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Markus Kern & Co Erdbau und Transport GmbH
Die Markus Kern & Co Erdbau und Transport GmbH mit Sitz in Straß in der Steiermark hat beim LG für ZRS Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.
Den Gläubigern wird eine Quote von 20 % zahlbar binnen 24 Monaten angeboten.
123 Gläubiger und 31 DienstnehmerInnen betroffen.
Die Passiva zu Liquidationswerten liegen bei rund EUR 3.318.000,00.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die Markus Kern & Co Erdbau und Transport GmbH beim Landesgericht für ZRS Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht hat. Dem Antrag wurde Folge gegeben und ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Zur Insolvenzverwalterin wurde die Kanzlei Kohlfürst Rechtsanwalts GmbH, v.d. Mag. Stefan Kohlfürst, in 8046 Graz, St. Veiter Straße 99 bestellt.
Unternehmensdaten
Das Unternehmen wurde 2014 gegründet. Gesellschafter sind Herr Markus Kern und die MK Holding GmbH.
Als Geschäftsführer fungiert Herr Markus Kern.
Das Unternehmen ist Alleingesellschafterin der MaKe Abbruch GmbH.
Das Unternehmen ist im Bereich Erdbau und Recycling tätig und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Erdbau, Transport, Abbruch und Rückbau inklusive Recycling von Baumassen an.
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung werden 31 DienstnehmerInnen beschäftigt.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Zu den Insolvenzursachen verweist man, auch hier, auf die beginnend mit der Covid-19-Pandemie eingetretenen strukturellen Veränderungen in der Baubrache insbesondere auf die gestiegenen Zinsbelastungen und länger dauernden Genehmigungsverfahren, was auftraggeberseitig zu Projektverschiebungen bzw. Absagen und insgesamt generell geringerer Bauaktivität geführt habe. Ferner verweist man auf die allgemein gestiegenen Kosten (Personal-, Treibstoff- und allgemeine Betriebskosten).
Man habe, auch unter Einbindung externer Berater, Restrukturierungsmaßnahmen gesetzt und begonnen den Betrieb entsprechend zu verkleinern.
Schlussendlich habe sich ein Großauftrag nicht als kostendeckend erwiesen, zumal auftraggeberseitig die erhobenen Mehrkostenforderungen nicht anerkannt wurden. Auch seien zuletzt insgesamt mehrere Aufträge abgesagt bzw. verschoben worden.
Derzeit sei nicht ausreichende Liquidität gegeben, um sämtliche fällige Verbindlichkeiten bedienen zu können.
Die Passiva (zu Liquidationswerten) werden mit rund EUR 3.318.000,00 beziffert, wovon erhebliche Teile auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfällt. Dem stehen Aktiva (zu Liquidationswerten) von rund EUR 483.000,00 gegenüber.
Weitere Vorgangsweise
Es ist beabsichtigt das Unternehmen fortzuführen und wird den Insolvenzgläubigern ein den gesetzlichen Mindesterfordernissen entsprechender Sanierungsplanvorschlag unterbreitet, wonach 20 % binnen 2 Jahren bezahlt werden sollen.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 25.02.2026
Anmeldefrist: 09.04.2026
Berichts- und Prüfungstagsatzung: 23.04.2026, 11.30 Uhr Sanierungsplantagsatzung: 21.05.2026, 10.00 Uhr
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000
Mag. Wolfgang Schukle
Tel: 05 04 100-8000

