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Kilger KG
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die Kilger KG, nachdem bereits über das Vermögen mehrerer Gesellschaften der „Kilger-Gruppe“ Insolvenzverfahren eröffnet wurden, mit Sitz in 8430 Leibnitz, Grazer Straße 170, ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet wurde.
Zum Insolvenzverwalter wurde die KWP Insolvenzabwicklungs GmbH, Kaiserfeldgasse 7, 8010 Graz bestellt.
Unternehmensdaten
Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 13.04.2017 gegründet. Persönlich haftender Gesellschafter ist Johann Kilger, Kommanditistin die zu GZ 25 S 58/26f des LG für ZRS Graz insolvente Domaines Kilger GmbH. Unternehmensgegenstand ist im Wesentlichen die Vermietung bzw. Verpachtung von Liegenschaftsobjekten samt Zubehör in Leibnitz und Heimschuh.
Dienstnehmer werden nicht beschäftigt.
Insolvenzursachen / Vermögenswerte
Die Ursachen der Insolvenz dürften darin liegen, dass in Folge der Insolvenzen innerhalb der „Kilger-Gruppe“, insbesondere der Domaines Kilger GmbH & Co KG, seitens der finanzierenden Bank die Kreditlinie fällig gestellt wurde und Versuche einer Prolongation bzw. Stundung erfolglos blieben.
Die Verbindlichkeiten betragen rund EUR 2,679 Mio., wovon rund EUR 2,447 Mio. auf Bankverbindlichkeiten entfallen, rund EUR 224.000,– betreffen die Domaines Kilger GmbH & Co KG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern sind daher gering.
An Aktiva sind vor allem die beiden Liegenschaftsobjekte in Leibnitz und Heimschuh vorhanden, aus welchen monatliche Mieteinnahmen in Höhe von EUR 5.650,– netto erzielt werden, welche mit rund EUR 2,5 Mio. in Ansatz gebracht werden. Unter Abzug von Aus-/Absonderungsrechten gibt man die sonderrechtefreien Aktiva mit rund EUR 73.000,– an.
Weitere Vorgangsweise
Das Unternehmen soll fortgeführt werden und wird den Gläubigern ein vorerst den gesetzlichen Mindesterfordernissen entsprechender Sanierungsplanvorschalg unterbreitet:
Die Insolvenzgläubiger erhalten auf ihre Insolvenzforderungen eine Sanierungsplanquote von insgesamt 30 %, zahlbar längstens binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans; nicht jedoch vor rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplanes.
Die Finanzierung soll insbesondere aus der Verwertung der Liegenschaftsobjekte erfolgen, wobei man davon ausgeht, dass nicht nur die pfandrechtlich besicherten Verbindlichkeiten vollständig abgedeckt werden können, sondern auch ein darüber hinaus gehender Erlös zur quotalen Befriedigung der unbesicherten Gläubiger verbleiben wird.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 22.07.2026
Anmeldefrist: 10.09.2026
Gläubigerversammlung: 06.08.2026, 12.15 Uhr
Berichts- und Prüfungstagsatzung: 24.09.2026, 11.00 Uhr
Sanierungsplantagsatzung: 08.10.2026, 10.00 Uhr
Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf
Tel: 05 04 100-8160
Mobil: 0664/84 59 203

