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Metaloop Europe GmbH (vorm. ROMSH GmbH)
Die Metaloop Europe GmbH (vormals ROMSH GmbH) hat beim Landesgericht für ZRS Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht.
Laut Antrag sind rund 153 Gläubiger und 10 Dienstnehmer betroffen.
Die Passiva betragen rund EUR 11,08 Mio.
Die Fortführung und Sanierung des Unternehmens ist beabsichtigt.
Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 % , zahlbar binnen 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplans angeboten.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Metaloop Europe GmbH (vormals ROMSH GmbH), FN638630m, am Landesgericht für ZRS Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde.
Unternehmensdaten
Die Schuldnerin ist im internationalen Handel mit Sekundärmetallen tätig, wobei der Schwerpunkt auf Kupfer, Aluminium und Edelstahl liegt.
In ihrer Funktion als Vermittlerin verbindet sie industrielle Quellen mit Abnehmern wie Hütten- und Schmelzbetrieben und übernimmt dabei sämtliche Schritte des Handelsprozesses – von der Preisfestlegung über die Organisation der Transporte bis hin zur finanziellen Abwicklung.
Der Unternehmenssitz befindet sich in Graz, wo zentrale Bereiche wie Geschäftsleitung, Teile des Managements, der operative Handel, Logistik sowie unterstützende Funktionen angesiedelt sind.
Zusätzlich besteht ein Standort in Wien, an dem insbesondere der Finanzbereich verortet ist.
Die Geschäftsbeziehungen der Antragstellerin bestehen überwiegend mit großen Industrieunternehmen in Europa, die häufig mehrere Standorte betreiben.
Die Schuldnerin selbst entstand durch die Verschmelzung der Schrott24 GmbH mit der ROMSH GmbH (Eintragung: 14.11.2025) und firmiert seither als Metaloop Europe GmbH, die das operative Geschäft fortführt.
Die Schrott24 GmbH (FN460642s, Graz) wurde 2016 gegründet und mit der Verschmelzung gelöscht; sie war unter der Marke Metaloop im Metallrecycling tätig.
Die ROMSH GmbH wurde 2024 gegründet und am 14.11.2025 in Metaloop Europe GmbH umbenannt.
Bei der Schuldnerin sind derzeit 10 Dienstnehmer beschäftigt. Löhne und Gehälter wurden bis inklusive Mai ausbezahlt.
Gemäß vorliegender Unterlagen bewertet die Schuldnerin ihre Aktiva mit rund EUR 10,2 Mio. Hierunter fallen vor allem die Waren und Vorräte des Umlaufvermögens mit rund EUR 2,66 Mio. sowie offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6,44 Mio.
Vom gegenständlichen Verfahren sind 153 Gläubiger mit Gesamtforderungen in Höhe von rund EUR 11,08 Mio. betroffen
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Das Geschäftsmodell der Schuldnerin basiert auf einer eigens entwickelten IT-Lösung für den effizienten Metallhandel und wurde zunächst als eigenkapitalfinanziertes Start-up aufgebaut.
Nach einer verlustreichen Aufbauphase mit steigenden Umsätzen erreichte das Unternehmen Anfang 2026 den Break-even und arbeitet seither aufgrund einer Fokussierung auf margenstärkere Geschäfte sowie effizientere Strukturen leicht profitabel.
Die Liquidität blieb jedoch angespannt, da weitere Eigenkapitalzuführungen ausblieben. Dies führt zu erhöhtem Aufwand im Tagesgeschäft, eingeschränkter Geschäftsentwicklung und Vertrauensverlust bei Partnern. Zusätzlich belasten eine schwache Industriekonjunktur, volatile Rohstoffmärkte und strengere regulatorische Vorgaben das wirtschaftliche Umfeld.
Trotz positiver operativer Entwicklung reichen die Mittel gemäß eigener Angaben jedoch nicht aus, um anstehende Kreditrückzahlungen zu bedienen. Mangels weiterer Finanzierung besteht daher keine positive Fortbestehensprognose.
Weitere Vorgangsweise
Das schuldnerische Unternehmen soll fortgeführt und über nachstehenden
SANIERUNGSPLAN
entschuldet werden:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20%,
zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplanes.
Die Sanierungsplanquote soll zunächst durch den Abbau von Lagerbeständen und die Einziehung offener Forderungen sowie in weiterer Folge aus den laufenden Erträgen des Geschäftsbetriebs finanziert werden.
Der konkrete Sanierungsplan wird von der Schuldnerin gemäß eigenen Angaben rechtzeitig vor der Abstimmungstagsatzung noch präzisiert bzw. angepasst.
Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr eingehend geprüft. Der Alpenländische Kreditorenverband wird auch der Frage nachgehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Zahlungsvorschlag, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.
Verfahrensdaten
Eröffnung: 17.06.2026
Anmeldefrist: 04.08.2026
Insolvenzverwalter: Dr. Helmut Klementschitz, Rechtsanwalt, Friedrichgasse 6/12, 8010 Graz
Berichts- und Prüfungstagsatzung: 18.08.2026, 11.00 Uhr
Sanierungsplantagsatzung: 08.09.206, 10.15 Uhr
Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000

