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Kaiser-Gesellschaft m.b.H.
Über das Vermögen der Kaiser-Gesellschaft m.b.H. wurde aufgrund eines Eigenantrages ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eröffnet.
Von der Insolvenz sind 87 Gläubiger betroffen.
Die Gesamtpassiva betragen rund EUR 7,42 Mio.
Zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung waren 44 Dienstnehmer beschäftigt.
Eine Unternehmensfortführung bzw. Sanierung wird nicht angestrebt, das Unternehmen soll liquidiert werden.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Kaiser-Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in 8121 Deutschfeistritz, Am Feldboden 2 ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eröffnet wurde.
Zur Insolvenzverwalterin wurde die Kohlfürst Rechtsanwalts GmbH, v.d. Mag. Stefan Kohlfürst bestellt.
Unternehmensdaten
Die Antragstellerin wurde im Jahr 1973 gegründet und ist ein etablierter Hersteller von Betonmischanlagen für die Transportbeton- und Fertigteilindustrie. Vom Standort Deutschfeistritz aus werden maßgeschneiderte Komplettlösungen, Umbauten, Ersatzteile sowie Serviceleistungen für nationale und internationale Kunden erbracht.
Handelsrechtlicher Geschäftsführer der Antragstellerin ist Dipl.-Ing. Gernot Kaiser. Als Prokurist fungiert Wolfgang Kober. Gesellschafter der Gesellschaft sind Dipl.-Ing. Gernot Kaiser mit einer Beteiligung von 90 % sowie Dr. Helga Kaiser mit einer Beteiligung von 10 %.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Krieges und die damit verbundenen massiven Materialpreis- und Kostensteigerungen zurück. Dadurch mussten mehrere Großprojekte in den Jahren 2023 und 2024 aufgrund pönalisierter Fertigstellungstermine mit Verlust abgeschlossen werden, was zu einer negativen Eigenkapitalentwicklung führte.
Weiters hätten die entstandenen Verluste dazu geführt, dass für Ausschreibungen und Vergabeverfahren notwendige Liquiditätskennzahlen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß nachgewiesen werden konnten. Dadurch seien wesentliche Aufträge ausgeblieben. Zusätzlich hätten geopolitische Entwicklungen und steigende Kosten die Margen weiter belastet. Schließlich sei eine bereits geplante Investorenbeteiligung im Oktober 2026 überraschend beendet worden. In weiterer Folge habe die Hauptbank den Betriebsmittelrahmen gesperrt, wodurch die Bedienung von Lieferanten- und Dienstnehmerforderungen nicht mehr möglich gewesen sei. Dadurch sei letztlich Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 87 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 7,42 Mio. betroffen. Rund EUR 4,87 Mio. entfallen auf Bankverbindlichkeiten, Lieferanten schuldet man rund EUR 2,39 Mio., der Rest entfällt auf Dienstnehmer, Abgaben etc.
Die Antragstellerin verfügt an Aktiva über Betriebs- und Geschäftsausstattung, Lagerbestände, Forderungen sowie betrieblich genutzte Liegenschaften am Standort Deutschfeistritz. Die Aktiva bewertet man mit rund EUR 3,88 Mio.. Darüber hinaus bestehen nach Angaben der Antragstellerin mehrere nahezu fertiggestellte Projekte, aus deren Finalisierung zusätzliche Erlöse erzielt werden könnten, wobei man die fertigzustellenden Arbeiten mit rund EUR 4,38 Mio. bewertet.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung beschäftigte die Antragstellerin 44 Dienstnehmer.
Weitere Vorgangsweise
Ein Antrag auf Sanierung wurde nicht eingebracht. Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Das Unternehmen soll liquidiert werden. Man hat sich ausdrücklich mit der konkursrechtlichen Schließung des Unternehmens einverstanden erklärt.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 03.11.2026
Anmeldefrist: 31.12.2026
Insolvenzverwalter: Kohlfürst Rechtsanwalts GmbH, 8046 Graz
Berichts- und Prüfungstagsatzung: 14.01.2027, 11.00 Uhr
Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf
Tel: 05 04 100-8160
Mobil: 0664/84 59 203

