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AKV Insolvenzstatistik – 1. bis 3. Quartal 2026

Einleitung

Nach 3 Rekordpleitejahren dürfte nach den Wirtschaftsprognosen die Rezession überwunden sein. Dies spiegelt sich auch in der AKV-Insolvenzstatistik für die ersten 3 Quartale des Jahres 2026 wider. Die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen ging um 7,65 % auf 2.921 Verfahren zurück, eine nachhaltige Entspannung ist daraus aber noch nicht abzuleiten.

Der deutliche Anstieg der Abweisungen mangels kostendeckenden Vermögens um 17,13 % auf 2.468 Abweisungsbeschlüsse zeigt vielmehr, dass viele Unternehmen erst in einem wirtschaftlich bereits weitgehend substanzlosen Zustand insolvenzrechtlich sichtbar werden. Von einer wirtschaftlichen Erholung kann daher noch nicht gesprochen werden.

Auch die Quotenaussichten für die Gläubiger haben sich verschlechtert. So ist der Anteil der mit Sanierungsplänen beendeten Verfahren von 26,42 % auf 21,70 % zurückgegangen und der Anteil der Verfahren mit Nullquoten von 27,36 % auf 31,82 % gestiegen.

In den ersten 3 Quartalen 2026 wurden 2.921 Firmeninsolvenzen eröffnet. Damit liegen wir aber weiterhin über den Zahlen der Finanzkrise 2007/2008, nachdem im Gesamtjahr 2007 knapp über 3.000 Firmeninsolvenzen und in den beiden Folgejahren circa 3.250 (2008) und circa 3.700 (2009) Verfahren eröffnet wurden.

Eine Aufschlüsselung nach Quartalen zeigt, dass die eröffneten Insolvenzverfahren leicht, aber sukzessive abnehmen:

// 1. Quartal 2026: 1.046

// 2. Quartal 2026:    960

// 3. Quartal 2026:     915

Die größten Insolvenzen nach Passiva betreffen weiterhin die Immobilienbranche, so dass die Gesamtpassiva circa EUR 6,9 Mrd. betragen.

Insolvenzen großer Produktionsbetriebe haben dazu geführt, dass mit 12.015 Dienstnehmern mehr Personen betroffen waren als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Auf dem Privatkonkurssektor war eine außergewöhnliche Häufung der Eröffnungen von Privatinsolvenzen im Juli 2026 feststellbar, nachdem mit 17.07.2026 ein dreijähriges Abschöpfungsverfahren (Tilgungsplan) für Verbraucher ausgelaufen ist und diesen nur mehr ein fünfjähriges Abschöpfungsverfahren zur Verfügung steht. Auffällig war daher, dass in den Kalenderwochen 28 bis 30 insgesamt 1.074 Privatinsolvenzverfahren eröffnet wurden, davon 348 in der KW 28, 390 in der KW 29 und 336 in der KW 30. Der Jahreshöchstwert wurde somit in der KW 29 erreicht.

Die Eröffnungen der letzten Wochen stellen sich wie folgt dar, wobei Sie detaillierte Daten unserer Website https://www.akv.at/newsroom-sb/statistiken entnehmen können:

In den ersten 3 Quartalen 2026 haben die eröffneten Privatinsolvenzen um 9,80 % auf 7.329 Verfahren zugenommen, wobei im Gegensatz zu den Firmeninsolvenzen im Laufe der Quartale ein sukzessiver Anstieg zu verzeichnen war:

// 1. Quartal 2026: 2.242

// 2. Quartal 2026: 2.476

// 3. Quartal 2026:  2.611

Im Detail haben sich in den ersten 3 Quartalen 2026 die Firmen- und Privatinsolvenzen österreichweit wie folgt entwickelt:

FIRMENINSOLVENZEN

1. bis 3. Quartal 2026  2025 +/-
Eröffnete Insolvenzverfahren 2.921 3.163 -7,65 %
Verfahrensabweisungsbeschlüsse 2.468 2.107 +17,13 %
Firmeninsolvenzen gesamt 5.389 5.270 +2,26 %

Die eröffneten Firmeninsolvenzen liegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,65 % unter dem Vorjahreswert. Nach den Rekordwerten des Jahres 2025 deutet die Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2026 somit auf eine leichte Entspannung bei den eröffneten Insolvenzverfahren hin.

Im Monatsdurchschnitt wurden in den ersten drei Quartalen 2026 325 Firmeninsolvenzen eröffnet, während es im Vergleichszeitraum 2025 noch durchschnittlich 351 Verfahren waren. Wöchentlich wurden heuer über das Vermögen von rund 75 Unternehmen in Österreich Insolvenzverfahren eröffnet.

Jedoch ist die Gesamtzahl der Firmeninsolvenzen weiter gestiegen: Während die eröffneten Verfahren rückläufig waren, stieg die Anzahl der Verfahrensabweisungsbeschlüsse deutlich um 17,13 % an. Dadurch erhöhten sich die Firmeninsolvenzen gesamt von 5.270 auf 5.389 Verfahren, dies entspricht einem Anstieg von 2,26 %.

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt ein uneinheitliches Bild. Besonders deutliche Rückgänge bei den eröffneten Firmeninsolvenzen verzeichneten Tirol (-24,21 %), Wien (-14,74 %), Oberösterreich (-13,71 %) und Salzburg (-13,10 %). Demgegenüber stiegen die eröffneten Firmeninsolvenzen in Vorarlberg (+67,69 %) und der Steiermark (+17,85 %) deutlich an. In Kärnten (-1,09 %) blieb der Wert nahezu unverändert. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern wird in der nachstehenden Tabelle und Grafik dargestellt:

1. – 3. Quartal 2026  2025 +/-
Wien 972 1.140 -14,74 %
Niederösterreich 506 559 -9,48 %
Oberösterreich 321  372 -13,71 %
Salzburg 146  168 -13,10 %
Tirol 144 190 -24,21 %
Vorarlberg 109 65 +67,69 %
Burgenland 93 105 -11,43 %
Steiermark 449 381 +17,85 %
Kärnten 181 183 -1,09 %
eröffnete Firmeninsolvenzen 2.921 3.163 -7,65 %

Besorgniserregend ist die Zunahme der Verfahrensabweisungsbeschlüsse um 17,13 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem in 2.468 Fällen von den Insolvenzgerichten festgestellt wurde, dass bei den schuldnerischen Unternehmen kein kostendeckendes Vermögen in einer Höhe von EUR 4.000.- vorhanden ist, um formelle Insolvenzverfahren einleiten zu können.

Diese Abweisungsbeschlüsse schlüsseln sich nach Quartalen wie folgt auf:

// 1. Quartal 2026: 891

// 2. Quartal 2026: 763

// 3. Quartal 2026:  814

Antragsstellungen

Bedenklich stimmt den AKV EUROPA als bevorrechteten Gläubigerschutzverband, dass weiterhin Insolvenzverfahren mehrheitlich (55,91 %) über Anträge von Gläubigern eröffnet werden.

 
Eigenanträge 1.288 44,09 %
Gläubigeranträge 1.633 55,91 %
Gesamt 2.921 100,00 %

Gesamtpassiva der eröffneten Unternehmensinsolvenzen

1. – 3. Quartal 2026: EUR 6.878.995.000,-
1. – 3. Quartal 2025: EUR 8.884.212.000,-

Die Gesamtpassiva sind in den ersten 3 Quartalen 2026 im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel (-22,57 %) gesunken, betragen aber dennoch EUR 6,88 Mrd.

Im Bereich der Gesamtpassiva sind weiterhin erhebliche Unsicherheitsfaktoren gegeben, nachdem in den Immobilieninsolvenzen meist nur ein Bruchteil der Forderungen anerkannt ist und der AKV EUROPA in seiner Statistik vorwiegend von den angemeldeten Insolvenzforderungen ausgeht.

Top 10 Firmeninsolvenzen Österreich nach Passiva

51 S 7/26a Laura Privatstiftung 1.701.940.000,-
6020 INNSBRUCK Museumstraße 25
59 S 58/26z Georg-Coch-Platz Management GmbH 327.801.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3.OG
9 S 93/26d Georg-Coch-Platz Inter GmbH & Co KG 327.801.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3. OG
3 S 88/26z GCP ZwiCo 2025 GmbH 327.756.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3. OG
38 S 58/26w Georg-Coch-Platz Immobilien GmbH & GmbH OG 323.590.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3. OG
25 S 1/26y LL-resources GmbH 128.727.000,-
8010 GRAZ Gadollaplatz 1/10.OG
25 S 51/26a Domaines Kilger GmbH & Co KG 83.468.000,-
8462 GAMLITZ Eckberger Weinstraße 32
25 S 51/26a FOP Immobilienbesitz beta GmbH 69.292.000,-
7111 PARNDORF Kälberweide 3
27 S 168/26x Christof Industries Austria GmbH 69.292.000,-
8051 GRAZ Plabutscherstraße 115
19 S 24/26s Nothegger Transport Logistik GmbH 60.273.680,-
6393 ST. ULRICH AM PILLERSEE Niedersee 12

Neuerlich werden die ersten 5 Plätze der nach Passiva größten Insolvenzen von SIGNA-Unternehmen belegt.

Die größte Insolvenz nach Passiva ist weiterhin jene der Laura Privatstiftung.

Bei den insolventen Gesellschaften der Plätze 2 bis 5 handelt es sich erneut um Insolvenzen der SIGNA-Unternehmensgruppe, welche dasselbe Immobilienprojekt (Postsparkasse) betreffen und die angeführten Verbindlichkeiten infolge wechselseitiger Haftungen zum Großteil deckungsgleich sind.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die meisten Passiva auf die Branchen „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (EUR 2,38 Mrd.) und „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (EUR 1,78 Mrd.) entfallen.

Gefährdete Arbeitsplätze

1. – 3. Quartal 2026: 12.015
1. – 3. Quartal 2025: 11.148

Die Anzahl der bei Insolvenzeröffnung beschäftigten Dienstnehmer liegt um 7,8 % über dem Vorjahreswert.

Die meisten Dienstnehmer (2.923) waren in Produktionsbetrieben beschäftigt, 1.822 im Handel und 1.630 in insolventen Gastrounternehmen.

Top 5 Insolvenzen Österreich nach Dienstnehmer

 Gericht Name DN
27 S 7/26w WOLLSDORF LEDER SCHMIDT & Co. Ges.m.b.H.
8181 WOLLSDORF Wollsdorf 80
361
49 S 21/26s MM MÜHRINGER PERSONAL GMBH
4623 GUNSKIRCHEN Wallackstraße 5
325
9 S 44/26g Pollmann Austria GmbH
3822 KARLSTEIN AN DER THAYA Raabser Straße 1
321
36 S 7/26k EITEK GmbH
2435 EBERGASSING Götzendorferstraße 3-5
319
19 S 24/26s Nothegger Transport Logistik GmbH
6393 ST. ULRICH AM PILLERSEE Niedersee 12
191

Branchen

Die meisten Insolvenzen hatte der Handel (695) zu verzeichnen, gefolgt vom Bau (664) und von der Gastronomie (525).

Aufhebungen Firmeninsolvenzen

Daran anknüpfend führen wir aus, dass in den ersten 9 Monaten des Jahres 2026 2.885 Firmeninsolvenzverfahren mit folgenden Beendigungsformen aufgehoben wurden:

Beendigungsformen

Sanierungsplan 626 21,70%
Zahlungsplan 162 5,62%
Verteilung 1.080 37,43%
Nullquote 918 31,82%
Abschöpfung 21 0,73%
Sonstiges 78 2,70%
Gesamt 2.885 100,00 %

Die verfügbaren Mittel bei insolventen Unternehmungen nehmen ab. Dies zeigt sich nicht nur bei der Zunahme an Verfahrensabweisungsbeschlüssen, sondern auch bei den Quoten der beendeten Verfahren. So endeten 31,82 % (918) der Verfahren mit einem Totalausfall für die Gläubiger, um 220 Verfahren mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (27,36 % bzw. 698 Verfahren).

Auch der Anteil an Sanierungsplänen hat abgenommen. Im bisherigen Jahr 2026 wurden nur mehr in 626 Verfahren (21,70 %) mit den Gläubigern Sanierungspläne abgeschlossen, während es im Vorjahreszeitraum noch in 26,42 % der Verfahren der Fall war.

162 Einzelunternehmer (5,62 %) haben nach Schließung ihres Unternehmens Zahlungspläne mit ihren Gläubigern abgeschlossen.

In 1.080 Verfahren (37,43 %) der in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 aufgehobenen Verfahren kam es zur Ausschüttung einer Verteilungsquote.

Ausblick Firmeninsolvenzen

Der AKV EUROPA rechnet weiterhin mit einer gleichbleibenden Entwicklung bis zum Jahresende 2026, somit mit circa 4.000 eröffneten Firmeninsolvenzen. Einschließlich der Insolvenzabweisungsbeschlüsse sind bis zum Jahresende 2026 fast 7.300 Gesamtinsolvenzen zu erwarten.

PRIVATINSOLVENZEN

Am Privatkonkurssektor haben sich die Insolvenzen in den ersten 3 Quartalen des Jahres 2026 wie folgt entwickelt:

1. – 3. Quartal 2026  2025 +/-
Eröffnete Verfahren 7.329 6.675 +9,80 %
Abgewiesen mangels Kostendeckung 645 637 +1,26 %
Privatinsolvenzen gesamt 7.974 7.312 + 9,05 %

Die eröffneten Schuldenregulierungsverfahren haben gegenüber dem Vorjahr um 9,80 % zugenommen.

Eine nähere Analyse zeigt, dass diese Häufung wesentlich mit Insolvenzanträgen rund um den 17. Juli 2026 und dem Wegfall des Tilgungsplans für Verbraucher zusammenhängt. Auch zahlreiche, erst in der darauffolgenden KW 30 eröffnete Privatinsolvenzverfahren beruhen auf Anträgen vor dem 17. Juli 2026. Die außergewöhnlich hohen Eröffnungszahlen dieser Wochen sind daher ausschließlich auf die geänderte Rechtslage und nicht auf eine schlagartige Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation zurückzuführen.

Während in 8 Bundesländern Steigerungsraten vorliegen, nämlich insbesondere in Tirol (+25,56 %), Oberösterreich (+17,83 %) und Steiermark (+17,10 %), ist lediglich in Kärnten (-2,04 %) ein Rückgang bei den eröffneten Privatkonkursen zu registrieren, wie folgende Grafik und Tabelle zeigen:

Eröffnete Privatinsolvenzen in den Bundesländern

1. bis 3. Quartal 2026  2025 +/-
Wien 2.379 2.332 +2,02 %
Niederösterreich 1.102 973 +13,26 %
Oberösterreich 1.150 976 +17,83 %
Salzburg 318 283 +12,37 %
Tirol 619 493 +25,56 %
Vorarlberg 360 334 +7,78 %
Burgenland 113 104 +8,65 %
Steiermark 808 690 +17,10 %
Kärnten 480 490 -2,04 %
Gesamt 7.329 6.675 +9,80 %

Die 7.329 eröffneten Verfahren beinhalten 237 Gesamtvollstreckungsverfahren.

Wöchentlich wurden in den ersten 9 Monaten des Jahres 2026 in Österreich über das Vermögen von 188 Privatpersonen Insolvenzverfahren eröffnet.

Privatinsolvenz – Verschuldung

Die Gesamtverbindlichkeiten der eröffneten Privatkonkurse haben in den ersten 9 Monaten des Jahres 2026 EUR 1,31 Mrd. (1.-3. Quartal 2025: EUR 993,79 Mio.) betragen.

Auf Grund des Anstiegs der Gesamtverbindlichkeiten hat sich auch die Durchschnittsverschuldung auf EUR 179.000,- (1. bis 3. Quartal 2025: EUR 148.800,-) erhöht.

Eklatant ist die unterschiedliche Durchschnittsverschuldung bei Männern (EUR 226.900,-) gegenüber jener bei Frauen (EUR 100.900,-).

In den einzelnen Altersgruppen stellen sich die Durchschnittsverschuldung und die Gesamtpassiva wie folgt dar:

 

Eröffnungen Passiva Durchschnitt
Gesamt
Total 7 329 (6675) 1.312.289.000,- 179.000,-
Männer 4 545 (4112) 1.031.349.000,- 226.900,-
Frauen 2 784 (2563) 280.940.000,- 100.900,-
bis 24 Jahre
Total 159 (170) 12.059.000,- 75.800,-
Männer 92 (89) 9.547.000,- 103.700,-
Frauen 67 (81) 2.512.000,- 37.400,-
25 – 39 Jahre
Total 2 626 (2259) 319.646.000,- 121.700,-
Männer 1 601 (1388) 243.135.000,- 151.800,-
Frauen 1 025 (871) 76.511.000,- 74.600,-
40 – 59 Jahre
Total 3 509 (3356) 731.852.000,- 208.500,-
Männer 2 174 (2045) 583.428.000,- 268.300,-
Frauen 1 335 (1311) 148.424.000,- 111.100,-
60+ Jahre
Total 1 035 (890) 248.732.000,- 240.300,-
Männer 678 (590) 195.239.000,- 287.900,-
Frauen 357 (300) 53.493.000,- 149.800,-

Von den 7.329 eröffneten Privatinsolvenzen entfallen 4.545 (62,01 %) auf männliche Insolvenzschuldner, während 2.784 Verfahren (37,99 %) Frauen zuzuordnen sind.

Die meisten eröffneten Insolvenzfälle (3.509) wurden in der Alterskategorie der 40- bis 59-jährigen Schuldner verzeichnet.

Die höchste Durchschnittsverschuldung mit EUR 240.300,- liegt bei den über 60-jährigen Schuldnern vor.

Aufhebungen Privatinsolvenzen

Im 1. bis 3. Quartal 2026 wurden 6.147 Privatkonkurse aufgehoben, wobei sich die Beendigungsformen wie folgt darstellen:

Zahlungsplan 4.069 66,19 %
Abschöpfung 1.973 32,10 %
Sonstiges 105 1,71 %
Gesamt 6.147 100,00 %

So wurden heuer in den ersten 9 Monaten des Jahres 2026 in zwei Drittel der Fälle (66,19 %) der Privatkonkurse mit den Gläubigern Zahlungspläne abgeschlossen. In 32,10 % der Fälle wurde ein Abschöpfungsverfahren eingeleitet.

Ausblick Privatinsolvenzen

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der steigenden Arbeitslosenzahlen sind kaum Veränderungen am Privatkonkurssektor zu beobachten. Aus diesem Grund geht der AKV EUROPA davon aus, dass wir im Gesamtjahr 2026 mit circa 9.500 eröffneten Privatinsolvenzen rechnen können.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

Mag. Franz Blantz
Leiter Insolvenzbereich
Tel. 05 04 100 – 8000
Dr. Cornelia Wesenauer
Pressesprecherin
Leiterin Insolvenzabteilung Wien / NÖ / Bgld.
Tel: 05 04 100 – 1600