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StreamView GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der StreamView GmbH (FN 512989x) am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren beantragt wurde.

Unternehmensdaten / Vermögenslage

Bei der Antragstellerin handelt es sich um ein im Jahr 2019 gegründetes österreichisches Unternehmen mit Sitz in Wien, das sich auf den Vertrieb von Smart-TV-Geräten spezialisiert hat. Das Kerngeschäft besteht darin, gebrandete TV-Produkte in Europa und internationalen Märkten zu vertreiben. Das Unternehmen tritt dabei nicht als Hersteller, sondern als Marken- und Vertriebspartner auf und arbeitet mit einem chinesischem Produktionspartner zusammen.

Die Antragstellerin hält 100-%-Beteiligungen an mehreren internationalen Tochtergesellschaften, die überwiegend reine Vertriebsorganisationen sind. Dazu zählen die Landesgesellschaften in Spanien/Portugal (Stream View Iberia SL), Frankreich/Benelux (Stream View France SAS / Thomson Electronic), Italien/Malta (Stream View Italia Srl.), die Stream View Electronic Trading LLC für den Nahen Osten und Afrika sowie die Stream View Hong Kong Ltd. für Asien und CIS. Eine Ausnahme bildet die Stream View MEA s.a.l./ Libanon, die als interne Servicegesellschaft für Buchhaltung und administrative Aufgaben für die ganze Unternehmensgruppe fungiert.

Die Antragstellerin beschäftigt derzeit 35 Dienstnehmer, davon 30 in Österreich. Ein Dienstnehmer wird in Finnland beschäftigt, 4 weitere in Deutschland. Löhne und Gehälter wurden bis einschließlich März 2026 bezahlt.

Gemäß vorliegender Unterlagen sind vom gegenständlichen Verfahren derzeit rund 765 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten der Antragstellerin belaufen sich laut eigenen Angaben im Liquidationsfall auf rund EUR 36,6 Mio. Diese Summe ergibt sich aus Passiva von etwa EUR 32,2 Mio. zu Liquidationswerten, zuzüglich rund EUR 4 Mio. an Zusatzpassiva (u. a. Dienstnehmer- und Vertragsbeendigungskosten).

Die Aktiva der Antragstellerin setzen sich laut dem im Insolvenzantrag enthaltenen Status im Wesentlichen aus Warenbeständen (Buchwert rund EUR 8 Mio./ Liquidationswert rund EUR 1,7 Mio.) offenen Forderungen (rund EUR 16,1 Mio.) und einer Büroausstattung zusammen.

Insolvenzursachen

Die Antragstellerin führt ihre Insolvenz vor allem darauf zurück, dass die Zusammenarbeit mit ihrem chinesischen Hauptlieferanten und Finanzierungspartner letztlich zusammenbrach. Parallel scheiterten in weiterer Folge Gespräche mit einem möglichen Investor. Dadurch verlor die Antragstellerin sowohl einen wichtigen Lieferanten als auch den zentralen Finanzierungspartner.

Weitere Vorgangsweise

Eine Fortführung des Unternehmens ist derzeit nicht geplant.

Das Unternehmen soll nach einer – mit der Insolvenzverwaltung noch abzustimmenden – zeitlich begrenzten Unternehmensfortführung geschlossen werden. Die Antragstellerin erhofft sich hieraus eine Optimierung der Erlöse aus einer allfälligen Verwertung des Unternehmens.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA

Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380