LINZ, 26.06.2026/DM

17 S 22/26f

Insolvenz M. Lienbacher GmbH

FN031065i



Sehr geehrte Damen und Herren,

die M. Lienbacher GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht Ried im Innkreis wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Da Sie auf der Gläubigerliste aufscheinen, übermittelt Ihnen der AKV EUROPA als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband einen Informationsbericht.


Mit dem Auftrag zur Anmeldung Ihrer Forderung bei Gericht übernehmen unsere Juristen für Sie die gesamte Abwicklung des weiteren Insolvenzverfahrens, insbesondere: 

// Wahrnehmung sämtlicher notwendiger Gerichtstermine
// Wahrnehmung außergerichtlicher Termine wie zB Gläubigerausschusssitzungen etc.
// Außergerichtliche Abklärung allfälliger Forderungsbestreitungen
// Laufende Berichterstattung über das Verfahren
// Überprüfung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit der vorgeschlagenen Entschuldungsanträge
// Einziehung und Weiterleitung der auf Ihre Forderung entfallenden Quote 
 

Um Sie auch bei kleinen Forderungen zu unterstützen, bieten wir Ihnen an, Ihre Forderung  bis EUR  3.000,- in diesem Verfahren GRATIS anzumelden! In diesem Fall bezahlen Sie lediglich die Gerichtsgebühr von EUR 31,-.

Unsere Konditionen finden Sie auf www.akv.at und in der Beilage. Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife, die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten.   Für Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter 05 04 1000.


Mit freundlichen Grüßen
 
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Oberösterreich 
 
// AKV INSOLVENZINFORMATION  

VERFAHRENSDATEN
GESCHÄFTSZAHL // 17 S 22/26f
GERICHT // Landesgericht Ried im Innkreis
VERFAHRENSERÖFFNUNG // 26.06.2026
ANTRAG // Eigenantrag
EIGENVERWALTUNG // Nein
VERWALTER // APOR Unternehmensverwaltung GmbH
Team-7-Platz 1, 4910 RIED IM INNKREIS
vertreten durch Mag. Fritz Ecker, LL.M. Rechtsanwalt, ebendort

ANMELDEFRIST //

26.08.2026
PRÜFUNGSTAGSATZUNG // 09.09.2026, 11:00 Uhr
SANIERUNGSPLANTAGSATZUNG // 14.10.2026, 09:00 Uhr

 
UNTERNEHMENSDATEN
NAME // M. Lienbacher GmbH
SITZ // Weikertsham 17, 5163 PALTING
FILIALE // Weikertsham 33, 5163 PALTING
FILIALE // An der Hebemärchte 18, D - 04316 LEIPZIG
RECHTSFORM // GmbH
FIRMENBUCHNUMMER // FN031065i
BRANCHE // Herstellung von Sammelbehältern, Tanks u. ä. Behältern aus Metall
Großhandel mit Baustoffen  und Sanitärkeramik
Großhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke sowie Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
GRÜNDUNG // 1993
STAMMKAPITAL // EUR 72.672,83
zur Gänze einbezahlt
DIENSTNEHMER // 87
GESCHÄFTSFÜHRER // Mag.a. Andrea Weiß
GESCHÄFTSFÜHRER // Hildegard Weiß-Ulbing
GESELLSCHAFTER // Allgemeine Treuhand- und Verwaltungs-gesellschaft m.b.H.
GESELLSCHAFTER // Lienbacher Matthias

Gegenständliches Verfahren wurde über Eigenantrag der Schuldnerin als Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Die Schuldnerin wurde im Jahr 1993 gegründet und ist im Bereich der Produktion sowie des Großhandels mit Beschlägen, Kaminzubehör und ergänzenden Artikeln tätig. Neben dem klassischen Großhandel betreibt das Unternehmen auch einen Online-Shop. Die Kundenstruktur umfasst vor allem Fachhandel und Baumärkte.

Betrieben wird das Unternehmen an mehreren Standorten. Am Standort Weikertsham 17 in 5163 Palting befinden sich Handel, zentrale Verwaltung, Lager und Kommissionierung; am Standort Weikertsham 33 in 5163 Palting wird die Produktion geführt. Darüber hinaus besteht ein Standort in Leipzig/Deutschland, an dem insbesondere die Assemblierung und Montage von Glastüren sowie Teile des Online-Handels abgewickelt werden. 


Insgesamt beschäftigt die Schuldnerin 87 Dienstnehmer, davon 71 in Österreich und 16 in Deutschland. 



INSOLVENZURSACHEN

Als Insolvenzursachen werden im Eröffnungsantrag mehrere Faktoren angeführt:
  • Die Errichtung des neuen Produktionsstandortes in Palting führte zu einer erheblichen Liquiditätsbelastung. Grund dafür waren insbesondere covid-bedingte Baukosten-erhöhungen. Zudem musste aufgrund behördlicher Auflagen eine neue Pulverbeschichtungs-anlage angeschafft werden. 
  • Nach dem covid-bedingten Umsatzboom kam es in den Bereichen Kamin, Garten und Beschläge zu einem deutlichen Umsatzrückgang. In Deutschland ging zudem der Absatzmarkt für Kaminzubehör zurück. Ursache dafür waren geänderte bzw. gestrichene Förderungen für Biomasse-Heizungen und Kaminöfen. 
  • Zusätzlich verschärfte ein wesentlicher Lieferant seine Zahlungsbedingungen. Bisherige längere Zahlungsziele wurden auf nahezu Sofortzahlung umgestellt. Dadurch erhöhten sich die Lieferverbindlichkeiten deutlich. 
  • Schließlich scheiterte die geplante Umstrukturierung der Bankverbindlichkeiten. Die erforderliche Erhöhung der Kreditlinien wurde nicht umgesetzt. Der Schuldnerin standen daher keine ausreichenden liquiden Mittel mehr zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung. 
Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen, wie Personalreduktionen, Kostenanpassungen, Sortimentsoptimierungen, verstärktem Online-Vertrieb sowie zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch Gesellschafter, konnte eine nachhaltige Stabilisierung der Liquidität nicht erreicht werden. Insbesondere scheiterte eine geplante Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten, was letztlich zur Zahlungsunfähigkeit führte.

All diese Faktoren führten letztendlich zur Zahlungsunfähigkeit und der folgerichtigen Insolvenzantragstellung.

VERMÖGEN

Die Passiva der Schuldnerin werden im Eröffnungsantrag mit insgesamt rund EUR 13,98 Mio. angegeben.
Davon entfallen rund EUR 11,20 Mio. auf Bankverbindlichkeiten, rund EUR 680.000,00 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, rund EUR 830.000,00 auf Gesellschafter-verbindlichkeiten sowie rund EUR 1,27 Mio. auf sonstige Verbindlichkeiten einschließlich Löhnen. 

Die Aktiva werden von der Schuldnerin zu Buchwerten von rund EUR 21,45 Mio. angeführt.
Davon entfallen rund EUR 8,15 Mio. auf das Anlagevermögen und rund EUR 13,30 Mio. auf das Umlaufvermögen.
Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Vorräten von rund EUR 10,80 Mio., Forderungen aus Lieferungen und von rund EUR 2,20 Mio. sowie sonstigen Forderungen von rund EUR 290.000,00. Bei den Vorräten und Forderungen ist laut Schuldnerangaben mit deutlichen Abwertungen zu rechnen

PROGNOSE
FORTFÜHRUNG // geplant

Aus heutiger Sicht bestehen - laut Eröffnungsantrag - grundsätzlich Fortführungsmöglichkeiten für wesentliche Unternehmensbereiche. Insbesondere die Produktion sowie der Standort Leipzig zeigen stabile operative Strukturen und positive Perspektiven. Auch im Handelsbereich werden durch bereits eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen Verbesserungen erwartet, insbesondere durch Fokussierung auf margenträchtige Produkte und den Abbau von Lagerbeständen.

Die Liquiditätssituation könnte sich kurzfristig durch den Einzug bestehender Forderungen sowie den Verkauf von Vorräten stabilisieren. Die Fortführungsplanung geht davon aus, dass bei konsequenter Umsetzung der Maßnahmen eine nachhaltige Sanierung der Schuldnerin erreichbar ist.

Insgesamt erscheint eine Fortführung des Unternehmens im Rahmen des Sanierungsverfahrens gemäß den Angaben der Schuldnerin möglich, sofern die geplanten Maßnahmen greifen und die Finanzierung entsprechend sichergestellt werden kann.



SANIERUNGSPLANVORSCHLAG
GESAMTQUOTE // 20  %, zahlbar binnen 24 Monaten

Zum Zwecke der Entschuldung wurde seitens der Schuldnerin um Zuge des Eröffnungsantrags ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 %, zahlbar binnen 24 Monaten, angeboten. 


Der angebotene Sanierungsplan entspricht damit aktuell dem gesetzlichen Mindesterfordernis.


Ob die aus dem Eröffnungsantrag stammenden Angaben der Schuldnerin den Tatsachen entsprechen und eine Fortführung vorteilhaft für die Gläubiger ist, wird im Laufe des Verfahrens noch zu eruieren sein. Selbiges gilt hinsichtlich der Angemessenheit und Finanzierbarkeit des angebotenen Sanierungsplans. 
 
 
 
// WEITERES VORGEHEN  

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KONTAKTINFO
Mag. Daniel Nobis, LL.B.
Geschäftsstelle Oberösterreich
05 04 1000
gst-oberoesterreich@akveuropa.at

KOSTEN

Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife (ohne Quoteneinbehalte in Form eines Erfolgshonorars), die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten. 

Die Kosten für die Vertretung im Insolvenzverfahren entnehmen Sie bitte unseren Tarifen

Sobald uns Ihr Auftrag vorliegt werden wir für Sie tätig.  
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