- Twitter – AKV EUROPATwitter – AKV EUROPA Insolvenzticker
- LinkedIn – AKV EUROPALinkedIn – AKV EUROPA
- Youtube – AKV EUROPAYoutube – AKV EUROPA
AKV-Mitgliedschaft
Ihre Vorteile durch die Mitgliedschaft:
- AKV-Schutzpaket
- AKV-ONLINE Service rund um die Uhr
- einfache Beauftragung
- günstige Tarife
Marinomed Biotech AG
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Marinomed Biotech AG, FN 276819m, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Korneuburg beantragt wurde.
Unternehmensdaten
Die Antragstellerin wurde im Jahr 2006 gegründet und ist ein börsenotiertes biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Korneuburg. Das Unternehmen entwickelt Produkte und Technologien in den Bereichen Immunologie und Virologie und beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung innovativer Therapieansätze auf Basis der proprietären Marinosolv-Technologie. Der Unternehmensstandort befindet sich in Korneuburg.
Vorstandsmitglieder der Antragstellerin sind Dipl. Ing. Dr. Andreas Grassauer und Mag. Dr. Eva Prieschl-Grassauer.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung werden 30 Dienstnehmer beschäftigt. Die Gehälter wurden nach den Angaben im Antrag bis einschließlich Juni 2026 bezahlt.
Insolvenzursachen / Vermögenswerte
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf das Ausbleiben wesentlicher Earn-Out-Zahlungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts zurück. Nach den Angaben im Insolvenzantrag wurden die Verhandlungen mit dem Vertragspartner kurzfristig abgebrochen, wodurch die für die Finanzierung des bereits bestätigten Sanierungsplans vorgesehenen Mittel nicht mehr zuflossen. Zusätzlich verweist die Antragstellerin auf den kapitalintensiven Finanzierungsbedarf eines forschungsorientierten Biotechnologieunternehmens.
Die Antragstellerin war bereits im Jahr 2024 insolvent, dieses Verfahren ist mit der Annahme eines 30 %igen Sanierungsplanes aufgehoben worden.
Zu berücksichtigen ist in dieser Sache der Umstand, dass eine 20 %ige Quote von der Schuldnerin bezahlt wurde, womit diese 66,67 % der ursprünglichen Gläubigerforderungen getilgt hat. Ihre seinerzeitige Forderung lebt daher mit 33,33 % wieder auf.
Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 87 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 22,68 Mio. betroffen.
Die Antragstellerin verfügt insbesondere über geistiges Eigentum in Form von Patenten und Marken sowie über eine Betriebsliegenschaft in Korneuburg. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts, deren wirtschaftliche Realisierbarkeit nach Angaben der Antragstellerin wesentlich für die weitere Entwicklung des Verfahrens ist.
Weitere Vorgangsweise
Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt das Unternehmen zu sanieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten.
Vorgesehen ist ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 %. Die erforderlichen Mittel sollen aus dem Fortbetrieb des Unternehmens, der weiteren Kommerzialisierung bestehender Produkte, Restrukturierungsmaßnahmen sowie aus der Verwertung beziehungsweise Durchsetzung bestehender Ansprüche bereitgestellt werden.
Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380

