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Ing. H. Gradwohl GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt,  dass über das Vermögen Ing. H. Gradwohl GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt wurde.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin ist die Ing. H. Gradwohl GmbH mit Sitz in 3390 Melk, Bürgertalweg 2. Das Unternehmen wurde im Jahr 1980 gegründet und ist in den Bereichen Druckerei sowie Kunststoffverarbeitung tätig. Neben dem Hauptstandort in Melk betreibt die Antragstellerin weitere Betriebsstätten in Melk sowie in Wimpassing an der Pielach. Die Antragstellerin befand sich bereits im Jahr 2023 in einem Insolvenzverfahren, das mit einem Sanierungsplan abgeschlossen wurde, sämtliche Quoten wurden beglichen.

Als Geschäftsführer fungiert Mag. Rainer Gradwohl, der die Gesellschaft selbstständig vertritt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf einen deutlichen Rückgang der Nachfrage, insbesondere im Bereich der Point-of-Sale-Produkte, sowie auf strukturelle Veränderungen in wesentlichen Abnehmerbranchen zurück. Dadurch kam es zu nachhaltigen Umsatzrückgängen und einer Verringerung des Auftragsvolumens.  Zusätzlich wurde die wirtschaftliche Lage durch massiv gestiegene Rohstoff-, Energie- und Personalkosten belastet. Diese Kostensteigerungen konnten aufgrund der angespannten Wettbewerbssituation nur eingeschränkt an Kunden weitergegeben werden. Auch externe Entwicklungen, insbesondere geopolitische Einflüsse, wirkten sich negativ auf die Kostenstruktur aus.

Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen und intensiver Bemühungen um eine Fortführungsfinanzierung konnte keine ausreichende Finanzierung sichergestellt werden, wodurch schließlich ein akuter Liquiditätsengpass eintrat.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 75 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 2.6 Mio. betroffen, welchen liquide Mittel von rund EUR 490.000 gegenüberstehen.

Die Antragstellerin beschäftigt rund 160 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer.

Weitere Vorgangsweise

Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten.

Vorgesehen ist eine Quote von 20 %, zahlbar innerhalb von 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA

Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland

Tel: 05 04 100 – 1380