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IQ Card Vertriebs GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der IQ Card Vertriebs GmbH, FN292467z ein Insolvenzverfahren in Form eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Linz eröffnet worden ist.

Unternehmensdaten

Die IQ Card Vertriebs GmbH ist seit 2007 im Firmenbuch eingetragen und betreibt am Unternehmensstandort in der Auerspergstraße 19, 4021 Linz ein Unternehmen im Bereich des „sonstigen Großhandels“.  Bekannt wurde die Schuldnerin durch ihre Tankkarte, die „IQ Card“, welche rund 65.000 Kunden zählte.

Die IQ Card Vertriebs GmbH ist 100 %ige Tochter der Julius Stiglechner GmbH, über deren Vermögen kurz vor Weihnachten des letzten Jahres ebenso ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

Der operative Betrieb der Schuldnerin wird nach eigenen Angaben eingeschränkt fortgeführt und werden derzeit keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt.

Insolvenzursachen

Das nunmehrige Abgleiten der Schuldnerin in die nunmehrige Insolvenz kann somit als direkte Folge der unerwarteten Insolvenz der Muttergesellschaft betrachtet werden. Diese führte zu erheblichen Umsatzrückgängen und massiven Zahlungsausfällen, welche direkt auf die IQ Card Vertriebs GmbH durchschlugen.

Nicht nur stellten die Banken die Finanzierung ein, sondern verweigerten mehrere Tankstellenketten die Akzeptanz der IQ Card ein – teilweise sofort und ohne Vorankündigung. Dies reduzierte die Einnahmen der Vertriebsfirma drastisch und führte zu einem weiteren Vertrauensverlust.

Am Freitag, den 13. Februar 2026 veröffentlichte die Schuldnerin ein Statement auf ihrer Homepage, wonach Bemühungen, einen „Fortbetrieb der IQ Card Vertriebs GmbH (wenn auch im Rahmen eines notwendigen gerichtlichen Sanierungsverfahrens) zu ermöglichen“ gescheitert seien und die „IQ Card auch im Stiglechner-Netz nicht weiter akzeptiert“ werde. Außerdem wurde in dem Statement angekündigt, im Laufe der Woche einen Insolvenzeröffnungsantrag zu stellen, was nunmehr verwirklicht wurde.

Vermögenslage

Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst durch den Insolvenzverwalter überprüft werden. Laut der uns vorliegenden Unterlagen bestehen die wesentlichen Vermögenswerte der Schuldnerin aus Kundenforderungen (freie von rund EUR 5,75 Mio., zedierte von rund EUR 530.000,– sowie rund EUR 1 Mio für noch nicht abgerechnete Betankungen ab 01.02.2026), Forderungen von rund EUR 2,75 Mio. gegenüber verbundenen Unternehmen, Barvermögen, Kundenstamm sowie Daten von 5680 Akzeptanztankstellen.

Demgegenüber stehen Passiva in Höhe von rund EUR 12 Mio. und sind von dieser Insolvenz derzeit rund 430 Gläubiger betroffen.

Nach Vorliegen einer Inventarisierung sowie der Schätzung eines vom Insolvenzverwalter noch zu bestellenden Gutachters kann der genaue Wert des im schuldnerischen Unternehmen befindlichen Anlage- und Umlaufvermögens bekanntgegeben werden. Auch sind etwaig offene Forderungen noch vom der Insolvenzverwaltung auf deren Werthaltigkeit sowie Einbringlichkeit hin zu überprüfen.

Weitere Vorgangsweise

Die Antragsstellerin strebt eine Entschuldung mittels nachstehenden Sanierungsplanvorschlags an. Demnach wird den Gläubigern folgender Sanierungsplan angeboten:

Die Insolvenzgläubiger erhalten eine 20 %ige Quote, zahlbar in 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr eingehend geprüft. Der Alpenländische Kreditorenverband wird auch der Frage nachgehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Zahlungsvorschlag, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.

Der Alpenländische Kreditorenverband bietet Ihnen gerne an, Sie bestmöglich zu vertreten, Ihre Forderung beim Insolvenzgericht anzumelden sowie Ihnen über den Fortgang zu berichten.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                                    24.02.2026

Anmeldefrist:                                              21.04.2026

Insolvenzverwalter:                                    Dr. Peter Shamiyeh, Rechtsanwalt in 4020 Linz

Insolvenzverwalter-Stellvertreterin:       Mag. Christina Rupprecht, Rechtsanwältin in 4020 Linz

Prüfungstagsatzung:                                  05.05.2026, 9:00 Uhr

Sanierungsplantagsatzung:                       16.06.2026, 9:00 Uhr

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Tirol/Vorarlberg
Tel: +43(0)5 04 100 – 2000