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AKV Insolvenzstatistik 1. Halbjahr 2026

//  Einleitung

Die österreichische Wirtschaft befindet sich im 1. Halbjahr 2026 in einer moderaten Erholungsphase. Insgesamt ist die Lage besser als in den beiden Vorjahren, aber das Wachstum bleibt im europäischen Vergleich eher verhalten. Zudem bleibt die Lage auf Grund der volatilen Situation auf den Weltmärkten angespannt.

Den AKV-Insolvenzstatistiken kann entnommen werden, dass die letzten 3 Jahre Rekordpleitenjahre an eröffneten Firmeninsolvenzen waren. Im 1. Halbjahr 2026 ist nun eine leichte Entspannung feststellbar, nachdem die eröffneten Firmeninsolvenzen um 7,69 % auf 2.005 eröffnete Verfahren abgenommen haben.

Sorgen bereitet dem AKV allerdings die Entwicklung der Abweisungen mangels Masse. So wurden im 1. Halbjahr 2026 1.654 Insolvenzanträge gegen Unternehmungen abgewiesen, weil nicht einmal ein kostendeckendes Vermögen von EUR 4.000 vorhanden war. Dies bedeutet eine Zunahme um 15,42 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Auch in eröffneten Firmeninsolvenzen musste der AKV feststellen, dass vermehrt Unternehmungen die Mittel für eine Weiterführung und für die Finanzierung eines Sanierungsplans nicht mehr aufbringen können. So haben die Verfahren, die im 1. Halbjahr 2026 nach Abschluss eines Sanierungsplans aufgehoben wurden, um ein Fünftel von 25,98 % auf 20,95 % abgenommen.

Die Anzahl der betroffenen Dienstnehmer ist weitgehend konstant geblieben.

Die Gesamtpassiva der eröffneten Firmeninsolvenzen liegen sogar erheblich (- 39,46 %) unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Passiva haben in den letzten 3 Jahren Rekordwerte bis zu EUR 22,3 Mrd. (2024) erreicht, dies nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch mehrerer Immobilienkonzerne. Im 1. Halbjahr 2026 verzeichnen wir Gesamtpassiva von EUR 4,6 Mrd. in den eröffneten Firmeninsolvenzen, weil die Anzahl und die Größe von insolventen Unternehmen im Bereich Immobilienentwicklung abnahmen.

Folgewirkungen dieser insolvent gewordenen Immobilienkonzerne zeigen sich jedoch nun am Privatkonkurssektor. Weniger medienwirksam als die Insolvenz René Benko im März 2024 wurden im 1. Halbjahr 2026 mehrere Privatinsolvenzen über ehemalige Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Immobilienunternehmen eröffnet, dies mit schlagend gewordenen Verbindlichkeiten von circa EUR 100 Mio. Dadurch sind die Gesamtpassiva in den Privatkonkursen im 1. Halbjahr 2026 bereits auf EUR 830 Mio. gestiegen, während in den letzten Jahren die Gesamtpassiva pro Jahr annähernd bei EUR 1 Mrd. lagen. Dadurch ist auch die Durchschnittsverschuldung auf einen unglaublichen Wert von EUR 176.000 gestiegen, bei Männern sogar auf EUR 219.700.

Auch die Anzahl der eröffneten Privatinsolvenzen ist heuer wieder gestiegen, nämlich um 4,80 % auf 4.718 Verfahren, weshalb wir wieder annähernd auf dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 liegen. Der erwartete Ansturm auf die Privatkonkursgerichte wegen einer möglichen Rückkehr zu einem 5-jährigen Abschöpfungsverfahren ab dem 17.07.2026 ist ausgeblieben.

Im Detail haben sich im 1. Halbjahr 2026 die Firmen- und Privatinsolvenzen österreichweit wie folgt entwickelt:

// FIRMENINSOLVENZEN

1. Halbjahr 2026  2025 +/-
Eröffnete Insolvenzverfahren 2.005 2.172 – 7,69 %
Verfahrensabweisungsbeschlüsse 1.654 1.433 + 15,42 %
Firmeninsolvenzen gesamt   3.659 3.605 + 1,50 %

// Eröffnete Firmeninsolvenzen

Die eröffneten Firmeninsolvenzen haben um 7,69 % auf 2.005 Verfahren abgenommen. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Vergleich zum bisherigen Rekordpleitenjahr 2025 gezogen wird.

Im Monatsdurchschnitt wurden im 1. Halbjahr 2026 334 Firmeninsolvenzen eröffnet, während es im Jahr 2025 349 Verfahren und im Jahr 2024 noch durchschnittlich 346 Verfahren waren. Mit Ausnahme des Monats März lagen wir 2026 in jedem Monat deutlich unter den Durchschnittswerten der beiden Vorjahre.

Wöchentlich wurden heuer über das Vermögen von 77 Unternehmen in Österreich Insolvenzverfahren eröffnet.

Die eröffneten Firmeninsolvenzen haben am stärksten (- 29,32 %) in Tirol abgenommen, gefolgt von Wien (- 14,27 %) und Salzburg (- 10,43 %). Abweichend zum Bundestrend haben die eröffneten Firmeninsolvenzen in Vorarlberg um die Hälfte

(+ 51,11 %) und in der Steiermark um 12,79 % zugenommen wie nachstehende Tabelle und Grafik zeigen:

// Eröffnete Firmeninsolvenzen in den Bundesländern

2026  2025 +/-
Wien 685 799 – 14,27 %
Niederösterreich 353 389 – 9,25 %
Oberösterreich 223 234 – 4,70 %
Salzburg 103 115 – 10,43 %
Tirol 94 133 – 29,32 %
Vorarlberg 68  45 + 51,11 %
Burgenland 64 64 0,00 %
Steiermark 291 258 + 12,79 %
Kärnten 124 135 – 8,15%
eröffnete Firmeninsolvenzen 2.005 2.172 – 7,69 %

Sorgen bereiten dem AKV die Verfahrensabweisungsbeschlüsse, welche um 15,42 % weiter angestiegen sind. Bei diesen 1.654 Insolvenzanträgen lagen bei den schuldnerischen Unternehmen nicht einmal Aktivwerte in Höhe von EUR 4.000 vor, um formelle Insolvenzverfahren einleiten zu können.

Dieser Anstieg an Abweisungsbeschlüssen führt dazu, dass die 3.659 Gesamtinsolvenzen (Eröffnungen + Abweisungen) um 1,50 % über dem Vorjahreswert liegen.

// Antragstellungen

Eine vor kurzem in Kraft getretene EU-Richtlinie (EU) 2026/799 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. März 2026 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Insolvenzrechts enthält in einem eigenen Kapitel Bestimmungen über Insolvenzantragspflichten. Die Statistikzahlen des AKV belegen, dass diesen Pflichten in der Praxis zunehmend nicht nachgekommen wird, nachdem Firmeninsolvenzen mehrheitlich (57,11 %) über Gläubigeranträge eröffnet werden.

 
Eigenanträge 860 42,89 %
Gläubigeranträge 1.145 57,11 %
Gesamt 2.005 100,00 %

// Gesamtpassiva der eröffneten Unternehmensinsolvenzen

1.Halbjahr 2026:     EUR   4.646.595.000

1.Halbjahr 2025:     EUR   7.675.531.000

Die Gesamtpassiva haben im 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 39,46 % auf EUR 4,64 Mrd. abgenommen.

Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die im ersten Halbjahr 2026 insolvent gewordenen Immobilienkonzerne bzw. Projektgesellschaften nicht mehr die Dimension der Vorjahre erreicht haben. Dennoch weist die Branche „Finanzdienstleistungen“ mit EUR 1,92 Mrd. die höchsten Passiva aus, gefolgt von der Branche „Grundstücks- und Wohnungswesen“ mit EUR 837,73 Mio.

// Top 10 Firmeninsolvenzen in Österreich nach Passiva

51 S 7/26a Laura Privatstiftung 1.701.940.000,-
6020 INNSBRUCK Museumstraße 25
38 S 58/26w Georg-Coch-Platz Immobilien GmbH & GmbH OG 320.000.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3. OG
25 S 1/26y LL-resources GmbH 130.752.000,-
8010 GRAZ Gadollaplatz 1/10.OG
25 S 51/26a Domaines Kilger GmbH & Co KG 83.468.000,-
8462 GAMLITZ Eckberger Weinstraße 32
26 S 52/26p FOP Immobilienbesitz beta GmbH 69.292.000,-
7111 PARNDORF Kälberweide 3
59 S 31/26d Einzelunternehmen 57.798.000,-
1020 WIEN
9 S 42/26d hagenauer Austria GmbH 44.225.000,-
1010 WIEN Franziskanerplatz 3 /11
6 S 78/26a Hafen Korneuburg Immobilien GmbH & Co KG 39.000.000,-
1010 WIEN Herrengasse 14/3. OG
6 S 18/26b Pfarrwiese Condos Entwicklungs GmbH 38.999.000,-
1190 WIEN Heiligenstädter Lände 29/5
19 S 24/26s Nothegger Transport Logistik GmbH 36.415.000,-
6393 ST. ULRICH AM PILLERSEE Niedersee 12

Zur Laura Privatstiftung ist ergänzend auszuführen, dass es sich bei den angeführten Passiva um die bis zur allgemeinen Prüfungstagsatzung angemeldeten Gläubigerforderungen handelt, wovon vorerst circa EUR 32 Mio. anerkannt wurden. Zudem haben Gläubiger nachträglich Ansprüche geltend gemacht, so dass die letztlich anzuerkennenden Passiva noch nicht feststehen.

Die LL-resources GmbH und die Nothegger Transport Logistik GmbH versuchen gerade mit den Gläubigern einen Sanierungsplan auszuhandeln. Bei den übrigen Unternehmungen findet eine Liquidation statt.

// Gefährdete Arbeitsplätze

1. Halbjahr 2026 7.951
1. Halbjahr 2025 7.566

Die Anzahl der bei Insolvenzeröffnung beschäftigten Dienstnehmer ist um 5,09 % auf 7.951 betroffene Arbeitnehmer angestiegen. In diesen Zahlen sind jene Dienstnehmer nicht erfasst, deren Arbeitsverhältnisse bereits vor Insolvenzeröffnung aufgelöst wurden.

// Top 5 Insolvenzen in Österreich nach Dienstnehmern

 GZ Name DN
27 S 7/26w WOLLSDORF LEDER SCHMIDT & Co. Ges.m.b.H.
8181 WOLLSDORF, Wollsdorf 80
361
36 S 7/26k EITEK GmbH
2435 EBERGASSING, Götzendorferstraße 3-5
319
19 S 24/26s Nothegger Transport Logistik GmbH
6393 ST. ULRICH AM PILLERSEE, Niedersee 12
191
17 S 71/26d HELLWEG Die Profi Baumärkte GmbH
4030 LINZ, Neubauzeile 102
165
11 S 27/26w Mediashop GmbH
2620 NEUNKIRCHEN, Schneiderstraße 1 Top 1
163

Bei diesen 5 Verfahren ist nur mehr in den Verfahren Nothegger Transport Logistik GmbH und HELLWEG Die Profi Baumärkte GmbH eine Sanierung angedacht.

// Branchen

Die meisten Insolvenzen hatte das Baugewerbe (471) zu verzeichnen, gefolgt vom Handel (460) und der Gastronomie (368).

Wie bereits oben ausgeführt, waren die höchsten Passiva mit EUR 1,92 Mrd. in der Branche der Finanzdienstleistungen zu verzeichnen, gefolgt vom Grundstücks- und Wohnungswesen mit EUR 837,73 Mio.

Die meisten Dienstnehmer (1.692) waren in Produktionsbetrieben (Herstellung von Waren) betroffen und auch in den insolventen Handelsbetrieben waren 1.470 Dienstnehmer beschäftigt.

// Aufhebung Firmeninsolvenzen

Österreich hat weltweit unerreichte Sanierungsquoten. Gerade deshalb sieht es der AKV kritisch, dass im 1. Halbjahr 2026 nur mehr 20,95 % der aufgehobenen Verfahren mit einem abgeschlossenen Sanierungsplan endeten, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 25,98 % waren.

Anknüpfend an die gestiegenen Verfahrensabweisungsbeschlüsse mangels Masse zeigt sich daher auch in eröffneten Firmeninsolvenzen, dass zunehmend die Mittel für eine Fortführung und die Finanzierung eines Sanierungsplans fehlen.

Die Beendigungsformen stellen sich im 1. Halbjahr 2026 wie folgt dar:

Beendigungsformen

Sanierungsplan 396 20,95 %
Zahlungsplan 96 5,08 %
Verteilung 715 37,83 %
Nullquote 624 33,02 %
Abschöpfung 12 0,63 %
Sonstiges 47 2,49 %
Gesamt              1.890 100,00 %

Während 2025 noch in circa einem Drittel der Verfahren Entschuldungsvorschläge (Sanierungsplan oder Zahlungsplan) von den Gläubigern angenommen wurden, ist es im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 nur mehr knapp ein Viertel (26,03 %) der Verfahren.

Parallel zu dieser Entwicklung mussten wir im 1. Halbjahr 2026 feststellen, dass der Anteil der Verfahren mit einer Nullquote von 27,49 % auf 33,02 % gestiegen ist.

// Ausblick Firmeninsolvenzen

Auch wenn Prognosen im Hinblick auf die volatile weltpolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft mit erheblichen Unsicherheitsfaktoren behaftet sind, rechnet der AKV mit keiner kurzfristigen Trendumkehr am Insolvenzsektor.

Nach 3 Rekordpleitenjahren in Folge erwartet der AKV eine leichte Erholung bei den eröffneten Firmeninsolvenzen bis zum Jahresende 2026 mit einem Rückgang auf circa 4.000 Verfahren.

Die Entwicklung und der Anstieg bei den Verfahrensabweisungsbeschlüssen spiegeln die schwache Konjunkturentwicklung wider, so dass der AKV einschließlich dieser Abweisungen mangels Masse mit mehr als 7.300 Gesamtinsolvenzen im Gesamtjahr 2026 rechnet. Dieser Wert würde dann jedoch über den Vorjahreswerten liegen.

// PRIVATINSOLVENZEN

Am Privatkonkurssektor haben sich die Insolvenzen im 1. Halbjahr 2026 wie folgt entwickelt:

1. Halbjahr 2026  2025 +/-
Eröffnete Insolvenzverfahren 4.718 4.502 + 4,80 %
Verfahrensabweisungsbeschlüsse 453 446 + 1,57 %
Firmeninsolvenzen gesamt 5.171 4.948    + 4,51 %

Abweichend zu den Entwicklungen in den letzten Jahren ist ein Anstieg der eröffneten Privatinsolvenzen zu verzeichnen. Die 4.718 eröffneten Privatinsolvenzen bedeuten ein Plus von 4,80 %. Man nähert sich den Vor-Corona-Zahlen, nachdem die meisten Privatinsolvenzen im Jahr 2018 (10.058) eröffnet wurden, im Folgejahr 2019 waren es 9.497 Verfahren.

Die hohe Inflationsrate und die gestiegenen Arbeitslosenzahlen wirken sich zwischenzeitlich auch am Privatkonkurssektor aus, obgleich die Praxis zeigt, dass formelle Schuldenregulierungsverfahren meist erst nach Jahren einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit beantragt werden.

In den Bundesländern sind jedoch unterschiedliche Entwicklungen feststellbar. So haben in Kärnten (- 5,45 %), in Tirol (-2,40 %) und in Wien (- 2,09 %) die eröffneten Privatinsolvenzen abgenommen, während in allen anderen Bundesländern Zunahmen verzeichnet wurden, den größten Anstieg gab es in Oberösterreich mit 16,27 % wie folgende Grafik und Tabelle zeigen:

// Eröffnete Privatinsolvenzen in den Bundesländern

2026  2025 +/-
Wien 1.595 1.629 – 2,09 %
Niederösterreich 707 627  + 12,76 %
Oberösterreich 772  664  + 16,27 %
Salzburg 205  195  + 5,13 %
Tirol 326  334 – 2,40 %
Vorarlberg 248  227  + 9,25 %
Burgenland 68  61  + 11,48 %
Steiermark 485  435  + 11,49 %
Kärnten 312  330 – 5,45 %
eröffnete Firmeninsolvenzen 4.718 4.502  + 4,80 %

Die 4.718 eröffneten Verfahren beinhalten 185 Gesamtvollstreckungsverfahren.

Wöchentlich wurden im 1. Halbjahr 2026 in Österreich über das Vermögen von 181 Privatpersonen Insolvenzverfahren eröffnet.

// Privatinsolvenzen – Verschuldung

Wie bereits in der Einleitung ausgeführt, wirken sich die in den letzten Jahren insolvent gewordenen Immobilienkonzerne nun am Privatkonkurssektor aus. Im 1. Halbjahr 2026 wurden mehrere Privatinsolvenzen über ehemalige Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Immobilienunternehmen eröffnet, dies mit schlagend gewordenen Verbindlichkeiten von circa EUR 100 Mio. Zwei dieser Privatinsolvenzen würden sich sogar unter den Top-10 nach Passiva größten Insolvenzverfahren einreihen.

Dies hatte zur Folge, dass sich die Gesamtverbindlichkeiten der eröffneten Privatkonkurse im 1. Halbjahr 2026 auf EUR 830,7 Mio. erhöht haben, sodass auch die Durchschnittsverschuldung auf EUR 176.000 (1. Halbjahr 2025: EUR 153.400) gestiegen ist.

Eklatant ist die unterschiedliche Durchschnittsverschuldung bei Männern (EUR 219.700) gegenüber jener bei Frauen (EUR 101.000).

In den einzelnen Altersgruppen stellen sich die Durchschnittsverschuldung und die Gesamtpassiva wie folgt dar:

Gesamt Eröffnungen Passiva Durchschnitt
Total 4.718 (4.502) 830.796.000,- 176.000,-
Männer 2.984 (2.779) 655.620.000,- 219.700.-
Frauen 1.734 (1.723) 175.176.000,- 101.000,-
bis 24 Jahre
Total 101  (114) 5.172.000,- 51.200,-
Männer 57  (59) 3.419.000,- 59.900,-
Frauen 44  (55) 1.753.000,- 39.800,-
25 – 39 Jahre
Total 1.697 (1.485) 232.261.000,- 136.800,-
Männer 1.053 (922) 181.716.000,- 172.500,-
Frauen 644 (563) 50.545.000,- 78.400,-
40 – 59 Jahre
Total 2.257 (2.295) 460.811.000,- 204.100,-
Männer 1.434 (1.398) 367.151.000,- 256.000,-
Frauen 823 (897) 93.660.000,- 113.800,-
60+ Jahre
Total 663 (608) 132.552.000,- 199.900,-
Männer 440  (400) 103.334.000,- 234.800,-
Frauen 223  (208) 29.218.000,- 131.000,-

Von den 4.718 eröffneten Privatinsolvenzen entfallen 2.984 (63,25 %) auf männliche Insolvenzschuldner, während 1.734 Verfahren (36,75 %) Frauen zuzuordnen sind.

Die meisten eröffneten Insolvenzfälle (2.257) wurden in der Alterskategorie der 40- bis 59-jährigen Schuldner verzeichnet.

 

// Aufhebung Privatinsolvenz

 

Im 1. Halbjahr 2026 wurden 4.088 Privatkonkurse aufgehoben, wobei sich die Beendigungsformen wie folgt darstellen:

Zahlungsplan 2.720 66,54 %
Abschöpfung 1.297 31,73 %
Sonstiges 71 1,73 %
Gesamt 4.088 100,00 %

So wurden heuer im 1. Halbjahr 2026 in zwei Drittel (66,54 %) der Privatkonkurse mit den Gläubigern Zahlungspläne abgeschlossen.

// Ausblick Privatinsolvenz

Die Rezession der letzten Jahre scheint nunmehr auch am Privatkonkurssektor anzukommen. Abweichend zu den Entwicklungen der letzten Jahre sind bundesweit Steigerungen bei den eröffneten Privatkonkursverfahren feststellbar. Wir dürften wieder das Vor-Corona-Niveau von mehr als 9.000 eröffneten Privatinsolvenzen erreichen.