GRAZ, 24.03.2026/DI

27 S 57/26y

Insolvenz ADA Möbelwerke Holding AG

FN59301h



Sehr geehrte Damen und Herren,

die ADA Möbelwerke Holding AG kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht für ZRS Graz Abt. 27 wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Da Sie auf der Gläubigerliste aufscheinen, übermittelt Ihnen der AKV EUROPA als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband einen Informationsbericht.


Mit dem Auftrag zur Anmeldung Ihrer Forderung bei Gericht übernehmen unsere Juristen für Sie die gesamte Abwicklung des weiteren Insolvenzverfahrens, insbesondere: 

// Wahrnehmung sämtlicher notwendiger Gerichtstermine
// Wahrnehmung außergerichtlicher Termine wie zB Gläubigerausschusssitzungen etc.
// Außergerichtliche Abklärung allfälliger Forderungsbestreitungen
// Laufende Berichterstattung über das Verfahren
// Überprüfung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit der vorgeschlagenen Entschuldungsanträge
// Einziehung und Weiterleitung der auf Ihre Forderung entfallenden Quote 
 

Um Sie auch bei kleinen Forderungen zu unterstützen, bieten wir Ihnen an, Ihre Forderung  bis EUR  3.000,- in diesem Verfahren GRATIS anzumelden! In diesem Fall bezahlen Sie lediglich die Gerichtsgebühr von EUR 31,-.

Unsere Konditionen finden Sie auf www.akv.at und in der Beilage. Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife, die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten.   Für Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter 05 04 1000.


Mit freundlichen Grüßen
 
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Steiermark 
 
// AKV INSOLVENZINFORMATION  

VERFAHRENSDATEN
GESCHÄFTSZAHL // 27 S 57/26y
GERICHT // Landesgericht für ZRS Graz Abt. 27
VERFAHRENSERÖFFNUNG // 24.03.2026
ANTRAG // Eigenantrag
EIGENVERWALTUNG // Nein
VERWALTER // ASCHMANN & PFANDL Rechtsanwälte GmbH, Herrengasse 28, 8010 GRAZ

ANMELDEFRIST //

28.04.2026
BERICHTSTAGSATZUNG // 12.05.2026, 10:15 Uhr
PRÜFUNGSTAGSATZUNG // 12.05.2026, 10:15 Uhr
SCHLUSSRECHNUNGSTAGSATZUNG // 23.06.2026, 10:15 Uhr
PRÜFUNGSTAGSATZUNG // 23.06.2026, 10:15 Uhr
SANIERUNGSPLANTAGSATZUNG // 23.06.2026, 10:15 Uhr

 
UNTERNEHMENSDATEN
NAME // ADA Möbelwerke Holding AG
SITZ // Baiersdorf-Umgebung 61, 8184 ANGER
FILIALE // Weizer Straße 19, 8184 ANGER
RECHTSFORM // AG
FIRMENBUCHNUMMER // FN59301h
GRÜNDUNG // 1984
DIENSTNEHMER // 96
VORSTAND // Wibmer Michael
VORSTAND // Szlavik Nikolaus


Mit heutigem Tag haben sowohl die ADA Möbelwerke Holding AG als auch deren Tochtergesellschaft ADA Möbelfabrik GmbH, die Eröffnung von Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. 

// Unternehmensdaten

Die beiden Unternehmen sind Teil der ADA-Unternehmensgruppe mit einer fast hundertjährigen Tradition. Während die ADA Möbelwerke Holding AG als zentrale Konzerngesellschaft insbesondere Holding- und Dienstleistungsfunktionen (wie etwa IT, Einkauf, Marketing, Human Resources) wahrnimmt, fungiert die ADA Möbelfabrik GmbH als wesentliche Produktionsgesellschaft in Österreich. Produziert werden Polstermöbel und Schlafsysteme, weiters werden namhafte Handelsmarken beliefert und ist bedeutender Partner für Lizenzmarken. Am Markt tritt man auch mit der Eigenmarke „ADA Mindful Living“ auf. Der Vertrieb erfolgt über ein europaweites Netzwerk von Möbelfachhändlern.

Anzumerken ist, dass die Produktion eng mit jener der ausländischen Schwestergesellschaften insbesondere in Rumänien und Ungarn verschränkt ist.

Alleinaktionärin der ADA Möbelwerke Holding AG ist die Gemini Privatstiftung mit einem Grundkapital von EUR 7.270.000,00, geteilt in 1.000.000 Stückaktien. Das Unternehmen hält Beteiligungen an der
 
  • ADA Möbelwerke GmbH (Anteil: 100 %)
  • ADA Möbelfabrik GmbH (Anteil: 99,9977 %)
  • Symphonic Trading GmbH (Anteil: 100 %)
  • ADA Hungaria Butorgyar Kft., Ungarn (Anteil: 100 %)
  • ADA Nova Kft., Ungarn (Anteil: 100 %)
  • Symphonic Trading Kft., Ungarn (Anteil: 100 %)
  • ADA fabrica de mobile srl, Rumänien (Anteil: 100 %)

Die Vorstände sind DI Nikolaus Szlavik und Mag. Michael Wibmer.

Die Holding beschäftigt aktuell 96 DienstnehmerInnen.
 
// Insolvenzursachen / Vermögenslage

Zu den Insolvenzursachen verweist man grundsätzlich auf die negative Marktentwicklung und den Strukturwandel infolge des rückläufigen Wohnbaus sowie der Nachfragesättigung nach der Coronapandemie. Hinzutreten die inflationsbedingten Kostensteigerungen (Material, Personal, Energie etc.).

Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen zur strategischen Neuausrichtung kam es im ersten Quartal 2026 zu einem massiven Nachfrageeinbruch, der sich in Bestellrückgängen zwischen 20 % und 25 % im Vergleich zum Vorjahr niederschlug.

Beabsichtigte Preisanpassungen konnten nicht durchgesetzt werden.

Die Passiva werden zu Liquidationswerten mit EUR 18.840.000,00 angegeben, wovon rund EUR 12,87 Mio. auf Bankverbindlichkeiten entfallen, Lieferanten schuldet man rund EUR 135.000,00, IC-Verbindlichkeiten bestehen im Umfang von EUR 353.000,00. Eventualverbindlichkeiten aufgrund von Haftungen hat man mit rund EUR 3,3 Mio. eingepreist. Die Dienstnehmeransprüche (inkl. Endigungsansprüche) bringt man mit rund EUR 3,1 Mio. in Ansatz. Der Rest entfällt auf Sonstige Gläubiger.

Die Aktiva betragen rund EUR 4.878.000,00, wovon rund EUR 2,8 Mio. auf Liegenschaftsvermögen entfallen, welches jedoch pfandrechtlich überbelastet sein dürfte. Konkret handelt es sich um die nicht mehr genutzten Produktionshallen 1-3, für welche bereits seit letztem Jahr Käufer gesucht werden. Die offenen Forderungen betragen rund EUR 1,8 Mio., wovon rund die Hälfte auf IC-Forderungen entfällt. Die freien Aktiva zu Liquidationswerten bewertet man mit rund EUR 2.102.000,00.


// Weitere Vorgangsweise 

Die Fortführung und Sanierung beider Unternehmen sind beabsichtigt. 

Die Aufrechterhaltung des operativen Betriebes der ADA Möbelwerke Holding AG ist für die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebs der Tochtergesellschaften essentiell.

Hinsichtlich der ADA Möbelfabrik GmbH setzt eine Fortführung und Sanierbarkeit eine entsprechende Auslastung durch entsprechende Auftragseingänge und die Aufrechterhaltung der Lieferkette seitens der ungarischen Gruppengesellschaften voraus.

SANIERUNGSPLANVORSCHLAG
 
GESAMTQUOTE // Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20 % ihrer Forderungen, zahlbar binnen 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplans, nicht jedoch vor rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans.

 
 
// WEITERES VORGEHEN  

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KONTAKTINFO
Mag. Wolfgang Schukle
Geschäftsstelle Steiermark
05 04 1000
gst-steiermark@akveuropa.at

KOSTEN

Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife (ohne Quoteneinbehalte in Form eines Erfolgshonorars), die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten. 

Die Kosten für die Vertretung im Insolvenzverfahren entnehmen Sie bitte unseren Tarifen

Sobald uns Ihr Auftrag vorliegt werden wir für Sie tätig.  
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