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KMV GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der KMV GmbH zur GZ 32 S 7/26f am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet wurde.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin betreibt ein Unternehmen im Bereich der Vermietung von Baumaschinen, Lastkraftwagen, Anhängern sowie Höhenzugangstechnik. Die vermieteten Geräte werden überwiegend an Unternehmen des Baugewerbes überlassen.

Der operative Geschäftsbetrieb wurde im Zuge der Übernahme eines bereits seit dem Jahr 1990 bestehenden Einzelunternehmens aufgebaut, welches zuvor über langjährige Erfahrung in diesem Geschäftsbereich verfügte. Die Schuldnerin führt diesen Geschäftsbetrieb seit ihrer Gründung fort.

Geschäftsführer ist Ing. Martin Kampel, geboren 12.09.1997. Dieser vertritt seit 12.06.2025 selbstständig.

Alleingesellschafterin ist die Kampel Holding GmbH (Anteil Stammeinlage 100%).

Das Stammkapital beträgt EUR 10.000,00 und wurde zur Hälfte einbezahlt.

Die Schuldnerin beschäftigt zum Zeitpunkt der Antragstellung keine Dienstnehmer.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Antragstellerin sind laut eigenen Angaben im Wesentlichen auf eine nicht nachhaltige Finanzierungsstruktur zurückzuführen. Der Maschinenpark wurde teilweise über Mietkauf- und Leasingfinanzierungen aufgebaut, wodurch laufende Finanzierungskosten entstanden, die im Verhältnis zur Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft eine zunehmende Belastung darstellten.

Im Zuge dieser Entwicklung kam es zu Rückständen gegenüber einzelnen Finanzierern. Die notwendige Aufarbeitung der bestehenden Finanzierungsstruktur, sowie die eingeleiteten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Neuausrichtung des Unternehmens, erforderten einen längeren Zeitraum als ursprünglich erwartet, wodurch sich die Liquiditätssituation der Antragstellerin weiter verschlechterte.

Nachdem der Versuch der außergerichtlichen Sanierung scheiterte, sah die Schuldnerin sich gezwungen, die Sanierung im Rahmen eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens zu betreiben.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren derzeit 23 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 2 Mio. betroffen.

Weitere Vorgangsweise

Die Schuldnerin beabsichtigt die Fortführung ihres Unternehmens und strebt in weiterer Folge eine Entschuldung im Rahmen eines Sanierungsplans an.

Hierfür wird den Insolvenzgläubigern zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen derzeit eine 30%ige Quote geboten, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans.

Die Fortführung des Unternehmens erscheint laut eigenen Angaben weiterhin möglich, da der operative Geschäftsbetrieb grundsätzlich tragfähig ist, weiterhin Nachfrage nach den vermieteten Maschinen besteht und ein funktionsfähiger Maschinenpark vorhanden ist.

Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr jedoch eingehend geprüft. Auch ist der Frage nachzugehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Sanierungsplanvorschlag, welcher lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.

Verfahrensdaten

Eröffnung: 13.03.2026

Anmeldefrist: 25.06.2026

Berichtstagsatzung & Gläubigerversammlung: 21.05.2026

Prüfungs- & Sanierungsplantagsatzung: 09.07.2026

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland

Tel: 05 04 100 – 1380