliche Vergabe eines größeren Projekts im Raum, welches als Grundlage für eine Fortführung dienen soll.

Der aktuell vorgelegte Sanierungsplanantrag lautet aktuell auf das gesetzliche Mindesterfordernis und damit wie folgt:

Die Insolvenzgläubiger erhalten auf ihre Forderungen eine 20 %ige Quote, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans.

Ob dieser Sanierungsplanantrag schlussendlich angemessen und finanzierbar ist, wird von Insolvenzverwalterin Fr. Mag. Huber, LL.B. P LL.M. im Zuge des nunmehr eröffneten Sanierungsverfahrens zu prüfen sein.

Verfahrensdaten

Eröffnung: 15.04.2026

Anmeldefrist: 12.06.2026

Insolvenzverwalter: Fr. Mag. Elisabeth Huber, LL.B. P LL.M., Rechtsanwältin in 4020 Linz

Prüfungstagsatzung: 26.06.2026

Sanierungsplantagsatzung: 24.07.2026

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA

Alpenländischer Kreditorenverband

Mag. Daniel Nobis, LL.B.

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000