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KMS Bau GmbH
Die KMS Bau GmbH meldet Insolvenz an.
Sanierung beabsichtigt.
Überschuldung beträgt rund EUR 1,8 Mio.
Ca. 45 Gläubiger betroffen.
Aktuell hat das Unternehmen 4 Dienstnehmer, zuvor 22 Dienstnehmer beschäftigt.
Die Gläubiger sollen eine Quote von 20 % erhalten.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die KMS Bau GmbH beim Landesgericht für ZRS Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht hat. Dem Antrag wurde Folge gegeben und ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.
Zur Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Herr Mag. Bertram Schneeberger, RA, Habersdorfer Straße 1, 8230 Hartberg bestellt.
Unternehmensdaten
Das im Jahr 2024 gegründete Unternehmen mit Sitz in 8251 Bruck an der Lafnitz, Karnerviertel 204 ist im Bereich Mauertrockenlegungen und Bauwerksarbeiten tätig.
Saisonalbedingt sind die meisten der zuletzt gemeldeten 22 Dienstnehmer aktuell nicht im Unternehmen beschäftigt, aktuell sind nur 4 Dienstnehmer aufrecht gemeldet.
Das Unternehmen ist 100%ige Tochtergesellschafter der KMS Holding GmbH, wobei zu dieser weitere Gesellschaften gehören, mit welchen man offenbar Kooperationen bzw. Synergieeffekte nutzt. Weitere Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind aber von gegenständlicher Insolvenz nicht betroffen.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Zu den Insolvenzursachen führt man aus, dass es infolge der strukturellen und vor allem konjunkturellen Herausforderungen im Nachhang der Corona-Pandemie (Stichwort Preissteigerungen) einerseits zu einem deutlichen Umsatzrückgang und somit insgesamt andererseits zu einer massiven Verschlechterung der Liquiditätslage gekommen ist.
Die Verbindlichkeiten betragen laut Insolvenzantrag EUR 2.751.695,63, wobei Bankverbindlichkeiten von rund EUR 873.600,00, Lieferantenverbindlichkeiten von rund EUR 1.322.500,00 vorliegen, der Rest entfällt auf Dienstnehmerforderungen, Steuer- und Abgabenrückstände sowie Sonstige.
Zu den Aktiva verweist man auf das vorhandene Betriebsvermögen (Vorräte, Maschinen, Werkzeug, Fuhrpark) mit einem angegebenen Wert von rund EUR 900.000,00, sowie offene Forderungen im Betrag von rund EUR 50.000,00.
Es errechnet sich sohin eine Überschuldung von EUR 1.801.695,63.
Weitere Vorgangsweise
Das Unternehmen soll unter Setzung von Restrukturierungsmaßnahmen zur Senkung der Fixkosten fortgeführt werden, wobei ein vorgelegter Finanzplan bis einschließlich Juni 2026 einen positiven Cash-flow aufweist. Insbesondere ist offenbar eine „flexiblere“ Personalplanung beabsichtigt, um den Personalstand an die jeweilige Auslastung des Unternehmens anzupassen.
Angestrebt wird der Abschluss eines Sanierungsplanes, wobei die diesbezüglichen Geldmittel aus den laufenden Ergebnissen der Unternehmensfortführung generiert werden sollen. Der Sanierungsplan sieht eine 20%ige Quote innerhalb von 2 Jahren in 4 Raten zu je 5 % vor.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 05.03.2026
Anmeldefrist: 07.04.2026
Berichts- und Prüfungstagsatzung: 21.04.2026, 11.20 Uh
Sanierungsplantagsatzung: 19.05.2026, 11.25 Uhr
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Markus Graf

