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Rohrbacher Schlosswarenfabrik Wilh. Grundmann Gesellschaft m.b.H.
Insolvenzsache
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Rohrbacher Schlosswarenfabrik Wilh. Grundmann Gesellschaft m.b.H., FN 112348v, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht St. Pölten beantragt wurde. Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet.
Unternehmensdaten
Die Antragstellerin hat ihren Sitz in Hainfeld und ist im Bereich der Erzeugung von Schlössern, Türbeschlägen sowie diversen Komponenten für Türen und Fenster tätig. Das Unternehmen verfügt über weitreichende Fertigungsmöglichkeiten, die von der Metallbearbeitung über Oberflächenveredelung bis hin zur Herstellung von Messing-, Zink- und Aluminiumteilen reichen. Darüber hinaus werden auch Spirituosen produziert und abgefüllt. Die Antragstellerin beliefert Kunden in ganz Österreich. Die Antragstellerin beschäftigt derzeit 63 Dienstnehmer.
Alleingesellschafter und selbstständig vertretungsbefugter Geschäftsführer ist Friedrich Gruber.
Insolvenzursachen / Vermögenslage
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf stark gestiegene Lohnkosten in der Metallindustrie, deutlich erhöhte Energiepreise, hohe Fremdfinanzierungen für Investitionen, Liquiditätsengpässe sowie Schwierigkeiten beim Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsfeldes im Bereich der Spirituosenproduktion zurück. Darüber hinaus werden erhebliche Mehrkosten aufgrund von Baumängeln bei einer neu errichteten Produktionshalle sowie der Verlust erfahrener Mitarbeiter durch Pensionierungen als wesentliche Belastungsfaktoren genannt.
Gemäß den vorliegenden Unterlagen belaufen sich die Gesamtverbindlichkeiten auf rund EUR 9,50 Mio. Die Antragstellerin weist in ihrem Vermögensstatus Aktiva von rund EUR 7,72 Mio. sowie eine rechnerische Überschuldung von rund EUR 1,78 Mio. aus.
Die Antragstellerin verfügt insbesondere über betriebsnotwendige Liegenschaften, Maschinen- und Anlagenvermögen sowie umfangreiche Lagerbestände und Forderungen. Die Liegenschaften sind jedoch zugunsten finanzierender Kreditinstitute belastet.
Weitere Vorgangsweise
Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen und zu sanieren. Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 % angeboten werden, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.
Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.
Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.
Rückfragenhinweis
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Wien, NÖ, Burgenland
Tel: 05 04 100 – 1380

