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WMSTECH GmbH

Insolvenzsache

Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass die WMSTECH GmbH ein Konkursverfahren beim Landesgericht Steyr beantragt hat.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin beschäftigt sich insbesondere mit dem Engineering und der Produktion von mechanischen, hydraulischen bzw. pneumatischen Vorrichtungen für zerspannende Betriebe, der Musterteil- und Prototypenanfertigung, der Serienfertigung, der Lohn- und Ersatzteilfertigung von fast allen Fahrzeugkomponenten und der Wartung von Werkzeugen.

In den ersten Bestandsjahren wurden überwiegend Ersatzteile gefertigt und Unterkapazitäten eines benachbarten Unternehmens abgedeckt.
2018 wurde der Antragstellerin ein großer Auftrag eines österreichischen Betriebs in Aussicht gestellt, woraufhin eine maschinelle Aufrüstung erfolgte. Schlussendlich blieb die Auftragserteilung jedoch aus und die vorhandenen Überkapazitäten konnten lediglich durch Aufträge anderer Kunden sukzessive abgebaut werden.
2019 kam es zur Übernahme eines Großauftrags eines deutschen Unternehmens und damit zum eingehen eines faktischen Abhängigkeitsverhältnisses, da keine Aufträge abseits davon angenommen werden konnten. Bei diesem Auftrag sollten Batterierahmenprofile für diverse VW-Fahrzeuge in Serienproduktion erstellt werden.
Im Juni 2021 kam es sodann zu einer Rüge durch den Auftraggeber, seitdem ist die Antragstellerin mit der Nachbearbeitung von über 17.000 Teilen beschäftigt. Dadurch entstand nicht bloß beträchtlicher, nicht verrechenbarer Mehraufwand, sondern ist es der Antragstellerin auch nicht möglich, andere, den Umsatzverlust ersetzende, Leistungen zu erbringen. Seitens der Auftraggeberin wurde die Bezahlung der fälligen Rechnungen verweigert. Vielmehr wurden Belastungsnoten in Höhe von rund EUR 320.000,00 ausgestellt, weshalb Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist.

Eine außergerichtliche Einigung scheint nach Aussage des Geschäftsführers der Schuldnerin in diesem Fall nicht möglich.

Bis einschließlich 2019 wurden aus der Geschäftstätigkeit durchgehend Gewinne erzielt, erstmals kam es 2020 zu einem Jahresfehlbetrag von rund EUR 98.000,00, was der Geschäftsführer mit der Pandemie und deren Auswirkungen begründet.
Durch die Nichtbezahlung der Rechnung durch den Großauftraggeber konnte der Umsatzrückgang nicht ausgeglichen werden, durch das Abhängigkeitsverhältnis war auch eine Substitution nicht möglich.

Vermögenslage

Es liegt kein Liegenschaftsvermögen vor, sämtliche Kundenforderungen sind zediert. Auch das bewegliche Anlagevermögen steht im Fremdeigentum.

Auch ansonsten ist nach ersten Einschätzungen kein nennenswertes, werthaltiges Vermögen vorhanden.

Weitere Vorgangsweise

Die Antragstellerin strebt keine Sanierung an, die Zustimmung zur Betriebsschließung wurde bereits im Eröffnungsantrag erteilt.

Bei Veröffentlichung wird um Quellenangabe gebeten.

Rückfragenhinweis

AKV EUROPA
Alpenländischer Kreditorenverband

Geschäftsstelle Linz
Tel: 05 04 100 – 4000