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Nothegger Transport Logistik GmbH
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass heute am Landesgericht Innsbruck die Berichts- und Prüfungstagsatzung im Insolvenzverfahren der Nothegger Transport Logistik GmbH stattgefunden hat.
Inhalt der heutigen Tagsatzung war zunächst der Bericht der Insolvenzverwaltung über die bisherige Fortführung des Unternehmens seit der Insolvenzeröffnung sowie im Anschluss die Abhaltung der Prüfungstagsatzung.
Im Zuge der Tagsatzung hat die gerichtliche bestellte Insolvenzverwalterin über die bisherigen Ergebnisse der Unternehmensfortführung berichtet. Denn die Schuldnerin möchte das Unternehmen fortführen, sie hat einen Sanierungsplan angekündigt.
Das schuldnerische Unternehmen wurde 1992 gegründet und ist seither im Transportgewerbe tätig. Es werden 191 Mitarbeiter im Unternehmen und weitere 270 Mitarbeiter in verbundenen Unternehmen beschäftigt. Die Schuldnerin fährt mit über 300 geleasten/gemieteten Zugfahrzeugen und ebenso vielen LKW-Aufliegern/-Anhängern, die zum überwiegenden Teil im Fremdeigentum stehen.
Entsprechend groß ist der tägliche Liquiditätsbedarf der Schuldnerin.
Die Fortführung war bisher von der angespannten Liquidität der Schuldnerin gekennzeichnet, da die Kundenforderungen für vor Insolvenzeröffnung erbrachte Leistungen aufgrund einer Factoring Vereinbarung an die Bank abgetreten sind und somit lange keine Einnahmen für die Insolvenzmasse erzielt werden konnten. Weiters belasteten die in etwa mit dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung stark ansteigenden Treibstoffpreise die Fortführung, da eine umgehende Anpassung der Preise für bereits zugesagte Leistungen nicht möglich war. Mittlerweile konnte aber bei neuen Vertragsabschlüssen mit angepassten Preisen gearbeitet werden.
Der Mitarbeiterstand konnte bisher im Wesentlichen beibehalten werden.
Sodann wurden auch die fristgerecht von den Gläubigern angemeldeten Forderungen geprüft. Somit wurden heute 388 Forderungen über einen Betrag von EUR 36.415.270,66 geprüft. Von diesen EUR 36.415.270,66 wurden (vorerst) einmal nur EUR 15.437.407,20 als zu Recht bestehend anerkannt. Die restlichen Forderungen wurden bestritten.
Die Bestreitungsfrist zur Einbringung der Feststellungsklage wurde mit einem Monat bestimmt.
Es sind aber nach Fristablauf noch zahlreiche weitere Forderungen eingegangen, die heute noch nicht geprüft werden konnten. Diese werden in einer erst noch anzuberaumenden nachträglichen Prüfungstagsatzung zu prüfen sein.
Aufgrund der Ergebnisse der heutigen Tagsatzung gehen wir davon aus, dass die Schuldnerin einen Sanierungsplan einbringen wird. Das Gesetz sieht dafür eine Mindestquote von 20% binnen 2 Jahren vor. Die Quote dürfte aber nach aktuellem Stand nicht aus dem operativen Geschäft erzielbar sein. Es wird also finanzieller Unterstützung von dritter Seite bedürfen.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Tirol
Tel: 05 04 100 – 1380

