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NG Korrosionsschutz GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der NG Korrosionsschutz GmbH, FN196280y, am heutigen Freitag, den 16. Jänner 2026 ein Insolvenzverfahren in Form eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wels eröffnet worden ist.

Das Verfahren wurde auf Eigenantrag der Schuldnerin eingeleitet. Zum Masseverwalter wurde Mag. Clemens Krabatsch, Rechtsanwalt in 4600 Wels bestellt.

Insolvenzursachen

Die NG Korrosionsschutz GmbH ist seit 2000 im Firmenbuch eingetragen und betreibt am Unternehmensstandort in der Franz-Fritsch-Straße 11, 4600 WELS ein Unternehmen im Bereich des Großhandels mit chemischen Erzeugnissen und von Mineralölerzeugnissen.

Der Unternehmensgegenstand umfasst ein breites Spektrum, insbesondere die Erzeugung und den Handel mit chemischen Produkten, technischen Ölen und Schmiermitteln, den Betrieb von Tankstellen, den Handel mit Waren aller Art, Güterbeförderung sowie Beteiligungs- und Vermietungsaktivitäten. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen eine Person (den Geschäftsführer).

Das Unternehmen verfügt darüber hinaus über eine Betriebsstätte in 4910 Ried im Innkreis, Bahnhofstraße 60.

Die wesentliche Ursache der wirtschaftlichen Schieflage liegt in der Situation der Betriebsstätte in Ried im Innkreis. Im Zuge der Insolvenz der früheren Liegenschaftseigentümerin im Jahr 2016 kam es zu einem Eigentümerwechsel. Die neue Eigentümerin, die Immo Ried GmbH, übernahm die Liegenschaft auf Grundlage eines Gutachtens vom 26.11.2015, in dem der Verkehrswert aufgrund erheblicher Kontamination des Erdreichs stark reduziert wurde.

Das Gutachten stellte fest, dass sich auf dem Grundstück rund 12.350 Tonnen belastetes Erdreich befinden, davon etwa 1.000 Tonnen gefährlicher Abfall. Die dafür notwendigen Sanierungsmaßnahmen wurden mit rund EUR 2.162.300,00 veranschlagt. Sanierungen wurden bis heute nicht durchgeführt.

Die daraus resultierenden erheblichen baulichen und technischen Mängel der Betriebsstätte verunmöglichen eine ordnungsgemäße Produktion. Mehrjährige Rechtsstreitigkeiten mit der Eigentümerin brachten ebenfalls keine Entlastung. Weitere interne Sanierungsmaßnahmen blieben erfolglos, weshalb letztlich der Antrag auf Eröffnung des Sanierungsverfahrens notwendig wurde.

Vermögenslage und Ausblick

Laut dem vorgelegten Vermögensstatus verfügt das Unternehmen lediglich über Aktiva von rund EUR 75.500,00, wobei es sich um Schätzwerte zu Liquidationswerten handelt.

Demgegenüber stehen Passiva aus der Bilanz in Höhe von rund EUR 2.35 Mio.

Die Antragstellerin erklärt, dass die Mittel zur Fortführung des Unternehmens vorhanden sind und eine erforderliche Fortführungskaution kurzfristig geleistet werden kann. Die Fortführung der Betriebsstätte wird trotz vorhandener Mängel als betriebsnotwendig erachtet.

Der Erfolg des Sanierungsverfahrens wird jedoch maßgeblich davon abhängen, ob eine tragfähige Lösung hinsichtlich der schwer belasteten Betriebsstätte in Ried im Innkreis erzielt werden kann.

Die Antragsstellerin strebt eine Entschuldung mittels nachstehenden Sanierungsplanvorschlags an. Demnach wird den Gläubigern folgender Sanierungsplan angeboten:

Die Insolvenzgläubiger erhalten eine 20 %ige Quote zahlbar wie folgt:

  • 10 % innerhalb von 6 Wochen ab Annahme des Sanierungsplanes,
  • weitere 5 % binnen 12 Monaten nach Annahme des Sanierungsplanes und
  • weitere 5 % binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplanes.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                                                                 16.01.2026

Anmeldefrist:                                                           05.03.2026

Insolvenzverwalter:                                                Mag. Clemens Krabatsch, Rechtsanwalt in 4600 Wels

Prüfungstagsatzung:                                              19.03.2026

Sanierungsplantagsatzung:                                 23.04.2026

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Mag. Daniel Nobis, LL.B.
Tel: 05 04 100 – 4000