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Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H. (FN66508g) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Feldkirch beantragt wurde.
Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet.
Unternehmensdaten
Die Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H. mit Sitz in 6841 Mäder ist ein seit dem Jahr 1991 im Handel und Vertrieb von Blumen tätiges Familienunternehmen und betreibt darüber hinaus ein Gartencenter. Das Unternehmen umfasst mehrere Teilbereiche, insbesondere das Gartencenter
(„Waibel Shop“), Anlassfloristik, landwirtschaftliche Produktion, Handel im ToGo-Vertrieb sowie Verwaltung und Marketing. Der wirtschaftlich bedeutendste Bereich ist das Gartencenter, welches im Jahr 2022 umfassend modernisiert wurde.
Alleingesellschafter und Geschäftsführer ist Herr Marco Waibel, geboren am 26.12.1979. Als gewerberechtliche Geschäftsführerin fungiert Frau Jasmin Waibel, geboren am 20.08.1980.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die durch die Ukraine-Krise ausgelöste wirtschaftliche Entwicklung sowie die nachfolgende Inflation zurück, welche zu einer deutlichen Verringerung der Kaufkraft geführt haben. Gleichzeitig führten Überkapazitäten am Markt und eine verschärfte Wettbewerbssituation zu erheblichen Umsatzrückgängen, insbesondere im B2B-Bereich, der letztlich eingestellt werden musste. Zudem kam es im Zuge der Umstellung des Unternehmenskonzepts sowie durch bauliche Verzögerungen im B2C-Bereich zu einer zusätzlichen Belastung der Liquidität. Schließlich verschärfte die Ankündigung der finanzierenden Bank, Kreditlinien nicht weiterzuführen, die Situation maßgeblich.
Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 28 Gläubiger betroffen. Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich jedoch auf rund EUR 2,49 Mio.
Der Geschäftsbetrieb verfügt über notwendige Maschinen und Betriebsausstattung, jedoch über kein Immobilieneigentum.
Von der Insolvenz sind derzeit 23 Dienstnehmer betroffen.
Weitere Vorgangsweise
Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen zu restrukturieren und sich künftig auf den wirtschaftlich tragfähigen Bereich des Gartencenters zu konzentrieren.
Den Gläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans eine Quote von 20%, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans, angeboten. Ob eine Verbesserung der Quote möglich ist, wird im Zuge des Verfahrens zu prüfen sein.
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Vorarlberg
Tel: 05 04 100 – 2000

