GRAZ, 03.11.2026/OF
25 S 215/26v
Insolvenz Kaiser-Gesellschaft m.b.H.
FN62559z
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Kaiser-Gesellschaft m.b.H. kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht für ZRS Graz Abt. 25 wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Da Sie auf der Gläubigerliste aufscheinen, übermittelt Ihnen der AKV EUROPA als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband einen Informationsbericht.
Mit dem Auftrag zur Anmeldung Ihrer Forderung bei Gericht übernehmen unsere Juristen für Sie die gesamte Abwicklung des weiteren Insolvenzverfahrens, insbesondere:
// Wahrnehmung sämtlicher notwendiger Gerichtstermine
// Wahrnehmung außergerichtlicher Termine wie zB Gläubigerausschusssitzungen etc.
// Außergerichtliche Abklärung allfälliger Forderungsbestreitungen
// Laufende Berichterstattung über das Verfahren
// Überprüfung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit der vorgeschlagenen Entschuldungsanträge
// Einziehung und Weiterleitung der auf Ihre Forderung entfallenden Quote
Um Sie auch bei kleinen Forderungen zu unterstützen, bieten wir Ihnen an, Ihre Forderung bis EUR 3.000,- in diesem Verfahren GRATIS anzumelden! In diesem Fall bezahlen Sie lediglich die Gerichtsgebühr von EUR 33,-.
Unsere Konditionen finden Sie auf www.akv.at und in der Beilage. Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife, die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten. Für Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter 05 04 1000.
Mit freundlichen Grüßen
AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband
Geschäftsstelle Steiermark
VERFAHRENSDATEN
| GESCHÄFTSZAHL // | 25 S 215/26v |
| GERICHT // | Landesgericht für ZRS Graz Abt. 25 |
| VERFAHRENSERÖFFNUNG // | 03.11.2026 |
| ANTRAG // | Eigenantrag |
| EIGENVERWALTUNG // | Nein |
| VERWALTER // | Kohlfürst Rechtsanwalts GmbH, St. Veiter Straße 99, 8046 GRAZ |
ANMELDEFRIST // | 31.12.2026 |
| BERICHTSTAGSATZUNG // | 14.01.2027, 11:00 Uhr |
| PRÜFUNGSTAGSATZUNG // | 14.01.2027, 11:00 Uhr |
| NAME // | Kaiser-Gesellschaft m.b.H. |
| SITZ // | Am Feldboden 2, 8121 DEUTSCHFEISTRITZ |
| RECHTSFORM // | GmbH |
| FIRMENBUCHNUMMER // | FN62559z |
| GRÜNDUNG // | 1973 |
| STAMMKAPITAL // | EUR 72.700,00 |
| DIENSTNEHMER // | 44 |
| GESCHÄFTSFÜHRER // | DI Kaiser Gernot |
| GESELLSCHAFTER // | DI Kaiser Gernot |
| GESELLSCHAFTER // | Dr. Kaiser Helga |
Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der Kaiser-Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in 8121 Deutschfeistritz, Am Feldboden 2 ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz eröffnet wurde.
INSOLVENZURSACHEN
Die Antragstellerin wurde im Jahr 1973 gegründet und ist ein etablierter Hersteller von Betonmischanlagen für die Transportbeton- und Fertigteilindustrie. Vom Standort Deutschfeistritz aus werden maßgeschneiderte Komplettlösungen, Umbauten, Ersatzteile sowie Serviceleistungen für nationale und internationale Kunden erbracht.
Handelsrechtlicher Geschäftsführer der Antragstellerin ist Dipl.-Ing. Gernot Kaiser. Als Prokurist fungiert Wolfgang Kober. Gesellschafter der Gesellschaft sind Dipl.-Ing. Gernot Kaiser mit einer Beteiligung von 90 % sowie Dr. Helga Kaiser mit einer Beteiligung von 10 %.
VERMÖGEN
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Krieges und die damit verbundenen massiven Materialpreis- und Kostensteigerungen zurück. Dadurch mussten mehrere Großprojekte in den Jahren 2023 und 2024 aufgrund pönalisierter Fertigstellungstermine mit Verlust abgeschlossen werden, was zu einer negativen Eigenkapitalentwicklung führte.
Weiters hätten die entstandenen Verluste dazu geführt, dass für Ausschreibungen und Vergabeverfahren notwendige Liquiditätskennzahlen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß nachgewiesen werden konnten. Dadurch seien wesentliche Aufträge ausgeblieben. Zusätzlich hätten geopolitische Entwicklungen und steigende Kosten die Margen weiter belastet. Schließlich sei eine bereits geplante Investorenbeteiligung im Oktober 2026 überraschend beendet worden. In weiterer Folge habe die Hauptbank den Betriebsmittelrahmen gesperrt, wodurch die Bedienung von Lieferanten- und Dienstnehmerforderungen nicht mehr möglich gewesen sei. Dadurch sei letztlich Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 87 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund EUR 7,42 Mio. betroffen. Rund EUR 4,87 Mio. entfallen auf Bankverbindlichkeiten, Lieferanten schuldet man rund EUR 2,39 Mio., der Rest entfällt auf Dienstnehmer, Abgaben etc.
Die Antragstellerin verfügt an Aktiva über Betriebs- und Geschäftsausstattung, Lagerbestände, Forderungen sowie betrieblich genutzte Liegenschaften am Standort Deutschfeistritz. Die Aktiva bewertet man mit rund EUR 3,88 Mio.. Darüber hinaus bestehen nach Angaben der Antragstellerin mehrere nahezu fertiggestellte Projekte, aus deren Finalisierung zusätzliche Erlöse erzielt werden könnten, wobei man die fertigzustellenden Arbeiten mit rund EUR 4,38 Mio. bewertet.
Zum Zeitpunkt der Antragstellung beschäftigte die Antragstellerin 44 Dienstnehmer.
PROGNOSE
Ein Antrag auf Sanierung wurde nicht eingebracht. Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Das Unternehmen soll liquidiert werden. Man hat sich ausdrücklich mit der konkursrechtlichen Schließung des Unternehmens einverstanden erklärt.
// WEITERES VORGEHEN
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KOSTEN
Für die Vertretung im gesamten Verfahren verrechnen wir lediglich die überschaubaren und kalkulierbaren Einheitstarife (ohne Quoteneinbehalte in Form eines Erfolgshonorars), die sich nach der Höhe Ihrer Forderung richten.
Die Kosten für die Vertretung im Insolvenzverfahren entnehmen Sie bitte unseren Tarifen.
Sobald uns Ihr Auftrag vorliegt werden wir für Sie tätig.