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TAB-AUSTRIA Industrie- und Unterhaltungselektronik GmbH & Co KG

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der TAB-AUSTRIA Industrie- und Unterhaltungselektronik GmbH & Co KG, FN 248332 w, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Linz beantragt wurde.

Das Insolvenzverfahren wurde vom Insolvenzgericht noch nicht eröffnet.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin hat ihren Sitz in Ansfelden und betreibt eine Betriebsstätte in Traun. Gegenstand des Unternehmens sind insbesondere der Bau, der Großhandel, der Vertrieb und die Reparatur von Geräten und Apparaten der Unterhaltungselektronik sowie die Entwicklung und Bereitstellung von Softwarelösungen. Zudem verfügt das Unternehmen über Gewerbeberechtigungen für die industrielle Erzeugung von Automaten und Selbstbedienungsterminals sowie für das Handelsgewerbe.

Unbeschränkt haftende Gesellschafterin ist die TAB Austria Group GmbH, FN 208345 s.

Die Antragstellerin beschäftigt derzeit keine Dienstnehmer. Sämtliche bisher beschäftigten Mitarbeiter sind nach den Angaben im Insolvenzantrag bereits vor Antragstellung aus dem Unternehmen ausgeschieden. Im Rahmen der geplanten Fortführung ist die Beschäftigung von zwei Dienstnehmern vorgesehen.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin insbesondere auf die Folgewirkungen der Corona-Pandemie, Lieferkettenstörungen und einen erheblichen Umsatzrückgang im Stammgeschäft der Unterhaltungselektronik zurück. Darüber hinaus hätten Verzögerungen bei der Auslieferung und Abrechnung von Geräten, die negative Entwicklung der Absatzmärkte in arabischen Ländern sowie beträchtliche Forderungsausfälle die wirtschaftliche Situation belastet. Weitere Belastungen seien durch Restrukturierungsmaßnahmen, die Anpassung des Personalstands und die Neuausrichtung der Vertriebsstrukturen entstanden.

Die Antragstellerin beziffert ihre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit rund EUR 2,05 Mio., jene aus Lieferungen und Leistungen mit rund EUR 360.000,00, jene gegenüber verbundenen Unternehmen mit rund EUR 1,7 Mio. sowie jene gegenüber Mitarbeitern mit rund EUR 35.000,00. Daraus ergeben sich nach den Angaben im Antrag derzeit Gesamtverbindlichkeiten von rund EUR 4,145 Mio. Von diesem Verfahren sind mehr als 50 Gläubiger betroffen.

Weitere Vorgangsweise

Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen zu sanieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten.

Den Insolvenzgläubigern wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten. Die hierfür erforderlichen Mittel sollen einerseits aus dem positiven Cashflow des fortgeführten Kerngeschäfts und andererseits durch die Einwerbung von Mezzaninkapital im Rahmen eines Investorenprozesses aufgebracht werden.

Zur nachhaltigen Sanierung wurden nach den Angaben im Antrag bereits personelle und operative Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Neben einer Reduktion des Personalstands seien auch Miet-, Verwaltungs- und variable Betriebskosten neu verhandelt beziehungsweise gesenkt worden.

Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000