woman_slider

AKV-Mitgliedschaft

Ihre Vorteile durch die Mitgliedschaft:

  • AKV-Schutzpaket
  • AKV-ONLINE Service rund um die Uhr
  • einfache Beauftragung
  • günstige Tarife

Weitere Infos

Thebert Metallbau GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die Thebert Metallbau GmbH, FN204523w, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Landesgericht Ried im Innkreis eingebracht hat. Das Verfahren wurde am heutigen 10. Juli 2026 als Konkursverfahren eröffnet.

Die Schuldnerin wurde im Dezember 2000 gegründet und hat ihren Sitz in Tumeltsham. Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Schlosserei sowie die Be- und Verarbeitung von Metallen, insbesondere im Bereich von Aluminium‑Glas-Fassadenelementen, Fenstern, Türen und Brandschutzkonstruktionen.

Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung sind 16 Dienstnehmer, darunter auch Lehrlinge, beschäftigt.

Insolvenzursachen

Über das Vermögen der Insolvenzschuldnerin bereits im Jahr 2025 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde. In diesem Verfahren wurde ein Sanierungsplan mit einer Quote von insgesamt 20 %, zahlbar in zwei Teilquoten innerhalb von 12 bzw. 24 Monaten, angenommen und gerichtlich bestätigt. Trotz dieser Sanierungsmaßnahmen konnte die wirtschaftliche Situation jedoch nicht nachhaltig stabilisiert werden, sodass es nunmehr zur neuerlichen Insolvenz gekommen ist.

Die Gründe für das neuerliche Abgleiten in die Insolvenz werden im Eröffnungsantrag auf die anhaltend negative Entwicklung in der Bauwirtschaft zurückgeführt. Insbesondere die nahezu vollständige Stagnation im Bereich hochwertiger Bauprojekte führte zu massiven Umsatzrückgängen. Erwartete Marktbelebungen blieben aus, während gleichzeitig Lieferanten infolge eines vorangegangenen Sanierungsverfahrens auf Vorauskasse umstellten, was zu erheblichen Liquiditätsengpässen führte.

Trotz Einsparungsmaßnahmen und der Annahme auch kleinerer Aufträge konnte keine nachhaltige Verbesserung erzielt werden. Die fehlende Auftragslage im Jahr 2026 und die laufenden Fixkosten führten letztlich zur Überschuldung und drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 78 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 1,17 Mio. betroffen.

Die Insolvenzschuldnerin verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie über halbfertige Projekte und Bankguthaben. Diese Werte werden im Zuge des Verfahrens zu prüfen und zu verwerten sein.

Vermögenslage

Laut Angaben im Eröffnungsantrag der Schuldnerin belaufen sich die Passiva insgesamt auf rund EUR 1,17 Millionen, während sich die Aktiva zu Zerschlagungswerten, inkl. offener Kundenforderungen, auf rund EUR 500.000,00 belaufen sollen.

Auf der vorgelegten Gläubigerliste werden rund 79 Gläubiger angeführt.

Weitere Vorgangsweise

Eine Fortführung des Unternehmens ist mangels finanzieller Mittel nicht mehr beabsichtigt; es wird die Schließung des Betriebs angestrebt und wurde einer solchen bereits im Eröffnungsantrag die Zustimmung erteilt.

Verfahrensdaten

Eröffnung:                      10.07.2026

Anmeldefrist:                   07.10.2026

Insolvenzverwalter:             Dr. Franz Rieß, Rechtsanwalt in 4910 Ried im Innkreis

Prüfungstagsatzung:              21.10.2026

Forderungsanmeldungen können bereits ab sofort über den AKV durchgeführt werden.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz

Tel: 05 04 100 – 4000