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PartyLite Handelsgesellschaft m.b.H.

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen PartyLite Handelsgesellschaft m.b.H., (FN 152113 x), ein Konkursverfahren beim Handelsgericht Wien beantragt wurde.

Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet.

Die Antragstellerin ist eine 100%-Tochtergesellschaft der schweizerischen PartyLite Trading S.A. und Teil eines internationalen Konzerns im Bereich Home Decor und Duftprodukte.

Unternehmensdaten

Die PartyLite Handelsgesellschaft m.b.H. hat ihren Sitz in Wien und ist im Bereich des Handels mit Waren aller Art, insbesondere Geschenkartikeln, tätig.

Das Unternehmen vertreibt Duftwachskerzen, unparfümierte Kerzen, Raumdüfte, weitere Wachsprodukte sowie entsprechendes Zubehör. Der Vertrieb erfolgte überwiegend im Direktvertrieb über selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sowie über einen Online-Shop.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die Entscheidung des US-amerikanischen Konzern-Eigentümers zurück, sich aus dem europäischen Markt zurückzuziehen und das Europageschäft nicht fortzuführen. In weiterer Folge geriet die Muttergesellschaft PartyLite Trading S.A. in Liquiditätsschwierigkeiten, wodurch sich auch die Versorgung der Antragstellerin mit Waren und finanzieller Unterstützung verschlechterte.

Zusätzlich stellte im August 2026 ein wesentlicher IT-Dienstleister seine Leistungen wegen offener Forderungen ein. Dadurch waren insbesondere Abrechnungen und Bestellabwicklungen nicht mehr möglich. Der Online-Shop musste geschlossen werden, der operative Geschäftsbetrieb wurde eingestellt.

Nach Angaben der Antragstellerin ist eine Fortführung nicht darstellbar. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber der Muttergesellschaft, werden als nicht werthaltig angesehen. Eine positive Fortbestehensprognose konnte nicht erstellt werden. Die Antragstellerin hat daher ihre Zahlungen eingestellt.

Den Unterlagen zufolge verfügt die Antragstellerin noch über offene Forderungen sowie Bankguthaben. Darüber hinaus besteht ein Kundenstock, dessen Verwertbarkeit derzeit noch ungeklärt ist. Wesentliche Anlagewerte oder Warenbestände sind hingegen nicht vorhanden.

Von dem beantragten Insolvenzverfahren sind aufgrund der ausgegebenen Gutscheine eine Vielzahl von Gläubigerinnen und Gläubigern betroffen. Die Antragstellerin beziffert ihre Gesamtverbindlichkeiten nach heutigem Stand auf rund EUR 703 Mio.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist ein Dienstnehmer beschäftigt. Das Gehalt wurde laut Antrag bis einschließlich September 2026 bezahlt.

Weitere Vorgangsweise

Die Antragstellerin strebt keinen Sanierungsplan an.

Die beantragte Verfahrenseröffnung dient der Verwertung des vorhandenen Vermögens.

Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt.

Das Unternehmen soll liquidiert werden.

Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland

Tel: 05 04 100 – 1380