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Rath GmbH

Die Rath GmbH hat beim LG für ZRS Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt.

23 Dienstnehmer uns 54 Gläubiger sind betroffen.

Die Passiva belaufen sich auf EUR 3.986.018,58.

Eine Sanierung ist geplant.

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die Rath GmbH mit Sitz in 8211 Großpesendorf einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht hat. Mit einer zeitnahen Verfahrenseröffnung ist zu rechnen.

Unternehmensdaten

Beim schuldnerischen Unternehmen handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, welche im Jahr 2006 gegründet wurde. Gesellschafter sind Frau Maria Rath und Herr Josef Rath. Geschäftsführer ist Herr Josef Rath und tritt Frau Maria Rath als Prokuristin auf.

Gegenstand des Unternehmens ist sowohl der Betrieb einer Tankstelle, eines Cafes, als auch eines Lebensmittelhandels jeweils unter der Marke „yes“. Beim Shop handelt es sich um einen Nahversorger der Region und wird das Cafe als lebendiger gesellschaftlicher Treffpunkt in der Region bezeichnet.

Im Unternehmen sind aktuell 23 Dienstnehmer beschäftigt.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Zu den Insolvenzursachen verweist man darauf, dass die Covid-19-Pandemie ab März 2020 zu einer erheblichen negativen Geschäftsentwicklung geführt habe. Obwohl es sich beim schuldnerischen Unternehmen um einen Mischbetrieb gehandelt hat, welcher von den behördlichen Betriebsschließungen lediglich im Bereich der Gastronomie betroffen war, kam es dennoch zu erheblichen Umsatzrückgängen, wobei jedoch aufgrund der fortgesetzten Betriebsmöglichkeit keinerlei Corona-Förderungen und Unterstützungsleistungen bezogen werden konnten.

Man habe in weiterer Folge aufgrund kurzfristig positiver wirtschaftlicher Prognosen die Entscheidung getroffen das Unternehmen umfassend zu modernisieren, wobei die dazu erforderlichen Umbauarbeiten mit erheblichen Kosten verbunden waren. Die kalkulierten Umbaukosten in der Höhe von rund EUR 1,76 Mio. wurden letztlich erheblich überschritten, sodass sich die tatsächlichen Kosten auf etwa EUR 2,5 Mio. belaufen haben. Zudem konnten erwartete Förderungen nur in einem weit geringeren Ausmaß lukriert werden.

Insgesamt haben die erheblich gestiegenen Zinsbelastungen für die Finanzierung der Umbauten zu einer massiven zusätzlichen Belastung geführt. Ungeachtet einer Reduktion des Mitarbeiterstandes sowie sonstige Einsparungsmaßnahmen sei es in weiterer Folge nicht mehr möglich gewesen, die fälligen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Passiva werden mit EUR 3.986.018,58 beziffert, wobei ein überwiegender Teil auf Bankverbindlichkeiten entfällt. Demgegenüber werden die Aktiva zu Buchwerten mit EUR 5.105.373,83 dargestellt. Die Schuldnerin verfügt über Liegenschaften bei denen jedoch von einer erheblichen pfandrechtlichen Belastung auszugehen sein wird.

Weitere Vorgangsweise

Eine Fortführung des Unternehmens wird angestrebt. Den Gläubigern wird vorerst ein den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechender Sanierungsplan angeboten (20 % binnen 2 Jahren). Der Sanierungsplan soll letztlich aus der Fortführung des Betriebes erwirtschaftet werden.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Graz
Tel: 05 04 100 – 8000

Mag. Wolfgang Schukle
Tel: 05 04 100-8000