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Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH zur GZ 26 S 30/26b am Landesgericht Eisenstadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Unternehmensdaten

Die Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurückblickt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in der Hauptstraße 18 in 8383 Weiten, Bezirk Jennersdorf.

Das Unternehmen wurde als Firma Karl Lang & Sohn gegründet und beschäftigte sich ursprünglich mit der Arbeit als Hufschmied. Im Jahr 1977 erfolgte die Betriebsübernahme durch Karl Lang, der die Schlosserei als Meisterbetrieb eröffnete. Die Geschäftsführung des Betriebs obliegt heute Markus und Dietmar Lang, den Söhnen von Karl Lang.

Das Produktportfolio umfasst eine Vielzahl von hochwertigen Metall- und Glaselementen, darunter Zäune, Geländer, Treppen, Fassaden und Portale. In der Schlosserei in Welten, im Bezirk Jennersdorf im Burgenland, werden Portale, Blumentröge, Balkone, Treppen, Geländer, Zäune sowie komplexe Alu-Portalkonstruktionen, Alu-Fassadenkonstruktionen, Verglasungsarbeiten, Schiebe- und Falttürenelemente geplant und gebaut.

Geschäftsführer und Gesellschafter sind seit 23.05.2017 Markus Lang, geboren 23.09.1980 (Anteil Stammeinlage 24 %) und Dietmar Lang, geboren 06.04.1984 (Anteil Stammeinlage 24 %)

Weiterer Gesellschafter ist Karl Lang, geboren 25.02.1954 (Anteil Stammeinlage 52 %)

Das Stammkapital beträgt EUR 35.000,00 und wurde zur Gänze einbezahlt.

Die Schuldnerin beschäftigt zum Zeitpunkt der Antragstellung 20 Dienstnehmer. Die Löhne und Gehälter sind teilweise seit Dezember 2025 ausstehend.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Schuldnerin sind laut eigenen Angaben im Wesentlichen auf einen deutlichen Rückgang des Auftragsvolumens in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 zurückzuführen. Mehrere große Auftraggeber haben wegen der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation Projektvorhaben verschoben, beziehungsweise vollständig storniert.

Die Bemühungen um neue Auftraggeber, sowie ein verstärkter Fokus auf den Privatkundensektor haben leider nicht die gewünschten Ergebnisse erbracht. Daher sah sich die Schuldnerin gezwungen die Sanierung im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens zu betreiben.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren derzeit 28 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 867.000,00 betroffen.

Demgegenüber stehen Aktiva in Höhe von rund EUR 112.000,00. Dieser Betrag ergibt sich aus den offenen Kundenforderungen.

Weitere Vorgangsweise

Die Schuldnerin beabsichtigt die Fortführung Ihres Unternehmens und strebt in weiterer Folge eine Entschuldung im Rahmen eines Sanierungsplans an.

Hierfür wird den Insolvenzgläubigern zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen derzeit eine 20%ige Quote geboten, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans.

Dieser Sanierungsplan soll unter anderem durch Optimierungen im Betrieb, Steigerung des Auslastungsgrads und durch einen strikten Sparkurs finanziert werden. Laut eigenen Angaben ist die aktuelle Auftragssituation zufriedenstellend und kann der angepeilte Zielumsatz für 2026 erreicht werden.

Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr jedoch eingehend geprüft. Auch ist der Frage nachzugehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Sanierungsplanvorschlag, welcher lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.

Verfahrensdaten

Eröffnung: 17.03.2026

Anmeldefrist: 20.04.2026

Berichts- & Prüfungstagsatzung: 04.05.2026

Sanierungs- & Schlussrechnungstagsatzung: 01.06.2026

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland

Tel: 05 04 100 – 1380