GRAZ, 17.06.2026/DI
27 S 110/26t
Insolvenz Metaloop Europe GmbH
FN638630m
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Metaloop Europe GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht für ZRS Graz Abt. 27 wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Da Sie auf der Gläubigerliste aufscheinen, übermittelt Ihnen der AKV EUROPA als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband einen Informationsbericht.
Mit dem Auftrag zur Anmeldung Ihrer Forderung bei Gericht übernehmen unsere Juristen für Sie die gesamte Abwicklung des weiteren Insolvenzverfahrens, insbesondere:
// Wahrnehmung sämtlicher notwendiger Gerichtstermine
// Wahrnehmung außergerichtlicher Termine wie zB Gläubigerausschusssitzungen etc.
// Außergerichtliche Abklärung allfälliger Forderungsbestreitungen
// Laufende Berichterstattung über das Verfahren
// Überprüfung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit der vorgeschlagenen Entschuldungsanträge
// Einziehung und Weiterleitung der auf Ihre Forderung entfallenden Quote
Um Sie auch bei kleinen Forderungen zu unterstützen, bieten wir Ihnen an, Ihre Forderung bis EUR 3.000,- in diesem Verfahren GRATIS anzumelden! In diesem Fall bezahlen Sie lediglich die Gerichtsgebühr von EUR 31,-.
Unsere Konditionen finden Sie auf www.akv.at und in der Beilage. Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife, die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten. Für Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter 05 04 1000.
Mit freundlichen Grüßen
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Steiermark
VERFAHRENSDATEN
| GESCHÄFTSZAHL // | 27 S 110/26t |
| GERICHT // | Landesgericht für ZRS Graz Abt. 27 |
| VERFAHRENSERÖFFNUNG // | 17.06.2026 |
| ANTRAG // | Eigenantrag |
| EIGENVERWALTUNG // | Nein |
| VERWALTER // | Dr. Helmut Klementschitz, Friedrichgasse 6/12/43, 8010 GRAZ |
ANMELDEFRIST // | 04.08.2026 |
| BERICHTSTAGSATZUNG // | 18.08.2026, 11:00 Uhr |
| PRÜFUNGSTAGSATZUNG // | 18.08.2026, 11:00 Uhr |
| SCHLUSSRECHNUNGSTAGSATZUNG // | 08.09.2026, 10:15 Uhr |
| PRÜFUNGSTAGSATZUNG // | 08.09.2026, 10:15 Uhr |
| SANIERUNGSPLANTAGSATZUNG // | 08.09.2026, 10:15 Uhr |
| NAME // | Metaloop Europe GmbH |
| SITZ // | Herrengasse 13, 8010 Graz |
| RECHTSFORM // | GmbH |
| FIRMENBUCHNUMMER // | FN638630m |
| BRANCHE // | Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen |
| GRÜNDUNG // | Erstprotokollierung 07.11.2024 |
| STAMMKAPITAL // | EUR 10.000,00 zur Gänze einbezahlt |
| DIENSTNEHMER // | 10 |
| GESCHÄFTSFÜHRER // | Jan Pannenbäcker, BSc, geb. 04.11.1986 Mag. Alexander Schlick, geb. 20.03.1979 |
| GESELLSCHAFTER // | Metaloop Group Inc. Stammeinlage: EUR 10.000,00 zur Gänze einbezahlt |
Die Schuldnerin ist im internationalen Handel mit Sekundärmetallen tätig, wobei der Schwerpunkt auf Kupfer, Aluminium und Edelstahl liegt.
In ihrer Funktion als Vermittlerin verbindet sie industrielle Quellen mit Abnehmern wie Hütten- und Schmelzbetrieben und übernimmt dabei sämtliche Schritte des Handelsprozesses – von der Preisfestlegung über die Organisation der Transporte bis hin zur finanziellen Abwicklung.
Der Unternehmenssitz befindet sich in Graz, wo zentrale Bereiche wie Geschäftsleitung, Teile des Managements, der operative Handel, Logistik sowie unterstützende Funktionen angesiedelt sind.
Zusätzlich besteht ein Standort in Wien, an dem insbesondere der Finanzbereich verortet ist.
Die Geschäftsbeziehungen der Antragstellerin bestehen überwiegend mit großen Industrieunternehmen in Europa, die häufig mehrere Standorte betreiben.
Die Schuldnerin selbst entstand durch die Verschmelzung der Schrott24 GmbH mit der ROMSH GmbH (Eintragung: 14.11.2025) und firmiert seither als Metaloop Europe GmbH, die das operative Geschäft fortführt.
Die Schrott24 GmbH (FN 460642s, Graz) wurde 2016 gegründet und mit der Verschmelzung gelöscht; sie war unter der Marke Metaloop im Metallrecycling tätig.
Die ROMSH GmbH wurde 2024 gegründet und am 14.11.2025 in Metaloop Europe GmbH umbenannt.
INSOLVENZURSACHEN & VERMÖGEN
Das Geschäftsmodell der Schuldnerin basiert auf einer eigens entwickelten IT-Lösung für den effizienten Metallhandel und wurde zunächst als eigenkapitalfinanziertes Start-up aufgebaut.
Nach einer verlustreichen Aufbauphase mit steigenden Umsätzen erreichte das Unternehmen Anfang 2026 den Break-even und arbeitet seither aufgrund einer Fokussierung auf margenstärkere Geschäfte sowie effizienterer Strukturen leicht profitabel.
Die Liquidität blieb jedoch angespannt, da weitere Eigenkapitalzuführungen ausblieben. Dies führt zu erhöhtem Aufwand im Tagesgeschäft, eingeschränkter Geschäftsentwicklung und Vertrauensverlust bei Partnern. Zusätzlich belasten eine schwache Industriekonjunktur, volatile Rohstoffmärkte und strengere regulatorische Vorgaben das wirtschaftliche Umfeld.
Trotz positiver operativer Entwicklung reichen die Mittel gemäß eigener Angaben jedoch nicht aus, um anstehende Kreditrückzahlungen zu bedienen. Mangels weiterer Finanzierung besteht daher keine positive Fortbestehensprognose.
Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst durch die Insolvenzverwaltung überprüft werden. Laut der uns vorliegenden Unterlagen bewertet die Schuldnerin ihre Aktiva mit rund EUR 10,2 Mio.
Jedoch kann erst nach Vorliegen einer Inventarisierung sowie der Schätzung eines von der Insolvenzverwaltung noch zu bestellenden Gutachters der genaue Wert des im schuldnerischen Unternehmen befindlichen Anlage- und Umlaufvermögens bekanntgegeben werden. Auch sind offene Forderungen noch auf deren Werthaltigkeit sowie Einbringlichkeit hin zu überprüfen.
Vom gegenständlichen Verfahren sind 163 Gläubiger mit Gesamtforderungen in Höhe von rund EUR 11,08 Mio. betroffen
Der Alpenländische Kreditorenverband bietet ab sofort allen von dieser Insolvenz betroffenen Gläubigern gerne an, Sie bestmöglich zu vertreten, Ihre Forderung beim zuständigen Insolvenzgericht anzumelden sowie Ihnen über den Fortgang des Verfahrens zu berichten.
PROGNOSE
Das schuldnerische Unternehmen soll fortgeführt und über nachstehenden
SANIERUNGSPLAN
entschuldet werden:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20%, zahlbar
innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplanes.
Die Sanierungsplanquote soll zunächst durch den Abbau von Lagerbeständen und die Einziehung offener Forderungen sowie in weiterer Folge aus den laufenden Erträgen des Geschäftsbetriebs finanziert werden.
Der konkrete Sanierungsplan wird von der Schuldnerin gemäß eigenen Angaben rechtzeitig vor der Abstimmungstagsatzung noch präzisiert bzw. angepasst.
Die Realisierbarkeit des Sanierungsplans wird vom Alpenländischen Kreditorenverband nunmehr eingehend geprüft. Der Alpenländische Kreditorenverband wird auch der Frage nachgehen, ob, bzw. in welcher Form dieser Zahlungsvorschlag, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.
// WEITERES VORGEHEN
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KONTAKTINFO
KOSTEN
Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife (ohne Quoteneinbehalte in Form eines Erfolgshonorars), die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten.
Die Kosten für die Vertretung im Insolvenzverfahren entnehmen Sie bitte unseren Tarifen.
Sobald uns Ihr Auftrag vorliegt werden wir für Sie tätig.