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METRADE PACKAGING GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der METRADE PACKAGING GmbH, FN484010f, ein Insolvenzverfahren in Form eines Konkursverfahrens eröffnet wurde, nachdem diese einen Insolvenzeröffnungsantrag beim Landesgericht Linz eingebracht hat.

Insolvenzursachen

Die antragstellende Schuldnerin wurde im Jahr 2017 gegründet und ist als Verpackungs‑ und Gastronomiegroßhändlerin tätig. Ausgangspunkt der Geschäftstätigkeit der METRADE PACKAGING GmbH war der Vertrieb von Verpackungslösungen für die Gastronomie, insbesondere für den Fast‑Food‑Bereich. In den Folgejahren wurde das Sortiment jedoch schrittweise erweitert, zuletzt auch um Hygieneartikel sowie Lebensmittel und Getränke, wodurch sich das Unternehmen zu einem Vollsortimenter für Gastronomiebetriebe entwickelte. Der Unternehmenssitz befindet sich in Pasching, zugleich der wirtschaftliche Mittelpunkt des Betriebes. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 31 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer bei der METRADE PACKAGING GmbH beschäftigt.

In den letzten Monaten kam es zu einem starken Unternehmenswachstum, das jedoch nicht mit einer entsprechenden Anpassung der organisatorischen und kaufmännischen Strukturen einherging. Dadurch war eine ordnungsgemäße Buchführung nicht mehr sichergestellt, was wiederum die Beschaffung externer Finanzierungen oder Investoren erschwerte. Zusätzlich führte eine umfangreiche Betriebsprüfung zu erheblichen Steuernachzahlungen, die aus dem laufenden Geschäftsbetrieb nicht mehr aufgebracht werden konnten. Die Kombination aus organisatorischen Defiziten, Liquiditätsengpässen und hohen Abgabenforderungen mündete schließlich in der Zahlungsunfähigkeit.

Vermögenslage

Im Eröffnungsantrag werden Verbindlichkeiten von rund EUR 1,7 Mio. bei 5 Gläubigern angeführt. Davon entfallen etwa EUR 735.000,00 auf Lieferantenverbindlichkeiten sowie rund EUR 965.000,00 auf öffentliche Gläubiger, insbesondere Abgaben‑ und Sozialversicherungsrückstände.

Die Schuldnerin verfügt laut Eröffnungsantrag über kein Liegenschaftsvermögen, jedoch über ein ausgeprägtes Warenlager im Buchwert von rund EUR 505.600,00 sowie offene Kundenforderungen in Höhe von rund EUR 480.000,00. Außerdem besteht freies Bank‑ und Kassaguthaben von zusammen rund EUR 35.000,00. Hinzu kommt nicht unwesentliches Anlagevermögen, welches einen Buchwert laut Eröffnungsantrag von etwa EUR 250.000,00 aufweist. Ob und in welcher Höhe die angegebenen Vermögenswerte tatsächlich einbringlich gemacht werden können, wird sich im Laufe des Verfahrens weisen.

Prognose

Eine Sanierung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Grundsätzlich besteht Einverständnis mit der Schließung des Betriebes, wobei eine kurzfristige Fortführung nur insoweit angedacht ist, als dies für die bestmögliche Verwertung des vorhandenen Warenlagers erforderlich erscheint. Das Warenlager besteht zu großen Teilen aus verderblichen Waren und ist eine kurzfristige Verwertung geboten.

Der weitere Verlauf des Verfahrens wird daher maßgeblich von der Verwertung der Vorräte, der Einbringlichkeit offener Forderungen sowie der Abwicklung bestehender Miet‑ und Leasingverhältnisse abhängen. Eine konkrete Quotenaussage ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Verfahrensdaten

Eröffnung: 28.04.2026
Anmeldefrist: 19.06.2026
Insolvenzverwalter: Mag. Christopher Schuster, Rechtsanwalt in 4020 Linz
Prüfungstagsatzung: 03.07.2026

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA

Alpenländischer Kreditorenverband

Mag. Daniel Nobis, LL.B.

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000